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Auch in der Baumwolldruckerei ist England für die Massenproduk-tion weitaus am besten eingerichtet. Es arbeiten in Grossbritannien 912Druckmaschinen; wenn in voller Thätigkeit, so beschäftigt jede dieserMaschinen durchschnittlich 4 Walzen, also ein Total von 3,648 Walzen.Man rechnet jede Maschine bedürfe zur Arbeit und Reserve ca. 150 Walzen..Die Zahl der in England dem Druckgeschäfte zur Disposition stehendenWalzen würde mithin die enorme Zahl von ca. 136,800 Stück betragen.
Die Quantität der von England gelieferten Druckwaaren übersteigtalle gewöhnlichen Begriffe; es gibt verschiedene Fabriken in Manchester und Glasgow , von denen jede Einzelne per Jahr über 500,000 Stückeä 50 Yards liefert. Die Ware wird nach allen Himmelsgegenden exportirt undalle aussereuropäischen Länder fast ausschliesslich von England versorgt.
Die englischen Druckereien arbeiten sehr stark im Lohn, sie er-halten das rohe Tuch und übernehmen dessen Verarbeitung. Es gibt Etablisse-mente mit 6—8 Druckmaschinen, welche ausschliesslich auf Faeon arbeitenund den einzelnen Häusern bestimmte Muster reservieren. Für ein- undzweihändige Indienne bezahlt man von Fr. 7. 50 bis Fr. 10 per 50 Yards;-also 15—20 Cts. per Yard für Brennen, Bleichen, Drucken und Appret ;für 4—6händige Waare bezahlt man Fr. 11 bis Fr. 12.50.
Die Druckereien in der Umgebung von Manchester liefern dieDruckwaaren auf den schweren Stollen; Glasgow macht die feineren,leichteren Artikel und hat sich schon seit Jahren grosse Mühe gegeben,ein der Miilhauser Waare ebenbürtiges Fabrikat zu erzielen; sie habensehr grosse Fortschritte gemacht, allein immer noch fehlt ein gewisses Etwasim Druck, Appret und Aufmachung, woran Glasgow sofort zu erkennen ist.
Die Ausstellung war blos von der grössten Firma im DruckfachePotter in Manchester beschickt; dieselbe arbeitet mit 42 Druckmaschinenund produzirt per Jahr mindestens eine Million Stücke ä 50 Yards.
Nach England nimmt puncto Quantität das Eisass die zweite Stelle •im Druckfache ein, dagegen in Bezug auf Qualität und Geschmack weit-aus die erste.
Wie aus S. 613/8 u. 606 ersichtlich hatten sich eine Anzahl derGlarner Mouchoirs-Fabrikanten schon seit Ende der 1860er Jahredaran gemacht, den Ausfall in den überseeischen und orientali-schen Absatzgebieten durch intensive Bearbeitung der europäischenLänder mit ihren höhern Ansprüchen in Bezug auf Geschmackder Dessins, Sauberkeit des Druckes, Ausrüstung etc. zu decken,,was nun noch allgemeiner und in vermehrtem Masse geschah.Als sich von 1879/80 an erfreuliche Erfolge dieser Bestrebungenzeigten, dauerte es nicht lange, so trat die ungemein rasch empor-wachsende Rouleaux-Druckerei Italiens hindernd in den Weg-und beschränkte den Absatz in diesem bis dahin noch immer sehr-