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1849 kam er nach Trient , wo er in einer Speditionsfirma, diesich zugleich mit dem Export von Landesprodukten (Seidencocons,Sumach und Olivenöl) befasste, in die Lehre trat und sich in derFolge als Angestellter durch sein kaufmännisches Geschick un-entbehrlich machte. Als 1858 einer der Hauptbeteiligten starb,konnte er das Geschäft auf eigene Rechnung übernehmen, bis er,wie oben bemerkt, 1870 nach Thalwil übersiedelte. Hier re-organisierte er die bestehende Weberei und Druckerei und setztezugleich den Handel in Seide und Seidenabfällen fort. 1877 tratendie Herren Schmid zurück und änderte sich die Firma in Heer & Cie.;als alleiniger Inhaber derselben warf er sich nun mit seiner ganzenEnergie auf die Erstellung eines Massenartikels, der glatten Teint-en-piece- Stoffe, auf mechanischen Stühlen gewoben, welchenZweig er zu grosser Ausdehnung und hoher Blüte brachte, währender die wenig rentierende Druckerei 1893 eingehen liess. Schon1883 hatte er eine ähnliche Seidenweberei in Lyon gegründet; beiseinem Ableben (1898) standen ungefähr 1000 mechanische Web-stühle in Betrieb, wovon die Hälfte in Frankreich (HandStühlehatte er dagegen schon längst keine mehr beschäftigt). Somit er-scheint Glarus auch unter den schweizerischen Seidenindustriellenmit einem bedeutenden Repräsentanten, dessen Wirksamkeit aller-dings nicht mit der engern Heimat verknüpft ist.
Wir kamen bisher zweimal in den Fall, Winterthurer Kauf-leute namhaft zu machen, welche sich besondere Verdienste umdie Ausdehnung des Absatzes in gedruckten Baumwollwarennach überseeischen Ländern erworben haben; es waren diesHerr Bernhard Rieter (S. 129), dessen Wirksamkeit in ersterLinie der Firma Gebrüder Greuter & Rieter, welcher er angehörte,zu Gute kam, und Herr Imhoof-Hotze (S. 422), welchem dieglarnerische Druckindustrie manches verdankt. — Als drittenim Bunde erwähnen wir nun noch Herrn Salomon Volkart (1816—1893, gebürtig von Niederglatt). Derselbe bekleidete 1 ) an-
b Siehe hierüber namentlich die „Heimatkunde von Winterthur“, her-ausgegeben vom Lehrerverein Winterthur (1887).