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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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War, wie schon oben bemerkt, die Lage der Glarner Mou-choirs-Druckereien gegen das Jahr 1892 durchaus keine rosige,so mochte sie doch hoffen, sich unter Aufbietung aller Kräfteauch weiter durchzuschlagen. Es sollte jedoch anders kommen,da der Abschluss der neuen Handelsverträge in Bezug auf dieBaumwoll-Industrie auf ganz besondere Schwierigkeiten stiess; in-folgedessen war es teils nicht möglich, die Interessen der Druckereizu wahren, teils wurden sie zu Gunsten anderer mächtigererIndustrien geopfert. Der in Handdruckartikeln sehr rege Ver-kehr mit Spanien hörte mit einem Schlage auf, da die bezüg-lichen Zölle des spanischen Generaltarifs ungefähr 60 °/ 0 vom Werterreichten und auch diejenigen des neuen, mit dem 1. Januar 1894in Kraft tretenden Vertrages mindestens 50% vom Wert aus-machen, während gleichzeitig der Wechselkurs, welcher bisher sichnur wenige Prozent unter pari bewegt hatte, nun in Sprüngen,und zwar zeitweise bis 20 %, zurückging. — Portugal , nachwelchem Pariser Kommissionäre nicht unbedeutende Geschäfte inGlarner Handdruck-Artikeln gemacht hatten, schloss überhauptkeinen neuen Vertrag mit der Schweiz und sah seinen Wechselkurszeitweise sogar bis 40 °/ 0 unter pari sinken. Die Rouleau-Druckereierlitt von Frankreich her eine nicht wieder zu ersetzende Einbusse,da die Zölle des 1892er Generaltarifs je nach Farben und Tuch-qualitäten das 2 V 2 —Bfache der alten Ansätze repräsentierten. Auchder neue Vertrag vom 25. Juli 1895 vermochte keine durchgreifendeBesserung mehr zu bringen, indem die darin etwas ermässigten An-sätze bei den Glarner Druckwaren noch immer einem Wertzoll von.25—30 % gleichkommen und somit höher sind als wie sie Wollen-und Seidenwebstoffe, Baumwollstickereien u. s. w. gewöhnlich zuüberwinden haben. In den gleichen Genres ist auf dieser Basiseine Konkurrenz mit dem Inland in der Regel nicht mehr mög-lich und auch in den Spezialartikeln macht sich ein übermässiger,hauptsächlich den Importeur belastender Preisdruck bemerkbar.In dem Hinweis, dass diese abwehrende Haltung hauptsächlichgegen den englischen Import gerichtet war, lag ein sehr faden-scheiniger Trost, da die auch mit den Tarifverträgen vei'bundene„Meistbegünstigungsklausel“ eine zukünftige Abhilfe nahezu aus-schliesst. Die kleinen Verbesserungen, welche die neuen Verträge