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J. Hanhart-Solivo in Dietikon (S. 487).
Sequin & Cie. in Uznach , 1827 als Garnfärberei gegründet,schon nach zwei Jahren umgewandelt in Stückfärbereiund -Druckerei, welch’ letztere 1845 wieder aufgegebenwurde.*)
H. de Joh. Eürlimann in Rapperswil (S. 483 Anmerk. 1).
Wie schon bemerkt, hatten bisher die umständlichen Oelungs-und Avivierungsprozesse durch die Einführung des künstlichenAlizarins keine wesentlichen Vereinfachungen erlitten 1 2 ); dies än-derte sich nun plötzlich, als die von Horace Köchlin gemachtenBeobachtungen und Neuerungen allgemeiner bekannt wurden. Der-selbe hatte, als er 1864 nach WesserJing kam, die Herstellungund Anwendung wasserlöslicher „Sulfo-0eisäuren“ zu gewissenZwecken schon vorgefunden 3 ); sein Verdienst ist es hingegen, er-kannt zu haben, dass dieselben, sowie das Dämpfen der ge-ölten Waren erst in Verbindung mit dem künstlichen Alizarinihre Bestimmung, im alten Türkischrotprozess eine Revolutionhervorzubringen, erfüllen konnten. — Ungefähr gleichzeitig alsKöchlin den Beizendruck-Alizarinfärbeartikel (S. 610) schuf,erfand er auch ein oder wahrscheinlich zwei wesentlich abge-kürzte Verfahren für Uni-Türkischrotfärberei. Ein am 9. Juni
1 ) Nach Dr. H. Wartmann wurden die Einrichtungen in den 1860erJahren derart erweitert, dass damit jährlich bis zu 80,000 Stück ä 24 armesrotgefärbt werden konnten. Gegenwärtig wird diese Färberei von HerrnGottfried Hofmann betrieben.
2 ) Der alte Türkischrot-Stückfärbereiprozess wickelte sich, nach gefl.Mitteilung der Herren Tschudi & Cie., noch im Jahr 1873 in folgenden Opera-tionen ab: S e c h t e n (Entschlichten), Waschen, Trocknen, zwei O e 1 b e i z e n(mit Oxydation am Schatten in der Lufthänge) in Verbindung mit 4 (früher 6)„Lauterbeizen“ (sehr verdünnte Lauge), Waschen, Trocknen, Alaunen,Trocknen, Kreidlen, Waschen, Trocknen, Färben (3 Stunden in Krapp undSumach, früher mit Zusatz von Blut), Trocknen, Avi vieren unter Druck,Waschen, Trocknen; Uni-Ware schliesslich noch „Säuerlen“ (in sehr ver-dünnter Salzsäure) oder „Felden“ (auf die Wiesen auslegen). Hier fehlt alsodas „Gallieren“ und wurde lediglich heim Färben Sumach zugesetzt. Mitder Einführung des künstlichen Alizarins fing man an, den Gehalt an Chemi-kalien hei den verschiedenen Beizen zu verringern und auch die Zahl dieserOperationen etwas zu beschneiden.
s ) Vgl. S. 609.