Genres bereichert; immerhin können diese auf die persönlichenEigenschaften der Inhaber und zum kleinen Teil auch auf die ört-lich günstige Lage des Etablissements zurückzuführenden Erfolgeüber die allgemeine Lage der Zeugdruckerei in der Schweiz nichthinwegtäuschen.
Glarnerische Battickdruckerei 1860 1900. Als erste erwähnens-werte Neuerung in dieser Periode begegnet uns 1860/1 der Ver-such der Firma Egid. v. Egid. Trümpy 1 ) in Glarus , in ihremBattickfabrikat die S. 450 erwähnten „Wachsadern“ zu erzeugen.Das Verfahren bestand darin, dass anstatt einer chemischen Re-serve (S. 55) nun ähnlich wie bei den Native-Produkten eineWachsfarbe, durch Zusammenschmelzen von Colophonium,Wachs, Unschlitt, Pfeifenerde und Terpentin bereitet und in er-wärmten Kupferchassis flüssig erhalten, mit den gewöhnlichenDruckmodeln aufgetragen und die Stücke, wie S. 451 angegeben,vor der Indigoküpenfärberei zerknittert wurden. Dieser anfäng-lich von dem Mülhauser Koloristen Schulz (welcher sich übrigens■nur kurze Zeit in Glarus auf hielt) geleiteten Versuche wird auchim glarnerischen Fabrikinspektionsbericht von 1864/5 gedacht.Dasselbe Verfahren war in Holland zu den gleichen Zwecken schonseit längerer Zeit d. h. wahrscheinlich seit man dort überhauptBattick-Imitationen erstellt, üblich, wobei sich namentlich dieFirma Previnaire & Cie. (S. 456) ausgezeichnet haben soll. InGlarus fand man, dass man dabei der vielen Umständlichkeitenwegen nicht auf die Rechnung komme und gab es daher nach•einigen Jahren wieder auf. Sehr lebensfähig erwies sich dagegeneine andere Neuerung, die ebenfalls von der Fabrik Egid. v. Egid.Trümpy ausging und damals, wie man dem Verf. versicherte, inHolland nicht oder nur in anderer, ein minderwertiges Produktliefernder Weise bekannt war. 1863/4 gelang es nämlich demTJnterkoloristen Frid. Hösly von Glarus und dem Hauptkoloristenund Associe Eimer x ) bei den in Garancine gefärbten Battick-Rot- und
J ) Nach dem Austritt von Herrn Christoph Trümpy (S. 326) verwandelte•sich die alte Firma „Egidius Trümpy & Cie.“ in „Egid. v. Egid. Trümpy“ undblieben bei derselben beteiligt: Herr Ratsherr Egidius Trümpy „im Herren-weg“, 1827—1883 (Sohn des Egidius) und Major Egidius Trümpy geb. 1834 (Sohn