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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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hauptsächlich nur in der Breite von 75 cm) ausgingen und des-halb die Preise ohne Not successive heruntersetzten; die Glarner Fabrikanten sahen sich infolgedessen genötigt, sich auf neue, teilsschmälere, teils grössere Breiten und andere Tuchqualitäten zuverlegen und diejenigen Länder aufzusuchen, wo die englischeKonkurrenz sich weniger fühlbar machte.

Sind wir bei der bisherigen Darstellung vorwiegend der Ent-wicklung gefolgt, wie sie sich nach den Geschäftsbüchern und Ver-bindungen der Firma Barth. Jenny & Cie. vollzog, so haben wirin Beziehung auf einige andere Mouchoirs-Fabriken nachzutragen,dass um die Mitte der 1860er Jahre ein neuer illuminierterKrappartikel anfing, eine bedeutende Rolle zu spielen. Der-selbe ging von der Firma Rollfs <& Cie. in Siegfeld bei Köln aus,hiess deswegen hier „Uso Colonia“ und zeigte krappbrauneBöden, illuminiert teils mit längst bekannten Tafelfarben (Eisen-nankin oder Kreuzbeer-Orange) teils mit den neuen Dampf-Anilin-farben, wobei sich die Muster bald im Palmen- oder Cachemires-Schlag, bald in ziemlich steifen Blumen und geometrischen Orna-menten bewegten. Dieser Genre wurde nun namentlich von denFirmen Jenny & Cie. 1 ) in Ennenda -Ennetbühls und Hössly & Cie.in Blumenegg (S. 425) in ausgezeichneter Reüssite hergestellt und

•) Anschliessend an das S. 325/6 Mitgeteilte schalten wir hier noch ein,dass in der Folge bei den Geschäften dieser Firma in dem Sinne eine Tren-nung eintrat, dass Herr F. Jenny.Zwicky von 1873 an die Leitung der Spinn-und Weberei in Mollis ausschliesslich besorgte und sie 1883 auf seinealleinige Rechnung übernahm, während seine Beteiligung bei der Druckereiin Ennetbühls aufhörte. Aus derselben zog sich um dieselbe Zeit auch HerrFritz Jenny im „Hof“ zurück, indem er durch seinen Sohn, Herr Daniel Jenny-Triimpy ersetzt wurde. 1887 nahm sodann Herr Cosinus Jenny seinen Aus-tritt, indem er sich von dieser Zeit an nur noch seinen grossen Geschäftenim Vorarlberg und Tyrol iS. 320 Anm. 1) widmete; 1899 ergriff er sodann alsHauptbeteiligter die Initiative zur Gründung einer grossen Baumwoll-Spinnereiund -Weberei in Russland (Firma: Aktiengesellschaft der Moskauer Textil-Manufactur mit kommerziellem Sitz in St. Gallen lind Fabriken in Serpuchow ■und einer andern benachbarten Stadt und einem Aktienkapital von 5 Mill.Franken). Wir fügen bei, dass schon ein Jahr zuvor sich eine ähnliche Aktien-gesellschaft mit 3*/a Mill. Franken Kapital und Sitz in Zürich ( Aktiengesell-schaft für russische Baumwoll-Industrie) konstituiert hatte, bei welcher nebenZürcher auch Glarner Kapitalisten beteiligt sind.