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teils durch die allgemeinen Marktverhältnisse, teils durch die Ein-führung des Doppeldrucks sich einstellte, haben wir S. 541 u. ff.ausführlich berichtet. Das Haus Luchsinger & Streiff in Ober-urnen , welches sich nie recht mit dem Doppeldruck vertraut ge-macht hatte, sah sich 1870 nach dem Tode des S. 417 erwähntenGemeinderat Joh. Rudolf Luchsinger *) veranlasst den Betrieb auf-.zugeben. Als sich dann die Arbeiterzahl in den Yasmas-Druckereienden neuen Verhältnissen entsprechend vermindert hatte, kamenwieder etwas günstigere Zeiten. Eine besondere Förderung em-pfing der Yasmas-Artikel durch die neuen künstlichen Farb-stoffe, da sich dieselben für Handruck sehr gut eigneten unddie Orientalen ausserordentlichen Gefallen fanden an den feurigenFarbentönen, die man sonst wohl in der Blumenwelt bewundert-hatte, die aber in den Druckgeweben etwas bisher Niedagewesenesbedeuteten. Da seither auf diesem Gebiet eine Entdeckung dieandere abgelöst hat, ist dieser Born für neue Farbenkombinationen
>) Sein Sohn gleichen Namens, welcher am 18. Juni 1835 in Triest geboren wurde, sass dann in der Sekundarschule Glarus mit dem spätemGrossindustriellen Heinrich Heer (S. 488) auf der gleichen Schulbank, wo•diese beiden Seif made man wohl bereits ihre Zukunftspläne schmiedeten.Herr Luchsinger zeigte (nach Nr. 113 der „N. Zürch. Ztg.“ 1898) schon frühe■aussergewöhnliche Geistesgaben, verbunden mit einem unwiderstehlichenDrange, sich in der Welt aus eigener Initiative sein Glück zu suchen. Diesveranlasste ihn, sich schon als 17jährigen Jüngling nach Brasilien einzu-schiffen (wohin sich vor Jahren ein naher Verwandter von ihm begeben hatte).Sein Eifer und seine Talente verschafften ihm nicht nur eine Stelle in einemgrossen Handelshause in Rio Grande do Sul , sondern trugen ihm in dem-selben schon 1854 die Prokura und später die aktive Beteiligung ein. Nach-dem er sich inzwischen mit der Tochter eines dort ansässigen deutschenKaufmanns vermählt hatte, etablierte er sich 1865 in der genannten Stadtauf eigene Rechnung und brachte dieses neue Import- und Exportgeschäftzu hoher Blüte, errichtete auch eine Zweigniederlassung in Porto Alegre und wurde mit dem Amt eines schweizerischen Konsuls betraut. 1872siedelte er mit seiner Familie nach Zürich (Utoquai) über, die Geschäfts-führung in Brasilien tüchtigen Mitarbeitern, zu welchen etwas später auchseine 3 Söhne zählten, überlassend. Die Oberleitung, besonders die Einkäufeder aus Europa zu beziehenden Waren, behielt Konsul Luchsinger in seinenHänden und machte auch die Seereise nach Südamerika noch zehnmal, biser im April 1898 vom Schauplatz seiner umfangreichen Thätigkeit durch den"Tod abgerufen wurde.