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Appenzell ) gefehlt. Dagegen erschienen von Seite des „kauf-männischen Direktoriums“ in St. Gallen ab und zu interessanteindustrie-statistische Veröffentlichungen und als dann 1864/65Glarus mit einer so eingehenden Fabrikstatistik auf den Plantrat, wie man es sich sonst höchstens in England gewöhnt war,da machte sich immer mehr das Bedürfnis zu einer allgemeinschweizerischen Darstellung fühlbar. Den Anlass dazu boten be-sonders die Weltausstellungen und einen solchen Versuchmachte vorerst Prof. Bolley im Anschluss an diejenige von Paris im Jahr 1867. Noch viel mehr Materialien standen dem selbstmitten im industriellen Leben stehenden Herrn Jakob Steiger-Meyer in Herisau zu Gebote, welcher dieselben als Mitglied der Jury derWiener Weltausstellung von 1873 zu einer höchst wertvollenSchilderung der Textil- und speziell der Baumwoll-Industrie in derSchweiz verarbeitete. Ausser den schon S. 628 gemachten Aus-zügen heben wir daraus noch folgende, die Baumwolle betreffendeAngaben hervor, indem wir betonen, dass auch hier mangels einereinheitlich durchgeführten offiziellen Statistik noch mit erheblichenFehlergrenzen gerechnet werden musste:
Spindelzahl 1872 in der Schweiz : 2,060,000 (gegenüber1,600,000 im Jahr 1866). Mechanische Webstühle: 19—20,000,wovon zirka 5000 auf die Buntweberei entfielen; daneben be-schäftigte letztere noch eine bedeutende, damals nicht gezählteMenge Handwebstühle, während solche in der Weisswebereinur noch zur Herstellung von Plattstich-, Fagonnes- und höchstfeinen Mousselines-Geweben in Anwendung standen; im Jahr 1866hatte man in der Schweiz 18,000 mechanische und 42,500Hand-stühle gezählt, von welch’ letztem 16,000 der Buntweberei an-gehörten. Am Schlüsse heisst es, dass in den Schweiz . Baum-wollfabriken das Anlagekapital auf 200 Millionen und das Be-triebskapital auf 100 Millionen Franken geschätzt werden dürfeund dass sich (1873) die Produktionswerte ungefähr wie folgtverteilten: Spinnerei und Zwirnerei 90 Millionen; mechanische
b Diese Zahl muss dem unbefangenen Beobachter als eine ausser-ordentlich hohe erscheinen; bekanntlich müssen Enqueten, welche sich aufhausindustrielle Verhältnisse beziehen, mit sehr grossen Fehlergrenzenrechnen.