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Katechuböden den bei den Javanern so beliebten Fluss (S. 450>durch einen Kunstgriff hervorzubringen. Derselbe bestand im Wesent-lichen darin, dass die Tücher nach dem Druck der Beizenfarbenfeucht gedämpft oder noch besser durch ein schwach angesäuertes.Wasserbad genommen und rasch wieder getrocknet wurden, wo-bei ein leichtes Ausfliessen der Farben stattfand. Ein damals in.der gleichen Fabrik thätiger Chemiker Hey der soll das Verfahrenalsdann schon 1864 nach Holland verpflanzt haben. Hier hatteman um dieselbe Zeit, jedoch mit durchaus ungenügendem undunregelmässigem Erfolg, versucht, den gleichen Effekt durch denDruck der Beizenfarben auf die sehr stark angefeuchteten Tücherzu erzeugen; dasselbe wurde auch von einzelnen glarnerischenFabriken versucht, bevor sie der oben skizzierten Arbeitsweiseauf den Grund gekommen waren. Im Laufe der nächsten Jahre-gelang Kolorist Eimer ein neuer Fortschritt, indem er durch Bei-mischung von Thonerdesalzen zur anilinschwarzen Druckfarbe und'entsprechender Nachbehandlung schwarze Figuren, Picots etc^mit rotem Fluss erzeugte. Auch dieser „andersfarbige Fluss“ fandbei den Eingebornen grossen Beifall, da die Tücher dadurch denim Lande selbst erzeugten noch ähnlicher wurden; beide Neue-rungen haben zur gedeihlichen Entwicklung und Konkurrenzfähig-keit der glarnerischen Battickfabriken sehr wesentlich beigetragenund sind nun übrigens schon längst Gemeingut aller glarnerischenund holländischen Battickdruckereien geworden.
In einer ganz andern Richtung bewegten sich die Fortschritte-der Firma Gebrüder Blumer & Cie. (S. 344) in Schwanden..Deren Anteilhaber, Herr Peter Blumer-Zweifel, machte nämlich,um 1867 die von ihm in der Folge in England und Frankreich patentierte Entdeckung, dass, wenn man im Lightfoot’schen Aniiin-
des Jägerhauptmann Jakob), welche von 1860—1874 noch ihren Koloristen,..Hauptmann Jakob Eimer von Niederurnen, welcher vorher in mehrerenFabriken, so auch in Rouen , Anstellungen bekleidet hatte, als Anteilbaberin die Societät aufnahmen. 1873 verbanden sich die beiden Herren Trümpymit den Herren Andreas Streiff (früher in der Druckerei Luchsinger & Streiffin Oberurnen) und Oberst Vögeli in Zürich zur Gründung der Chappe-sp inner ei in Tiefenstein, Grossherzogtum Baden . Nach dem Hinschiedvon Ratsherr Egidius blieb dessen Familie bei den Geschäften beteiligt undänderte sich später der Firmaname wieder in „Egidius Trümpy & Cie.“