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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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ungefährlichen Reisen gerechtfertigt gewesen sei. Da jedoch gleich-zeitig die juristisch mangelhafte Organisation des Unternehmenszu Tage trat, fand am 28. Juni 1871 eine Versammlung des„glarnerischen Börsenvereins“ statt, infolge welcher dann am5. Juli 18 grössere Firmen die Reorganisation der Gesellschaft be-schlossen, indem sie ihr den Charakter einer reinen Konsum-genossenschaft mit den nötigen gesellschaftlichen Organenverliehen. Da aber Herr Stäger sich nicht mehr zur Rolle einesblossen Geranten oder Verwalters verstehen und seine weitver-zweigten Verbindungen der neuen Gesellschaft nicht an die Handgeben wollte, nahm er nach verschiedenen Unterhandlungen seinenRücktritt und gründete auf seinen alleinigen Namen ein Privat-geschäft, das heute noch als Firma „Stäger & Cie.“ besteht undstetsfort einen grossen Umsatz aufweist. Daneben bahnte sichdie neu-erstandene Genossenschaft „Steinkohlen-Consumge-sellschaft Glarus “ ihren Weg und kam nach Ueberwindungder ersten Schwierigkeiten zu kräftiger Entwicklung. 1872 ihreThätigkeit mit 65 Mitgliedern und einem Umsatz von 1767 Waggonsbeginnend, ist sie im Jahr 1900 bei 317 Mitgliedern und einemUmsatz von 13020 Waggons oder 130 200 Tonnen Saar- und Ruhr-steinkohlen, Presskohlen ( Briquettes ), Koks, Braunkohlen 1 ), An-thracit und andern Hausbrandkohlen angelangt; der grösste Teildavon (10—11000 Waggons) ist für die Industrie, der Rest fürTransportanstalten und Hausbrand bestimmt. Nach der inter-essanten Statistik im vorletzten Bericht der Basler Handels-kammer betrug im Jahr 1900 die Einfuhr an solchen Brennmate-rialien nach der Schweiz 2 057 028 Tonnen (darunter zirka l 1 ^Millionen Tonnen gewöhnliche Steinkohlen), mit Inbegriff der Frachteinen Wert von über 60 Millionen Franken repräsentierend 2 ); von

') Die Braunkohlen (aus Böhmen ) haben geringe Heizkraft, alsoeinen relativ kleinern innern Wert; da somit die Verteurung durch die Frachtprozentual stark ins Gewicht fällt, werden sie in der Schweiz nur ausnahms-weise, bei Störungen in den Bezugsquellen für Steinkohlen oder zu besondernZwecken, eingeführt.

2 ) Das Jahr 1900 bildet einen Höhepunkt, der vielleicht nicht so baldwieder erreicht wird; nach den Berichten der „Basler Handelskammer“ be-trug nämlich die Einfuhr an oben erwähnten Brennmaterialienim Jahr 1880 = 655262 Tonnen im Jahr 1899 = 1 850870 Tonnen

„ „ 1890 =1 116423 „ „ ,. 1900 = 2 057028 „

„ „ 1896 =1514 082 „ „ „ 1901 = 1868773 „