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Erster Band. A - H.
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Christophori — Ciborium.

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heidenchristliche Gemeinde und zwarin einer viel grossem und auffälligem Ab-lösung vom Judenthum , als dies sonst injudenchristlichen Gemeinden der Fall war,die man nur als eine Secte des Judenthumsansah. In Antiochien traten die Gläubigenzuerst als eine geschlossene, selbständigeGesellschaft auf, und es war daher ganznatürlich, dass die Römer, welche nachAntiochien den Sitz der Provinzialverwal-tung verlegt hatten, der neuen Religions-gesellschaft auch einen neuen Namen ga-ben. Dies war der in seiner mittelst anusabgeleiteten Sprossform schon auf römischeAbstammung hinweisende Name C. DieRömer bildeten diesen Namen ähnlich wieihre politischen Parteinamen Pompeiani,Caesariani, Herodiani etc., weil sie den Na-men Christus nur als nomen proprium auf-fassten , während derselbe nach Lact. Devera sap. 1. IY, e. 7 ,nuncupatio potestatiset rcgni 1 ist. Der Name C., ursprünglichohne verächtlichen Nebenbegriff, verbrei-tete sich bald unter den Christen ( Ignat.Ep. ad Magn. c. 4; Ad Polyc. c. 7; Tert.Apol. c. 3 etc.) und unter den Heiden, wiebei Tacü. Annal. 1. XV, c. 44 und Sueton .In Neron . c. Iß, bei letzteren allerdingsschon in jenem verächtlichen Sinne, in wel-chem später allgemein in der HeidenweltName und Sache der Christen aufgefasstwurden. Diese selbst aber betrachteten ihrenneuen Namen als Ehrennamen, und unterdie Gründe, warum die Kirche von Antio-chien bei den Christen in so grossem An-sehen stand, zählte man stets auch dieT hat Sache, dass von dorther die Christenheitihren Namen erhalten hat. Bei den Heidenkommen für Christus und Christiani auchdie Benennungen ,Chrestus‘ und ,Chrestiani‘vor ( Sueton . In Claud. c. 25; Tertull. Apol.c - 3). Der Grund lag ursprünglich in einersprachlichen Verwechslung, insoferne manals Stammwort -/prpTfjs statt /pi'siv annahm,was um so leichter möglich war, als r; perItaeismum wie i lautete. Sah man dabeiau f die gute Bedeutung von -/p-rp-o; =Wacker, bieder, trefflich, so lag in dieserVerwechslung nichts Verfängliches, aberfehlt nicht an Andeutungen bei denKirchenschriftstellern (vgl. Tertull. 1 . c.),dass mit der verkehrten Aussprache theil-weise eine böswillige Absicht zu Grundej a g, da ‘/pT]aTc>c in seiner schlimmen Noben-edeutung von ,einfältig, dumm, gemein 1aulgefasst werden konnte. — Ueber Chri-stiani auf einem Graffitto von Pompeji s.d * A - Pompeji. khüi.l.

CHRISTOPHORI Messen die Christidie Märtyrer in dem Briefe des B. 1bei Em. II. e. YHL 10 , wie sie auctpopoi genannt wurden (s. Acta s.

Real-Encyklopaäie.

bei Grabe Spicil. II 10). Vgl. Clem. Alex.Strom. VII 748. Augusti Hdb. I 121 leitetaus dieser Allegorie die Legende von demRiesen Christophorus ab, der vor sei-ner Bekehrung n. E. Reprobus, n. A. Onu-phrius oder Onufrus hiess, und verweistdafür auf J. A. Pqfinger De invocatione s.Christophori etc., Tubing. 1748, 4°. Sieheindessen über den historischen Charakterdes allerdings durch die Phantasie des MA.s(nicht ohne Einwirkung der germanischenMythologie, Grimm Mythol. 3. A. 496, 509)zum wunderbaren Riesen aufgeschossenenMärtyrers Act. SS. Boll. 25. Iul.; SchrödlFreib. Kirchenlex. II 515 f.

CHRISTUS, s. Jesus Christus .

CHRISTUSBILBER, s. Jesus Christus .

CHRISTUSFESTE, s. Feste.

XP0N1TAI nennt der Arianer Aetius dieKatholiken, um das seiner Meinung nachbevorstehende baldige Verschwinden ihrerLehrmeinung auszudrücken. Athanas. DeTrinit. Dial. IL Opp. cd. Par. II 193,al. 495.

CIBORIUM. I. Dieses Wort wird bald inVerbindung gebracht mit dem arabischenqa’b, Gefäss, Becher, bald mit dem hebräi-schen käbär — kebarim, Grab, bald mitdem lateinischen cibus, Speise; mit grösse-rer Zuversicht kann es hergeleitet werdenvon dem griechischen xtßüfpiov. So heisstbei Athenaeus Deipnosoph. 1. III die Frucht-hülse der Pflanze '/.o/.ov.dcuov, welche in denSümpfen Aegyptens wächst und die Lotos-blume hervorbringt. Weil diese Frucht-hülse becherförmig gestTtet war, so er-klärt Athenaeus kurzweg: ,C. ist eine ArtBecher 1 . In dieser Bedeutung finden wirdasselbe Wort auch bei Horat. Carm. 1. Hod. 7, und aus Hin. Nat. hist. XXI 51 er-fahren wir, die Aegypter hätten selbst zu-sammengeflochtene Blätter der Colocasia zu.Trinkbechern verwendet. Es lag nun sehrnahe, diesen Namen C. auf jenen Ueberbauzu übertragen, welcher in Form eines Tem-pels (Monopteros) oder Thurmes die christ-lichen Altäre überdeckte und in einer Kuppelendete, welche einem Becher nicht unähn-lich war. Gleichbedeutend damit ist va(i<u-to«, v.tßtuTtov, Kiste, v. 07 -/ 7 ]. Muschel, wjp-pc,Thurm, TpouXÄiov, Kelle; im Lateinischensteht dafür ciborium, cymborium, umbellum,uinbraculum, coopertorium, tegimen, tegu-rium, tecuarium, turris, laquearium, arca.Ordo Rom. X; Goar. Euchol. 12; SuiceriThesaur. eccl. II 100.

Frühe]- wurde schon angeführt (s. Arco-solium), dass über heidnischen Göttersta-tuen und wiederum über einzelnen Grä-bern der Katakomben eine Bedachung sich

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