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Besserem nicht minder eifrig und nicht minder zuverlässig undbewundernswert die wissenschaftliche Kontrolle, welche den Ver-lauf der subtilen Fabrikationsprozesse verfolgt und das Einhaltender einmal festgelegten Qualitätstypen garantiert. Gegenwärtigbefassen sich in der Schweiz 7 Firmen mit der Herstellung vonTheerfarben, sowie von in letzter Linie ebenfalls dem Theer ent-stammenden synthetischen Arzneimitteln und künstlichenRiechstoffen und zwar ausnahmslos in Form von Aktienge-sellschaften. In Basel-Stadt zählt man 5 Firmen, zusammenPlatze selbst zirka 1500 Arbeiter 1 ) beschäftigend, nämlich:
1. Die „Anilinfarben- und Extraktfabriken vorm. Joh.Rud. Geigy“ A.-G., gegenwärtig in ihren zwei Etablissementenin Basel und je einer Filiale in Deutschland, Frankreich und Russ-land 21 Chemiker (darunter namentlich die Herren Dr. Tr. Sancl-meyer, Weinmann, J. Walter, H. Müller, Ch . Bis, letzterer vonGlarus ), 30 Bureau-Angestellte und 400 Arbeiter beschäftigend.Von den Neuheiten, welche die erst 1901 in die genannte Aktien-gesellschaft umgewandelte Firma Joh. Rud. Geigy & Cie. (vgl. S. 579)während den letzten 20 Jahren hervorgebracht hat, mögen folgendeerwähnt werden: 1885-—1889 die Entdeckung der Verwendbarkeitdes Formaldehyds zur rationellem Darstellung einer ganzen An-zahl schon bekannter Anilinfarben („Helvetiablau“, „Auramin“,„Neufuchsin“ etc.) und zur Gewinnung neuer (z.B. des „Chrom-violett“ eines interessanten, mit Chromsalzen zu fixierendenFarbstoffes, zu welchem sich bald darauf das „Oriolgelb“ und die„Terracotta“ und später das „Chromazonblau“ gesellten, allesGhromfarbstoffe, welche zugleich direkt-färbende Eigenschaftenaufweisen. Seither ist der Formaldehyd ein wichtiges Hilfsproduktaller Farbenfabriken geworden und wird teils von ihnen selbst,teils von gewöhnlichen chemischen Fabriken in bedeutenden Mengenhergestellt. Auf dem 1888 von der Fabrik in Höchst gebrachten,für Baumwolle besonders gut geeigneten „Patentblau“ fussend,gelangte die Fabrik Geigy in den 1890er Jahren zu neuen grünblauen
J ) Die schweizerische Fabrikstatistik vom 5. Juni 1901 gibt für die ganzeSchweiz folgende Zahlen der in chemischen Fabriken beschäftigten Arbeiter:Theerfarben 1400, andere Farben und Firnisse 216, Gewerbliche Chemikalien704, Pharmazeutisehe Präparate 152.