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setzlichkeit jener Halbfabrikate bot nun allerdings grosse Schwierig-keiten und musste in diesem Falle bei der Färberei im Grossenhäufig nicht wie bisher üblich ein Erwärmen, sondern ein Ab-kühlen durch Eis Platz greifen. Die Firma Holliday wendeteihr Verfahren anfänglich namentlich in der Garnfärberei an, brachteaber in den ersten Jahren nur ein stumpfes Rot von unange-nehmem Anfühlen zu Stande; in der Uni-Färberei von Stück-waren war Herr Carl Weber der erste, welchem es (1885) ge-lang, die neuen roten und braunen „Entwicklungsfarben“ (auch„Diazo“- oder „Eisfarben“ genannt) in schöner Reüssite auf denMarkt zu bringen. An der Pariser Ausstellung von 1889 legtesodann Horace Köchlin, bezw. das Haus Köchlin-Baumgartner inLörrach , in welchem er Chemiker-Kolorist war, nach solcher Weisegefärbte Tücher in ungefähr 20 Nuancen vor und um diese Zeit be-mächtigten sich die grossen deutschen Farbenfabriken des Gegen-standes. erfanden namentlich auch ähnliche Verfahren für blaue undschwarze Töne und arbeiteten sie in der Weise um, dass sie auch fürdie Druckerei tauglich wurden. Diese neuen Farben, besonders das„Paranitranilinrot“, haben in den Indiennesfabriken, wenigstens fürgerauhte Waren, das gefärbte Ali zarin seit 1895/96 fast ganz ver-drängt und machen demselben in neuester Zeit auch im Mouchoir-druck das Feld streitig. Ihr Vorteil gegenüber den fast gleichzeitigauftauchenden „Direktfarben“ (S. 587) besteht darin, dass sie dasAVeiss rein lassen, also in der Wäsche nicht „bluten“; anderseitshaben Jene in der Garn- und Stückfärberei wegen ihrer einfachenAnwendungsweise stetsfort an Terrain gewonnen.
Wie aus der Tabelle von S. 586 ersichtlich, hat sich dieSchweiz auf dem Gebiete der Theerfarben-Industrie eine zu ihrerGrösse recht ansehnliche Stellung zu erringen und zu erhaltengewusst. Ist auch die Organisation der schweizerischen Fabrikennicht so grossartig wie diejenige einiger deutscher Aktiengesell-schaften, welche Tausende von Arbeitern beschäftigen und dankgünstiger Frachten und billiger Kohlen auch viele Hilfs- undZwischenprodukte für eigenen und fremden Konsum herstellen,,und können Erstere nicht so grosse Summen für Musterdrucke,.Rezepte u. dgl. zur fortgesetzten Orientierung der Kunden aus-legen, so ist bei ihren Chemikern das Streben nach Neuem und
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