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In dem genauen, von der 1871er Drucker-Vereinigung (S. 630)festgestellten Tarif der Fatjon-Preise fanden sich in den Breitenvon 5/4 bis 14/4 folgende Türkischrot-Artikel aufgeführt:
Gewöhnliche, ein- und zweiseitig gedruckt, mit Weiss oderGelb; Rotböden mit Weiss und Schwarz ; ariilinschwarze Bödenmit rotem oder schwarzem Rand; Cachemires und ähnliche Artikelmit weissen, schwarzen, gelben, blauen (grünen), auch braunen undvioletten Illuminationsfarben; breite Möbel-Decken und Teppiche(Tapis und Portieres), Croise Chäles und „Gheffies“ oder „Coffias“mit roten Wollfransen; schmale 1—Sfarbige Indiennes; Fichus(Kindertüchel); abgepasste Artikel für Hinterindien (Sarongs, Slen-dangs, Pagnes, Tjendees).
Glarnerische Yasmas-Druckerei von 1860—1900. Nach denso überaus günstigen Konjunkturen zur Zeit des Krimkrieges(S. 438) hatte sich gegen das Jahr 1860 im Yasmasartikel eineziemliche Flauheit eingestellt, als der amerikanische Bürgerkriegdas Geschäft von Neuem belebte, teils durch die überall eintretendeKnappheit an Baumwollwaren, teils weil die in verschiedenentürkischen Ländern nun in grösserm Maßstabe gepflegte Baum-wollkultur viel Geld ins Land brachte. Es gab da Zeiten, wo inder grössten Fabrik (Firma Joh. Heer in Glarus , S. 354) Wocheum Woche 1800—2000 Stück ä 75 aunes in die Wascherei undAusrüsterei gelangten und wo somit der Jahresumsatz bis gegen100,000 Stück stieg, darunter allerdings viel leichte Mousseline-Ware 1 ). Ueber die intensive Krisis, die Ende der 1860er Jahre,.
von Calicots (für die namentlich im Kanton Zürich vertretene Uni-rot- und Indiennes-fabrika.tion) stetsfort eine gesonderte Stellung ein. Da sich nämlich das Verständnis fürdie ursprüngliche Bezeichnung ,,6/8“ bald verlor, ging man frühzeitig dazu über, dafür,,5|4“ zu setzen, welcher Brauch sich dann in der Türkischrotfärberei fast bis in dieGegenwart erhielt. Bei den breiten Indiennes rechnete man in der Regel nach den über-haupt sonst allgemein üblichen Mouchoirs-Vierteln. In teilweiser Berichtigung vonAnmerk. 1 S. 260 müssen wir nur noch bemerken, dass so lange man in den Glarner 'Mouchoirsfabriken schmale Indiennes druckte, man sich ebenfalls jener Bezeichnung,,5/4“ bediente (wie beispielsweise auf S. 274 oben ersichtlich) und dass infolge dessenüberhaupt bei den 50— 00 cm breiten Waren die Bezeichnung 5/4, 5 1 j 2 /4 und 6/4 nicht ge-nau auseinander gehalten wurden. Dass die Bezeichnung ,,5|4“ für roh 24 franz. Zolloder 65 cm eine durchaus uneigentliche war, erhellt schon daraus, dass sie, verglichenmit den bei den hohem Breiten üblichen Massbezeichnungen, eine kleinere Breite,als wie sie wirklich vorhanden war, bedeutete, während ja sonst bekanntlichstets eher das Gegenteil der Fall ist.
*) Um diese Zeit war Konstantinopel weitaus der wichtigsteHandelsplatz, indem derselbe um 1870 (nach zollamtlichen Aufzeichnungen>jährlich allein zirka 4700 Kisten glarnerischer Yasmasartikel im Wert von.durchschnittlich Fr. 760 per Kiste aufnahm, während man 1887 kaum noch1700 Kisten im Wert von zirka Fr. 400 per Kiste zählte.