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darin, die Böden in Anilinschwarz zu drucken, nach stattgehabterQxydation zu waschen und nun das Beizen in Thonerdemordant{nebst eventuellem Druck von Aetzweiss) und das Färben in Ga-rancine folgen zu lassen. Yon 1871 an lieferten die Mouchoirs-Druckereien in Ennenda während mehreren Jahren bedeutendePosten davon nach dem östlichen Nachbarreiche.
Eine viel beschränktere Anwendung als die „Plancheplatten“fanden die S. 508 erwähnten Raye-Maschinen; zwei solcherwurden 1865 in der Fabrik Barth. Jenny & Cie. aufgestellt undkosteten zirka Fr. 2000 per Stück; eine Gypsplatte (planche deplätre) mit beidseitiger Gravüre kam auf Fr. 200, später nur nochauf Fr. 140 zu stehen. Während diese Druckmanier in dem ge-nannten Etablissement nach wenigen Jahren wieder aufgegebenwurde, hat sie sich in andern hiesigen Fabriken und zwar beson-dors für den Reserve-Indigo-Artikel (mit Gypsplatten und Gyps-walzen) längere Zeit, vereinzelt sogar bis in die Gegenwart er-halten.
Tiefgreifende Aenderungen im Betriebe und in den Artikelnbrachte dagegen die Einführung des Rouleaux-Drucks; sie vollzogsich bei der Firma Barth. Jenny & Cie. 1865 durch Aufstellung einerdreihändigen und einer vierhändigen Maschine für Mouchoirs-druck 1 ); um 1870 folgten die Herren Hefty & Tschudtp in Nieder-urnen und Martin Kubli in Netstal und später fast alle übrigen^ glarnerischen Mouchoirsfabriken nach. Jene beiden ersten Druck-maschinen kosteten zusammen Fr. 38,000 ab Manchester , inklusiveSechoirs (Tröckneplatten), jedoch ohne verschiedene accesso-rische Maschinen zum Scheren und Aufrollen der Ware; 1 kupferneDruckwalze im Gewicht von 200 engl. Pfund für 70—75 cm breiteMouchoirs kostete damals Fr. 336 (= 16 Pence per engl. Pfund)und 1 messingene im Gewicht von 180 Pfund kam auf Fr. 283. 50(= 15 Pence per engl. Pfund) zu stehen, wozu noch die Gravüremit zirka Fr. 125. —■ per Stück kam. In den ersten Jahren han-delte es sich in der genannten Fabrik hauptsächlich um zierliche
’) Es existierten zwar schon seit längerer Zeit einige Rouleaux-Masehinenim Glarnerland (ygl. S. 190 u. 340); dieselben waren jedoch, soweit demVerf.bekannt, nur für Indiennesdruck eingerichtet und standen überhaupt selten.mehr im Betriebe.