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5. Der gute Erfolg der vorgenannten Unternehmung er-mutigte die Gemeinde Linthal , auch ihrerseits die Inangriffnahmeeines grossen Beleuchtungs- und Kraftwerkes am Fätschbachzu wagen. Am 11. Dezember 1901 mit 400 HP. in Wirksamkeitgetreten, erwies sich dasselbe schon kurze Zeit darauf als derNachfrage nicht gewachsen, weshalb gegenwärtig die Ausdehnungdesselben um weitere 600 HP. im Bau begriffen ist. Würde dasWasser des Fätschbaches schon an der Landesgrenze gefasst, sokönnten dadurch neuerdings 1200 HP. gewonnen werden.
6. Im laufenden Jahre 1902 hat auch die Gemeinde Rüti inVerbindung mit einer Hochdruck-Trinkwasserleitung öffentlicheund private elektrische Beleuchtung eingeführt und
7. Genehmigte am 30. März 1902 die Gemeinde Nieder-urnen die Errichtung eines im Minimum auf 150 HP. berech-neten Licht- und Kraftwerkes unter Nutzbarmachung des Gefällesdes Niederurner Dorfbaches und eines Reservoirs im sogen.Morgenholz.
Abgesehen von den Gemeinden Glarus und Ennenda , welchendas schon 1862 errichtete städtische Gaswerk als Licht- und Heiz-quelle zur Verfügung steht, hat die Elektrizität fast allgemein inden Fabriken als Beleuchtungsmittel Eingang gefunden, sei esvon obigen Gemeindewerken aus, sei es aus eigenen, mit Wasser-oder Dampfbetrieb ausgerüsteten Anlagen; die erste derselbenreicht bis 1886 zurück, indem sich im Februar dieses Jahres dieFirma Fröhlich, Brunnschweiler & Cie .b in Ennenda für ihre Bunt-weberei von der allzu entfernt gelegenen stadtglarnerischen Gas-fabrik emanzipierte.
Haben die durch die oben erwähnten Elektrizitätswerke ver-fügbar gewordenen Kräfte ausser als öffentliche Lichtquellen vor-zugsweise im Kleingewerbe und in schon bestehenden FabrikenVerwendung gefunden, so erwartet man dagegen von der Ausfüh-rung der grossen Projekte am Löntsch und am Sernft die imMittellande sehnlichst gewünschte Heranziehung neuer Indu--strieen. Bei letzterm sollen unter Aufwendung von l 3 / 4 Millionen
’) Auf S. 261 und 328 ist die Reihenfolge der beiden Familiennamendieser Firma irrtümlich gesetzt.