Bischof.
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gustinm a. a. 0. auch ausgeübt. Bekanntist auch die Intercession des hl. Martin vonTours für die gefangenen Priseillianisten. Pie |Bischöfe hatten, um dies Recht auszuüben,nach Cod. Theodos. App. c. 13 freien Zutrittzu den Kerkern. Eingeschränkt wurde das-selbe durch Theoderich Edict. c. 14, im Ost-reich durch Cod. Theodos. IX. tit. XL. cc.16, 17, lustinian. I. tit. IV de Ep. aud.
2) Schutz der Waisen, W i 11 w e n,überhaupt der Hülfsbedürftigen:Ambros, de Offic. II 29; August. Ep. 252(al. 217); Serm. 176, 2; Hieron. ad Geront.;Concil. Sardic. c. 7; Aurel. II. a. 549, c. 2und oft. Ein in grossartigem Massstabe vonden Bischöfen der alten Kirche und beson-ders von Gregor d. Gr. geübtes Recht. Da-mit hing auch dasjenige der Sklaven-freilassung ( Conc. Agath. a. 506, c. 7)und des Schutzes der Freigelassenen zu-sammen (eb. c. 29 u. a.). Vgl. Thomassin.II, III 87.
3) Eine Art von Aufsichtsrecht selbstüber die Staatsbeamten glaubt Haddan Dic-tionary 237 aus Conc. Arelat. a. 304, c. 7herauszulesen: ,de praesidibus qui fidelesad praesidatum praesiliunt, placuit ut cumpromoti fuerint, litteras accipiant ecclesia-sticas communicatorias, ita tarnen, ut inquibuscumque locis gesserint, ab episcopoeiusdem loci cura de illis agatur: ut cumcoeperint contra disciplinam publicam agere,tum clemum a communione excludantur; si-militer et de bis qui rem publicam agerevolunt.' Auch Baronius ad a. 314, n. 57meinte, die Synode habe mit ihrem c. 7Schismatiker und Häretiker von öffentlichenAemtern ausgeschlossen. So lagen aber im•I. 314 die Dinge noch nicht,«dass ein Con-cil sich Derartiges beifallen lassen konnte.Iiefele CG. 1 208 f. hat die richtige Deu-tung des Kanons gegeben. Das Concil zuElvira a. 306, c. 56 hatte durch den Be-schluss : ,magistratus uno anno quo agitduumviratum prohihendum placet ut se ahecolesia cohibeat 1 ( llefele a. a. 0. 181) denDuumvirn in weiser Absicht aufgegeben,sich während des Jahres ihrer Amtsführungder Communion und der Theilnahme an derLiturgie zu enthalten, da diese Beamten inden nächsten Contact mit heidnischem Cultkamen. Diese Praxis wird in dem Can. 7des Arelatense gemildert: die Gefahr poly-theistischer Befleckung ist seit ConstantinsSieg geringer, die Beamten sollen also zurCommunion zuzulassen sein und nur davonausgeschlossen werden, falls sie (durch po-sitiv polytheistische Acte) sich gegen diekirchliche Disciplin verfehlen. Weiter be-i’utt sich Iluddan a. a. O. aut Cyrill vonAlexandrien und dessen Verhältniss zu demj raefectus augustalis, Orestes , als auf einenBeweis für das Aufsichtsrecht der Bischöfe
über hohe Staatsbeamte. Allein in Alexan-drien lagen die Dinge ganz anders. DerEpiskopat war dort mit Theophilus , demsein Neffe Cyrill folgte, in die Hände einerder reichsten und mächtigsten Adelsfamiliengekommen, und der natürliche Einfluss desB.s dadurch und durch die HerrschsuchtTheophils wie seines Nachfolgers in einerWeise gesteigert worden, dass selbst einPraefectus augustalis hinter ihm zurück-stehen musste. Ein ganz ähnliches Verhält-niss zeigte sich in dem Kampfe des Synesiusmit dem Präfecten Andronicus (vgl. KrausStud. über Synes. v. Kyrene : theol. Quar-talsehr. 1865 u. 1866). Wenn Greg. Naz.Or. 17 den Suvasvat und «p^ovtss erklärt:
6 TG U XplUTOÜ VOp.0? U-Ot(&7]<71V UfAaC tvj Ip.fi
SuvaaTötoc -/.al Tip spup ßppaTt, so lässt sichdas auch auf die kirchliche Stellung derBeamten, die als Gläubige unter dem B.stehen, beziehen. Das christliche Alter-thum ist von der Anmassung freizusprechen,welche dem B. und selbst demjenigen von1 Rom irgend ein directes Recht der Beauf-sichtigung oder der Oberleitung gegenüberden Staatsbeamten oder Fürsten zuspricht.Werden Conc. Tolet. III. a. 589, c. 18 dieBischöfe prospectores qualiter iudices cumpopulo agant genannt (vgl. Tolet. IV. a. 633,c. 32), so stand ihnen dieses Inspectionsrechtin Folge ihrer anerkannten Stellung alsProtectoren aller Armen und Hülfsbedürf-tigen zu. Vgl. noch Cod. lustin. I. IV 26.Nov. VIII 9, LXXX 1, 4, CXXVIII 23.
4) Immunitär (s. d. A.). Mit dersel-ben hing auch das Vorrecht zusammen,w r elches die Bischöfe von der Pflicht derZeugenschaft eximirte: Conc. Chalced. act.11; Cod. Iustin. I. tit. III de Ep. et Cleric.1. 7. Nov. CXXIII 7; Nomocan. tit. IX.c. 27; Cod. Theodos. lib. XI. tit. XXXIXde fiele testim. 1. 8. Vgl. Bingham VII(II) 1. Schon ein freilich verdächtiges tlieo-dosisches Gesetz {Cod. Theodos. XVI. tit.XII de Episc. audient. 1. 1) stellt das ein-fache Zcugniss des B.s über den Eid An-derer , was im MA. noch viel mehr galt.Ebenso galt gegen ihn weder das Zeugnisseines Häretikers, noch das eines einfachenChristen (Can. Apost. 74), falls nicht be-sonderes Ansehen der Person für letztemsprach (Conc. Chalced. c. 21). Die aposto-lischen Canones (c. 47) sprechen über denUrheber einer falschen Anklage gegen einenB. die Excommunication aus. was das Con-cil zu Elvira 306 c. 75 auch auf Priesterund Diakonen ausdehnt.
X. Beschränkungen waren dem B.allezeit auferlegt, einmal in Bezug auf diegeschlechtlichen Verhältnisse durch die un-bedingte Verpflichtung zum Cölibat (s. d.A.j, dann in Bezug auf seinen Besitz.Er konnte nur über das testamentarisch