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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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(Söhne des Heinrich) überging, gründete Herr Jakob Schiesser (geh.1848 als Sohn des Jost) in Radolfzell , G-rossherzogtum Baden,eine Wirkwarenfabrik, welche mit der Zeit eine bedeutendeAusdehnung erlangte. Ueberhaupt ist zu konstatieren, dass diemeisten auswärtigen Gründungen von Glarnern gut gediehen; zu■den Ausnahmen zählt namentlich die in den 1890er Jahren er-folgte Uebernahme und der Ausbau einer grossen Wolltuchmanu-faktur in Buhusi (Rumänien ), welche Unternehmung in der Folgegänzlich scheiterte.

Zu Tab. IX. Gegenüber der Statistik von 1888 haben wir dieerfreuliche Thatsache zu konstatieren, dass die schöne Industrieder mechanischen Seidenstoff-Weberei nun auch in Glarus festenFuss gefasst hat und mit 3 Etablissementen (Firmen Staub & Cie.in Oberurnen, Gebrüder Egger in Filzbach und A. Grob in Ob-stalden) vertreten ist; sodann treffen wir weiter als für Glarus neue Erwerbszweige: 1 Teppichweberei (Firma D. & D. Dinnerin Ennenda ) und 1 Strickerei oder Tricotwarenfabrik (FirmaHeinrich Zingg in Mollis ), zu welchen seither noch ein der letztemähnliches Geschäft (mechanische Strumpfstrickerei der Firma Becker& Zingg in Luchsingen) getreten ist. Das erste unter diesen sechsEtablissementen, nun überhaupt schon zu den grossem im LandeGlarus zählend, wurde 1892 von Herrn J. Staub-Huber von Horgen gegründet, indem derselbe die seit mehr als 20 Jahren still ge-standene Druckfabrik in Oberurnen (S. 638) ankaufte und darinnach grossen Umbauten eine mechanische Seidenstoffweberei■mit Wasser- und Dampfbetrieb eröffnete, welche gegenwärtig 280Webstühle zur Erstellung von „Taffetas“, „Merveilleux“, „Luxors“,„Surah“ u. s.w. in „noir“ und „couleurs “ enthält, ca. 300 ArbeiternFabrikverdienst gibt und noch zirka 50 Personen zu Hause mit■dem sog. Putzen der abgewobenen Stücke beschäftigt. Die Firma,welche sich seit dem schon 1896 erfolgten Tode des Stifters in„Staub & Cie.“ verwandelt hat (Inhaber: die Herren Karl Staub-Schärer Sohn, und Albert Schürer), arbeitet fast ausschliesslich■ ä fagon; die jährliche Produktion eines mechanischen Webstuhlsmag sich in obigen Stoffen auf 3000 Meter im Brutto-Verkaufs-wert von Fr. 10,000 belaufen. — Aus der Rubrik „Hausarbeiter“-lässt sich der Schluss ziehen, dass auch die Seiden-Handweberei