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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Holzen und Wildheusammel'n zu beschäftigen; man beobachtetedies auch an der Zunahme der dörflichen, im Sommer auf die Ge-meindeweiden angewiesenen Ziegenheerden, die in den frühem gün-stigen Zeiten im Mittellande stark zusammengeschmolzen waren.

Im Uebrigen entwickelten die Yasmas-Fabrikanten eine ver-blüffende Findigkeit, die fortwährenden Abschläge zu paralysierendurch grösste Oekonomie auf der ganzen Linie, Verringerung derBreite und Fadenzahl der Gewebe, verstärkte Unquadratur derMuster, Vereinfachungen in der Stechereiund Vervollkommnung desmehrfachen Druckes, in welcher Richtung es schliesslich gelang,Mydoubles-Gewebe dreifach zu drucken, was man früher nicht fürmöglich gehalten hätte. Auch kam man immer mehr dazu, ingewissen Genres die Farben nur noch zu dämpfen, aber nicht mehrzu waschen, was bedeutende Ersparnisse an Farbstoff und Hand-arbeit ermöglichte und wobei die Farben sich als sehr lebhaft undlichtecht erwiesen. Die „Wasserscheu“ solcher Produkte wogallerdings die Vorteile bis zu einem gewissen Grade wieder auf,wenn schon „Regensommer“ nach Art der hieländischen in dentürkischen Ländern nicht bekannt sind; gerade in neuerer Zeit,sollen aus jenem Grunde die gewaschenen Tücher der Fabrikenvon Beirut, Smyrna und Konstantinopel , in welchen hauptsäch-lich Armenier arbeiten, an Beliebtheit gewonnen haben; auch dasschutzzöllnerisch gewordene Griechenland deckt einen grossen Teilseiner Bedürfnisse an Druckwaren durch eigene Fabriken. DieZolltarif- Aenderungen der Schweiz um 1890 brachten für dieYasmas-Fabrikanten neues Ungemach; da die Mehrzahl derselbennämlich, oft wie man sagte, um einer minimen Differenz willen,sich mehr und mehr englicher Rohtücher bedienten, setzte derschweizerische Spinner-, Zwirner- und Weberverein in der h. Bundes-versammlung eine bedeutende Zollerhöhung für die hauptsächlich,in Betracht fallenden Rohgewebe durch. Von den bis dahin gelten-den schweizerischen Einfuhrzöllen (für eine Gewichtseinheit von100 Kilos) mögen folgende angeführt sein:

Baumwollgewebe, rohe glatte oder geköperte bisund mit 38 Fäden (Zettel und Schuss zusammen-genommen) auf 5 mm im Geviert, mit Ausnahmeder Gewebe aus Garn No. 70 engl, oder feinemNummern.Fr. 8. —-