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Ascodrvtae — ’Asjojsis Ypacpnup
Aexte von gleicher Form findet man aufheidnischen Denkmälern ( Mazocchi de A.43), sowie auf einem ravennatischen Monu-mente, von welchem aber ungewiss ist, obes christlichen oder heidnischen Ursprungssei ( Murätori N. Th. 536).
Andere Aexte dagegen sind, anstatt imstumpfen Winkel auszubiegen, bogenförmiggekrümmt, wovon Murätori (Sopra l’A. Diss.Cort. II 133, Tav. 4), sowie eine aus demjüdischen Coemeterium in der Vigna Cimarrabei S. Sebastian herrührende Sculptur Bei-spiele bieten. In beiden Gestalten war dieA. gleich geeignet zur Ausgrabung derGänge und Grabkammern, denn die mitderselben abgeschnittenen Wände wurdensenkrecht, ohne dass es nöthig war, dieerste Arbeit nachbessernd wieder zu durch-gehen.
Wenn jedoch die Tufschichten härter wa-ren und in die Tufa litoide übergingen, be-durfte man einer stärkern A., um die Massezu durchbrechen. In diesem Falle gebrauchteman die Brechaxt (dolabra), welche we-niger gebogen war, statt der breiten Schneideeine Spitze hatte und mit langem Stiel ver-sehen war, um mit grösserer Kraft geschwun-gen werden zu können.
Mit dieser Brechaxt sind die Fossores beiihrer Arbeit dargestellt, wie sie den Tufwegbrechen (de Rossi R. S. II, tav. 18);ebenso halten sie dieselbe in der Hand oderauf den Schultern, als Kennzeichen ihresBerufes, auf Gemälden, welche zur Aus-schmückung der Cubicula gemacht wurdenund auf denen sie zuweilen ruhend darge-stellt werden (a. a. 0. tav. 17). Einen lan-gen Stiel hatte .auch eine andere Axt mitsehr breitem Eisen, welche zum Spalten desTufs diente. Solche findet man auf den vonBosio angeführten Bildern (R. S. 335, 339)in der Hand der Fossores. Da diese Axtzum Brechen des harten Gesteins ungeeig-net erscheint, so glaube ich wegen derBreite des Eisens und der Schneide, dasssie nicht bloss bei Ausgrabung weicherSchichten diente, sondern hauptsächlich zurVerebnung und Glättung jener Unebenhei-ten und Furchen, welche die Ascia fossoriaund die Spitze der Brechaxt an den Ge-wölben der Gänge und Grabkammern zu-rückliessen. Wie uns der Augenschein über-zeugt, sind jene Gewölbe mit grossem Fleisseausgeführt und geglättet, wozu ein Eisenmit breiter Schneide und längerem Stieleerforderlich war, um vom Boden aus dieseArbeit auszuführen. Spuren von der Asciafossoria und der Dolabra finden sich nochin jedem Theile der Katakomben, indemdie Zeichen, welche die Fossores beim Aus-graben derselben im Tufe anbrachten, sichbis jetzt erhalten haben.
Viel seltener sind dagegen die Spuren
dieser Werkzeuge in den Arenarien undPozzolanschichten. Da ihre Oberfläche wenigFestigkeit und Consistenz hat, so schält siesich fortwährend ab und kann daher dieempfangenen Eindrücke nicht lange bewah-ren. Ihre ganz verschiedene Beschaffenheiterforderte auch zur Aushöhlung derselbenein anderes geeigneteres Werkzeug. Einesolche Ascia , von durchaus verschiedenerGestalt als die bisher besprochenen, fandStevenson in einem christlichen Coemeteriuman der fünften Miglie der Via latina (vgl.de Rossi Bull. 1876, 153). Da nämlichjene kleine Begräbnissstätte ganz in einerSandschicht ausgehöhlt war, wurden dieGänge wegen der leichten Zerreibbarkeitdes Materials ganz mit Sand angefüllt ge-funden, der von dem Gewölbe und denWänden sich abgelöst hatte. Unter diesemSande fand sich eine Ascia, die ohne Zweifelzur Ausgrabung gedient hatte. Sie unter-scheidet sich von der gewöhnlichen Asciafossoria und der Dolabra, indem der Vorder-theil, der der Länge nach in einem Bogensich erweitert, mit einer von zwei halb-runden Spitzen begrenzten bogenförmigenSchneide endigt.
In solcher Weise war sie geeignet, mitbreitem Schnitte und in grossen Blätternsowol den Sand wie die Pozzolana loszu-machen, zusammenzubringen und aufzuliäu-fen. Sie hat viele Aehnlichkeit mit denvon Murätori (a. a. 0. n. 5 und N. Th. 535)beschriebenen, nur dass diese in scharfe,jene in abgerundete Spitzen auslaufen.
Die Verschiedenheit in der Form all’ die-ser Werkzeuge, welche in gleicher Weiseden christlichen Fossores beim Ausgrabender Katakomben dienten, zeigt somit deut-lich, dass sie der verschiedenen Beschaffen-heit des Bodens und Gesteines, die sie zubrechen und zu zerstückeln bestimmt waren,entsprachen und dass die A. in jeder Ge-stalt als Kennzeichen des Berufes der Fos-sores angesehen und daher auf ihren Grä-bern eingehauen und auf den Decorations-bildern der von ihnen ausgegrabenen Grab-kammern gemalt wurde. bruzza.
ASCODRVTAE, eine gnostische Secte,welche weder Taufe noch Abendmahl bei-behielt, sondern jene Sacramente durch dieErkenntniss ersetzte: . . . sTvat Ss vrjv teXeicxvduroXoTpojaiv tt)v dXr)firj xoü ovto? iittYVuxjiv.Theodoret. de Fabul. haeret. lib. I, c. 10.
ASINARII, s. Spottnamen, Esel.
A2KH2I2 l'PAddKl I nennt Palladius Hist.Lausiac . c. 14 die wissenschaftliche Beschäf-tigung im Gegensatz zu der Handarbeit,wie man sie den in dem Xenodochium auf-genommenen Fremden Seitens der nitrischenMönche zugab; Gäste, welche sich durch