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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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diesem Gesamtquantum sollen schätzungsweise 50 °/ 0 in der In-dustrie inkl. Gasanstalten, 25 °/ 0 für Hausbrand und Heizzweckeund 25 °/ 0 durch die Transportanstalten zur Verwendung kommen,woraus man ersieht, dass den beiden soeben genannten in Glarus domizilierten Gesellschaften ein erheblicher Prozentsatz des schwei-zerischen industriellen Bedarfs durch die Hände geht. DieStein-kohlen-Consumgesellschaft Glarus, welche ihre Verbindungenüber die ganze Schweiz ausbreitete (und daneben den Verkehrmit ausländischen Kunden fast ganz aufgab) hat in der langenZeit ihres Bestehens der schweizerischen Industrie als Vermittlerund, soweit möglich, als Preisregulator treffliche Dienste geleistet;wenn auf irgend einem Gebiet, so muss auf demjenigen derKohlenversorgung die Mitwirkung einer Konsumgenossen-schaft neben der privaten Handelsthätigkeit als wünschenswertund nötig erscheinen, da bei diesen so wichtigen Hilfsstoffen keinedivergierenden Interessen unter den Konsumenten bestehen undletztere in einer solchen einen wirksamen Schutz gegen Ueber-raschungen und gegen eine allzu rücksichtslose Ausnutzung ein-tretender Konjunkturen finden. Seit dem 1889/90 eingetretenenAufschläge werden in steigendem Masse auch Steinkohlen ausdem Ruhrgebiet (soweit es sich um fette, gehaltreiche, die höhernTransportkosten ertragende Sorten handelt), sowie auch west-phälische und belgische Briquettes verfeuert, wodurch die Ab-hängigkeit von den preussisch-fiskalischen Gruben geringer ge-worden ist.*) Bei der Einführung dieser neuen Provenienzen nachder Ostschweiz haben sich jeweilen beide genannten Firmen imInteresse der Industrie kräftig bemüht.

Ueber die Wandlungen in den Preisverhältnissen derBrennmaterialien im Lande Glarus geben die untenfolgenden,nach den Geschäftsbüchern einer hiesigen Firma entworfenen vierTabellen Aufschluss.

*) Fette Ruhrkohlen übertreffen beste Saarkohlen in der Heizkraft umbeiläufig 8—10 %> sind aber auf dem Rost schwieriger zu behandeln als diese ;praktische Versuche haben erwiesen, dass Gemische beider Provenienzensehr gute Resultate geben, indem sich die verschiedenen Eigenschaften beiderergänzen und sich eine günstige Ausbeute an Dampf ergibt, während sich zu-gleich die Handhabung des Feuers auch bei starkem Betrieb leichter gestaltet,