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Schaft umgewandelt. Spezialitäten dieser Fabrik sind das „Prune“,ein violettstichiges Grosbleu, und das grünliche „Delphinblau“, zweiwertvolie auf Chrombeize ziehende Farbstoffe; ferner verschiedeneSäure- und Direktfarben. Daneben nimmt die Fabrikation syn-thetischer Arzneimittel einen ziemlich breiten Raum ein, indemsie sich namentlich auf „Saccharin “, „Phenacetin“, „Codein“,„Gallicin“ und „Jodogallicin“ erstreckt.
5. „Basler Chemische Fabrik“, Nachfolgerin der 1893 ge-gründeten „Chemischen Fabrik Bindschedler“, in verschiedenenFarben und pharmazeutischen Produkten arbeitend.
In Basel-Land: Ferd. Petersen & Cie. in Schweizerhalle (Vgl. S. 583).
In Genf vereinigte sich 1886 die Fabrik P. Könnet & Cie.(S. 583) mit dem Hause Gilliard in Lyon zur Firma „Gilliard,P. Monnet & Cartier“ mit Hauptsitz in Lyon , welche sich 1895in die Aktiengesellschaft „Societe Chimique des Usines duRhone“ mit Stamm -Etablissementen in St.-Fons bei Lyon undLa Plaine bei Genf und Filialen in New-York und Pruzkow (Russ-land ) umwandelte. Das Unternehmen, welches seit der Konsti-tuierung das werbende Kapital von 3 auf 6 Millionen erhöht hat,beschäftigt 27 Chemiker, 3 Ingenieure und 700 Angestellte undArbeiter. Neben verschiedenen violetten und grünen Anilinfarbensind noch immer die Phtalsäure- oder Resorcinfarbstoffe (Eosin,Phloxin, Rhodamin etc.) und in neuerer Zeit auch der künstlicheIndigo eine Spezialität dieser Fabrik; daneben erzeugt dieselbeauf industriellem Fusse medizinische Antiseptika (Salicylsäureund Formaldehyd), Spezialartikel für Photographen und Zahn-ärzte, synthetische Arzneimittel (Antipyrin, Migrainine,Saccharin ), Parfuns („Rhodinol“ als Ersatz des Rosenwassers,„Heliotropine“ u.s.w.) und Essenzen für die Comestibles-Branche(Cinnamol als Ersatz des Zimmtgeistes, Vanilline, Amandol). ImEtablissement in Genf sind neben Herrn P. Monnet namentlichdie Herren F. Reverdin und Zimmermann als Chemiker thätig.