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Von der Gesammtbevölkerung von zirka 30,000 Seelen sind somit10 % in Spinnereien und Webereien, in Druckereien 20 7 0 (effektiv wahr-scheinlich nur 18 %), und in den übrigen Etablissementen 2 %, zusammen30/33 % beschäftigt und davon Kinder unter 16 Jahren 6 %.
Obige Angaben der Arbeiterzahl sind auf normale Verhältnisse beivoller Arbeit berechnet. In diesen Ausnahmszeiten, wo Arbeiter nicht seltenein oder mehrere Tage feiern mussten, wo eine grosse Zahl, vielleicht '/>der Spindeln, Webstühle und Drucktische unbeschäftigt und leer standen,konnte es keinen Zweck haben, die gegenwärtigen Zustände zu ermitteln.
Von den 217,000 Spindeln sind zirka 2 / 3 älterer Konstruktion,worunter auch ein Theil Halbselbstspinner. Die Ersetzung oder Umwand-lung der ältern Spinnstühle in das neuere englische System nimmt nament-lich für die Nr. 70 und darunter raschen Fortgang und bezeichnend fürdessen Vortheile ist der Umstand, dass manchen Ortes, wo beide Systemeeingeführt sind, die neuern Werke vorzugsweise benutzt werden. DieseVortheile liegen sowohl in der Ersparniss der Arbeitskräfte von zirka 25 %,in einer Mehrproduktion per Spindel von 15 % in den gröbern Nummern;dagegen absorbiren die Selfaktors eine verhältnissmässig grössere Triebkraft.
Die erzeugten Garne bewegen sich in den Nr. 20 ä 120, wovon die 30ä 70 überwiegend sind. Das Produkt einer Spindel per Jahr von 290 Arbeits-tagen zu 12 Stunden darf in den Nr. 30/40 zu + fy (Schweizer Pfund) 28 undin den Nr. 60/70 y. 12, oder im Durchschnitt zu 22 angenommen werden.Dieses führt zu einer jährlichen Produktion von 47,700 Zentner Garnenund bedarf es hiezu 50—52,000 Zentner Baumwolle die zu Fr. 120—130per Zentner Fr. 6,500,000 beträgt; fügen wir hinzu sämmtliche Fabrikations-kosten ä'Fr. 45 per Zentner Fr. 2,100,000, so repräsentiren die im Kantonerzeugten Garne einen Wert von Fr. 8,700,000.
Eine beruhigende Thatsache ist, dass unsere Garne nicht selten den•englischen auf kontinentalen Märkten erfolgreiche Konkurrenz zu bieten imStande sind. Der grösste Theil derselben wird immerhin im Kanton selbstverwoben.
Montirt sind gegenwärtig 2859 Webstühle von den verschiedenstenSystemen, den ältesten, die 90 ä 110 und den neuesten englischen, die180 k 220 Schüsse in der Minute machen. Die Gewebe sind in Bezugauf Dichtigkeit und Breite sehr mannigfaltig, von 16—40 und mehr Fädenauf den ‘U Zoll und von 20—60 und mehr Zoll Breite. Auf die feinensogen. Jacconat mögen '/ 3 , auf die gröbern sogen, glatten Tücher V 3 derStühle eingerichtet sein.
Bei einer Arbeitszeit von 12 Stunden und 290 Arbeitstagen würdeder Webstuhl in den glatten Qualitäten mit 12—16 Schüssen und einerBreite von 24—34" 12—14,000 au (aunes), in den breitem Jacconat-Sorten36—42"mit 16—18Schüssen 5—6000 au verfertigen. Wir rechnennun einen Durchschnitt von 8500 au per Stuhl, folglich ein jährliches Ge-sammtergebniss von 30,000,000 au. Dazu bedarf es an Garn für die glatten