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Erster Band. A - H.
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Ä'JxrjTirjpiov — Aspersion.

Handarbeit nützlich machten oder dieser im..'(pa'pr/.r, oblagen, konnten zwei oder dreiJahre in dem Xenodochium verweilen.

ASKHTHPION, griechischer Ausdruck fürKloster, im Lateinischen häufig verdorbenin archisterium, architerium, arcisterium,architrium, assisterium, acistarium, aciste-rium, ascysterium (s. Ducange ).

ASflASTlKOS OIKO- = salutatorium (s.d. A.).

ASPERGILLUM, der Sprengwedel ausHyssop (vgl. Ps. 51), mit welchem z. B. derBischof nach dem Sacr. Gregor, bei Ein-weihung einer Kirche siebenmal den Altarbesprengte. In der französischen Kirchegebrauchte man dafür später einen Fuchs-schwanz, wie aus dem t. goupil = vul-picula hervorgeht (s. Ducange ).

ASPERSION. Wie die johanneische, sogeschah ursprünglich auch die christlicheTaufe durch Untertauchung der ganzen Per-son, welche Sitte bis tief ins MA. hineindie gewöhnliche blieb (cfr. Thom. Summ,div. III 66, a. 7). Doch machten Umständevon besonderer Wichtigkeit, wie Krankheit,Mangel an hinreichendem Wasser, oder eineallzu grosse Anzahl der zu Taufenden u.s. w. hier Ausnahmen nöthig, und nach-weislich war auch die Spendung der Taufedurch Aufgiossen (perfusio) oder Bespren-gen (aspersio) frühzeitig im Gebrauch. WennTertullian dem unbussfertigen Katechume-nen zuruft: ,wer wird dich auch nur miteinem Tropfen Wasser besprengen (dePoenit. c. 6), und berichtet, nach Einigenwären die Apostel getauft worden, als sieim Schifflein von den Wellen besprengtwurden (de Bapt. c. 12), so deutet er hin-länglich an, dass man damals sogar in Fäl-len, wo das Untertauchen möglich war, dieA. für genügend hielt. Dem Berichte überNovatian, der, ,weil man ihn dem Todenahe glaubte, in dom Bette selbst, in wel-chem er lag, durch Aufgiessung (irsptyofkis)die Taufe empfing 1 , fügt der hl. Corneliusallerdings die Bemerkung hinzu: ,wenn manüberhaupt sagen kann, dass ein solcherdie Taufe empfangen 1 (ap. Eus. II. e. VI43); aber sowol die Form des hier geheg-ten Zweifels als auch was jener Aeusserungvorhergeht wie nachfolgt, machen es un-bestritten , dass’ hier nicht die objectiveTaufhandlung, sondern die Disposition desEmpfängers in Frage gestellt wird. Nachaltchristlicher Auffassung wurde die Neu-schöpfung durch Taufe und Firmung voll-zogen; da aber Novatian letztere verschmäht,so gab er der Vcrmutliung Raum, dass erauch erstere nicht mit gehöriger Dispositionempfangen. Uebrigcns konnte Cornelius un-

möglich bezweifeln, was er nahezu seiteinem halben Jahrhundert auf den callisti-nischen Bildern dargestellt sah, auf denennämlich ein nackter Knabe, der kaum bis ansKnie untergetaucht ist, die Taufe empfing,indem ein Mann den ganzen Körper mitWasser begiesst {Kraus B. S. 2. A. Fig. 52 b).Also selbst bildlich wird uns in gar früherZeit die Taufe durch Begiessung vorge-führt, und doch wäre die Art durch Unter-tauchung ebenso leicht darstellbar gewesen.

Bemerkenswerth ist der vom hl. Cyprian zum Austrag dieser Frage gelieferte Bei-trag. Beachten wir vorerst die ihm zurLösung vorgelegte Frage: ,sind die, welchewährend einer Krankheit die G n a d e Got-tes erlangen, für rechtmässige Christenzu halten, obgleich sie nicht durch das heil-same Wasser gewaschen (loti), sondernbegossen (perfusi) worden sind? 1 Offen-bar geht aus der Fassung der Frage her-vor, dass hier kein Zweifel obwaltet überden Empfang der göttlichen Gnade, son-dern bloss darüber, ob solche für vollstän-dige Christen zu erachten seien. Dem ent-sprechend war auch die Antwort: man dürfe,in keiner Hinsicht die göttlichen Wohltha-ten verstümmeln oder verkürzen . . .Denn nicht so wird im heilsamen Sacra-mente die Befleckung der Sünde abgewa-schen , wie im fleischlichen und irdischenBad die Haut und der Körper von Schmutzgereinigt wird, so dass Schaumsalpeter undnebst (len übrigen Hülfsmitteln, womit mandas Körperchen abwascht, eine Badwanneund ein Wasserbehälter nöthig wäre. An-ders wird die Brust des Gläubigen abge-waschen, anders der Sinn des Menschendurch die Verdienste des Glaubens gerei-nigt. Bei dem heilbringenden Sacramentgiebt, wenn die Noth es fordert und Gottseine Gnade verleiht, die göttliche GüteAlles auf kürzerem Wege. Es bleibt sichgleich, ob die Kranken, wenn sie die Gnadedes Herrn erlangen, besprengt oderbegossen werden, da (nach Ez. 36, 25. 26;Num. 19, 8. 12. 13; Is. 8, 5—9) auch dieBesprengung denselben Vorzug wie das heil-same Bad haben kann 4 (Ep. 69, c. 12).Aus der Widerlegung eines Einwandes, denman liiegegen erhob, geht ferner hervor,dass hier der Zweifel nicht dem wirklichenEmpfang der Taufgnade galt. Aus demUmstande nämlich, dass die also Getauften,Kliniker 1 hiessen, dürfe man nicht schliessen,als hätten ,sie zwar die Gnade des Herrn,aber doch in einem kleinern und geringemMasse empfangen, und als wären sie wolals Christen, aber den übrigen doch nichtgleich zu achten 1 . Am entschiedensten istaber zuletzt noch folgende Rücksicht. Mandürfte höchstens behaupten, die Klinikerhätten gar nichts empfangen und müssten