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Erster Band. A - H.
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Basilika.

ctante Romana,‘ sagt Hieronymus , ,ante diempaschae in basilica quondam Laterani, quiCaesariano truncatus est gladio, staret inordine poenitentium 1 (vgl. Tac. Ann. XI 30,36; XIII 11; XV 49, 50). Die Mutter-kirche des Abendlandes entstand somit auseiner Haus-B. Ebenso stimme ich Mess-mer bei betr. der Stelle des AmmianusMarcellinus XXVit 3: et in concertationesuperavit Damasus (über Ursinus) . . . con-statque in basilica Sicinini, ubi ritus Chri-stiani est conventiculum, uno die CXXXVIIcadavera peremptorum reperta (vgl. Mess-mers Erörterung der Stelle gegen Zester-mann, in s. II. Abh. 218). Aller Wahr-scheinlichkeit nach ist aus dieser BasilicaSicinini die spätere Liberiana, jetzt S. Ma-ria maggiore entstanden (s. de Rossi Bull.1871, 19—21). Vermuthlicli haben die be-reits von Messmer S. 220 erwähnten Basili-ken in Africa denselben Ursprung aus einerHaus-B., so die des Faustus (Comm. in XL.Serm. S. August. Sirmond. I 343; MorcelliAfr. Christ., Brix. 1817, II ad a. 303, 377,

1; III 33), die Basilica Celerinae, die Leon-tiana, Florentii, Gratiani, Theodosii, die B.bei Babour (IHn. Anton, ed. Parthey et Fin-der 1848, 17; Wesseling 40; Tab. Peuting.Diadumene; vgl. Shaw Reisen, Lpz. 1765,Taf. 32), das Caesareum zu Alexandrien (basilica Caesarea). Epip/i. Ilaer. 69, n. 2;Socr. VII 15; Ambros. Ep. 29 ad Theodos.

3) Die Gestalt dieser Privatbasi-liken näherte sich vermuthlicli derUrform der forensen B., wie siedie Porcia ergiebt, ist indessen zuwenig festgestellt, um den sichernSchluss zu erlauben, dass die christ-liche B. der constantinischen Zeitunmittelbar aus ihr entstanden sei.Reber hat in seiner verdienstvollen Abhand-lung, Mitth. der k. k. CentralcommissionXIV 46 f., die über die vier voraugustei-schen Basiliken Roms, die Porcia (185 v.Chr.), die Fulvia (Aemilia), die Semproniaund die Opimia, spärlich erhaltenen Nach-richten zusammengestellt und den beträcht-lichen Unterschied derselben von den fo-rensen Basiliken der Kaiserzeit nachgewie-sen. Die Porcia gewinnt darnach in seinerReconstruction folgende Gestalt: sie bildetein mit der Schmalseite nach dem Forumzu liegendes Obiongum, mit Vorhalle undapsidalen Ausbeugungen der dem Eingangentgegengesetzten Schmalseite. Die Um-fassung besteht aus massivem Mauerwerk,das Innere ist durch eine Säulenstellunggegliedert, welche wieder einen oblongenRaum umschliesst; in dieser Säulenreiheist die unmittelbar vor der Apsis stehendeSäule diejenige, welche die Volkstribunenentfernt wissen wollten, was den Wider-spruch und das erste öffentliche Auftreten

des jüngern Cato hervorrief ( Plut. Cat. min. 5).In dem Plane der Volkstribunen findet Re-ber bereits jenen Fortschritt ausgesprochen,den die christliche B. darstellt, die Unter-brechung der ringsum geführten Neben-räume zu Gunsten der Apsis, die Umbil-dung in die eigentliche Mehrschiffigkeit desGanzen durch eine lediglich nach einerRichtung ausgeführte Parallelgliederung.

Es ist nun bereits von Stockbauer a. a.O. 43 mit Recht hervorgehoben worden,dass, wenn man von den ältesten Kirchenrückwärts schliessen darf, die Verbindungder Mittelschiffmauern bez. 'deren Säulen-stellungen mit den Umfassungsmauern dervordem Frontseite nicht immer in der vonReber angenommenen Weise stattgefundenzu haben scheint, wenn nämlich die Apsisüber die Fluchtlinien der mittleren Säulen-stellungen hinausgriff. Stockbauer meintweiter, das unter Constantin so markirt auf-trotende Querschiff weise auf eine ständigeund lange Gewohnheit hin, vor der Apsissich eine die Richtung der Langschiffe durch-schneidende Bauanlage zu denken. BeideArgumente sprechen mehr, als sich Stock-bauer eingestellt, gegen die völlige Identi-ficirung der Privat-B. mit der Porcia, bez.gegen die voreilige Ableitung der christ-lichen B. von jener.

Nur eine in ihrer ehemaligen Gestalt mitSicherheit nachgewiesene Privat-B. hat sicherhalten. Zwar giebt Canina Via Appia tav. 32 noch den Grundriss einer solchen inder Villa der Quinctilior, und Edifizi di Romatav. 305 eine andere neben der palatinischenCasa d’Augusto. Jener Grundriss (reproducirtbei Stockbauer Taf. 1 2 ) zeigt ein Oblongummit Apsis, in der Frontseite Vorhalle, im In-nern zwei Säulenreihen, und würde ja dem-nach vollkommen dem einfachsten Schemader constantinischen christlichen B. entspre-chen; aber es erheben sich gegen die Zu-verlässigkeit desselben gegründete Zweifel.Ferner liefert ein pompejanisches Wand-gemälde (Gell and Gandy Pompejana, pl.60 = Guhl & Koner Leben d. Griechen u.Römer, Fig. 393, S. 439, 2. Aufi.) dieAnsicht einer am Meere gelegenen Villa,in deren Vordergrund ein Bau steht, dessenüberhöhter Mittelraum zu beiden Seiten vonviel breiteren Portiken ftankirt ist. EineApsis scheint derselbe nicht zu haben. In-dessen ist der basilikale Charakter des Ge-bäudes und die Zuverlässigkeit der Malerei,bez. ihr Verhältnis« zur Wirklichkeit zuunsicher, um irgend einen Schluss auf siezu gründen. Als Privat-B. eines römischenHauses kann mit Gewissheit nur die 1862aufgedeckto sog. Basilica fovis neben derFlavischen Domus auf dem Palatin gelten.Sie hatte an der westlichen Schmalseite einehalbkreisförmige Tribuna, welche durch