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Perrotine auf Mousseline-laine und Chaine-coton erstellten. (Späterd. h. vom Ende der 1860er Jahre an brachten Freres Heilmann dieseFondus-Drucke in Verbindung mit Zinkstaub-Reservefarben underzeugten die schon S. 225 erwähnten Japonais“ in ausgezeichneterReüssite). In schweren Teppichen und verschiedenen andern Woll-drucken stand lange Jahre auch das Haus Thierry-Mieg & Cie. insehr gutem Rufe. Inzwischen hatten sich noch weitere Verbesse-rungen in der Fabrikation Bahn gebrochen, und zwar verdankteman mehrere derselben dem Wolidruckfabrikanten Broquette inParis . Derselbe nahm 1846/47 die schon früher von Haussmann(S. 209) empfohlene Anwendung von Farblacken mit Zinnbasis inden Wolidruckfarben wieder auf und führte sie richtig durch, in-dem er die bedruckten Wolltücher während und später unmittel-bar vor dem Dämpfen durch nasse baumwollene Mitläufer starkbefeuchtete, eine Methode, die noch heute zur Erzielung satterWolidruckfarben unentbehrlich ist, sofern den Farben nicht Gly-cerin oder andere teure, hygroscopisch wirkende Zusätze gemachtwerden*); um die gleiche Zeit erstellte Broquette mittelst Orseilleeine neue purpurviolette Dampffarbe, welche bis zur Aera derAnilinfarben mit dem Dampf-Ferrocyanblau zu den schönsten dererreichbaren Nuancen gezählt wurde. * 2 ) Eine andere nicht minderwichtige Entdeckung blieb lange Zeit Geheimnis einiger wenigerFirmen. Die Wollfaser hat nämlich die Eigenschaft, die Druck-farben stark ins Innere einzusaugen, so dass, wenn auch 2—4 malmit dem Druckermodel, je nach der Schwere der Partieen und derzu druckenden Stoffe, abgeschlagen wird, die rauhe und schuppigeOberfläche der Wolle doch gern etwas schäbig erscheint, und innoch stärkerm Masse ist dies beim Rouleaudruck der Fall. Nunwusste man diesem Uebelstand einigermassen abzuhelfen, indemman die Wollstoffe in zinnsaurem Natron (mit darauffolgenderFixierung in Schwefelsäure) präparierte oder indem man sie in„Sulfomuriate d’etain“ (Zinnsalz und Schwefelsäure gemischt und
‘) Die ersten Rouleaux-Drucke mit solchen Lackfarben vollzogen sichkurz darauf in der Fabrik Dollfus-Mieg & Cie. durch Dollfus-Ausset (siehe dessenMateriaux, Bd. I S. 33? Anmerk. 1).
2 ) Ygl. S. 364, 458, 471 und 474 in v. Kurrer’s „Druck- und Färbekunst“Bd. III, "Wien 1850, Verlag von Carl Gerold.