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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Kilos, dabei ungefähr 30 Personen Beschäftigung gebend; jedochwürden die Einrichtungen die Erstellung von jährlich 150,000 Kiloserlauben. Das Etablissement ist inzwischen in den Besitz vonHerrn C. Hanhart-Graf, Sohn des Obigen, übergegangen.

Wie schon früher bemerkt, war im XVIII. Jahrhundert auchder Seiden- und Halbseidendruck (in Tafelfarben oder inBeizenfarben mit darauf folgender Färberei) in Zürich vertreten.Während von den S. 60 und 61 namhaft gemachten zwei Firmennicht bekannt ist, dass sie diesen Zweig über das Jahr 1820 hin-aus fortgeführt hätten, erwähnt Dr. R. Forrer von einem ungefährvon 1780—1820 in Obermeilen thätigen Seidendrucker Joh. JakobReyhner, dass dessen Geschäft von einem Eduard Reyhnerfortgesetzt worden sei; daneben sollen ausser Studer in Wipkingen (S. 486) auch J. Hürlimann in Richterswil und Gebrüder Hüner-wadel in Lenzburg (letztere offenbar erst in den 1840er Jahrenbei Aufnahme des Druckes von Mousselines-laine, vgl. S. 117)Seidenfoulards gedruckt haben, aber Alle nur auf sehr bescheidenemFusse, was um so auffälliger ist, als in dieser Zeit mit dem Auf-kommen der Dampffar ben-Manier (S. 219) der Seidendruck in ver-schiedenen Ländern, besonders in Frankreich , England und derRheinprovinz (Elberfeld und Krefeld ) ziemliche Dimensionen annahm.Einen längern Bestand und eine etwas erheblichere Ausdehnungwies in der Folge nur die Seidendruckerei in Thalwil auf. Die-selbe betrieben um 1850 unter der Firma „Gebrüder Schmid & Cie.“die Herren Rudolf , Heinrich, Jakob und Johannes Schmid 1 ), welchezugleich die nötigen Gewebe, meistens einfache glatte Foulards,in der Umgegend durch Hausweberei erstellen liessen. 1870 ändertesich die Firma in „Schmid & Heer“ durch Eintritt von HerrnHeinrich Heer-Schweizer von Glarus . Letzterer, 1833 alsSohn unbemittelter Eltern geboren, hatte schon frühe gute Anlagengezeigt und daher die Glarner Sekundarschule besuchen dürfen;

’) 18B3/56 war auch Herr Matheus Dinner-Jenny von Ennenda mit ihnenverbunden. In welchem Jahre die Fabrik erbaut worden war, konnte derVerf. nicht ermitteln; da jedoch Q-. Meyer v. Knonau im Gemälde des KantonsZürich (1844) ihrer weder im allgemeinen Teil noch unter „Thalwil “ erwähnt,dürfte sie nicht viel hinter das Jahr 1850 znrückreichen.