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dem gleichzeitig dadurch den Türkischrotdruckereien die ent-sprechenden „Schärpenartikel“ (S. 687) grösstenteils aus der Handgenommen wurden. Die letzterwähnte Fabrik nahm von 1878 anauch die eingangs berührte Wachsdruckerei 1 ) wieder auf undbehielt sie für gewisse Spezialitäten bis 1881 bei, um welche Zeites ihr gelang durch ein weniger teures Verfahren beinahe ebensoschöne Wachsadern-Effekte zu erzeugen, so dass sie darin auchjetzt noch sich eines wohlbegründeten Rufes erfreut.
Im Anfang der 1880er Jahre machte der glarnerische Battick-artikel eine ziemlich intensive Krisis durch, teils wegen der Schwan-kungen des Silberkurses und schlechten Ernten in den Absatz-ländern, mehr aber weil die inländische Fabrikation, besondersdas S. 447 charakterisierte „Tjap-Gewerbe“ unter Benutzung eng-lischer Rohgewebe einen bemerkenswerten Aufschwung nahm; da-neben war nach wie vor die scharfe Konkurrenz der günstig gelegenenund sehr leistungsfähigen holländischen Fabriken auszuhaltenund rissen die Engländer die Erstellung der Kinder-Sarongs so-wie der „Kain pandjangs“ (S. 453) und anderer nicht abgepassterTücher grösstenteils an sich, indem sie den Markt mit billigerRouleau-Ware überschwemmten. Neben Einhaltung der grösstenOekonomie in der Fabrikation verhalten die neu-auftauchendenFarbstoffe der Alizarin-Reihe (S. 585) und andere neue solide Theer-farbstoffe den Glarnern dazu, das zum Teil verlorene Feld wie-der zurückzuerobern, indem sie jene zu bisher noch nicht ge-sehenen, interessanten „Flusseffekten“ benutzten. Solche habenden dortigen Geschmack sehr wohl getroffen, während es denEingebornen unmöglich ist, sie in ebenbürtiger Weise nachzu-ahmen. Alle 4 glarnerischen Fabriken leisten in diesen viel Detail insich schliessenden Spezialitäten Schönes und Originelles; in beson-derm Masse dürfte dies gegenwärtig bei der Firma C.&J. Luchsinger& Cie. zutreffen, welche auch mit schönen neuen Wachsadern-
') Seit 1890 haben einige niederländische Maler und seit einiger Zeitauch Damen der gebildeten Stände Hollands begonnen, die javanische Wachs-malerei mittelst des „Tjantings“ (S. 446) samt der dazu nötigen Färberei alsUebung der Kunst oder des Kunsthandwerks aufzunehmen und damit Luxus-arbeiten von eigenartigem Reiz, teils zu praktischer Verwendung und teilsfür Kunstliebhaber, zu schaffen.