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Coemeterium.
es bietet in der Form der Sarkophage grosseAehnlichkeit mit Iulia Concordia; hier fandsich die schöne Inschrift des burgundischenPrinzen: HARIYLFYS PROTECTOR DO-MESTICYS . . . REGALIS GENTIS BVR-GVNDIONVM, s. Kraus Jahrb. d. Vereinsv. Alterthumsfr. i. Rh. 1877, LXI 86.
12) Altchristliche Begräbnissstätten inKöln . Auf dem Martinsfelde, wie bei S.Gereon, in der Severinstrasse und bei S.Ursula kamen Skelette zum Yorschein, dieman mit den Märtyrern der thebaischenLegion und den ,11 000 Jungfrauen 1 der hl.Ursula in Verbindung brachte. Braun Ueberdie theb. Legion, Bonn 1855; Floss in Asch-bachs Kirchenlex. IV 1102; Kessel S. Ur-sula u. ihre Gesellsch., Köln 1863; de Buckin Act. SS. Boll. Oct. IX 169; Le BlantI 466; Kraus Beitr. z. Trierischen Arch.u. Gesch. I 46; Stein III. Ursula, Köln 1879.
13) Ueber Gräberfunde in Africa (Car-thago) s. Boldetti 622. Ueber das Coe-meterium von C h e r c h e 1 (Caesarea in Mau-retanien ) s. de Rossi Bull. 1864, 28 f.; Re-nier Inscr. de l’Alg. n. 4029 f.
14) C. in Antiochien , erwähnt vonHieron. De sacr. eccl.: ,extra portam Daph-niticam in coemeterio 4 . Boldetti 620.
15) C. bei Eumenia in Phrygien , vonHamilton entdeckt; Denkmal von fünf Mär-tyrern des 3.—4. Jahrh. Kirchhoff Corp.Inscr. gr. IV. n. 9266; Cavedoni Opusc.relig. e lett. di Modena, 1860, 176; de RossiBull. 1874, 32.
16) Wichtige Nekropolen in Centralsy-rien s. de Vogue Syrie centr. pl. 70 f. kraus.
COEMETERIUM (v.o ([j.r ; xf l ptov). Wenn schondie Heiden den Schlaf imaginem mortis ge-nannt hatten ( Cicero I Tuscul. 38) und derTod von ihren Dichtern als nox perpetuauna dormienda ( Catull . Y ad Lesbiam) undals perpetuus sopor ( Horat. od. lib. I 24)bezeichnet worden war, so lag dem Sprach-gebrauche der Christen, welche in demGlauben an die Auferstehung des Fleischesden Tod als eine vorübergehende Zeit derRuhe erkannten, die Bezeichnung des Todesals eines Schlafes, welche ja auch in derhl. Schrift (Dan. 12, 2; Is. 14, 8; Ez. 31,18; Bar. 6, 7; Marc. 5, 39; Joh. 11, 11;I Tim. 4, 12) ihnen begegnete, um so nä-her. Daher die auf den Grabschriften derersten christlichen Jahrhunderte schon sohäufigen Formeln: dormit, dormitio, insomno pacis, depositio, depositus, quiescitu. s. w.; daher auch die schon bei Tertul-lian (De anima c. 41) vorkommende Be-zeichnung Coemeterium, Schlafstätte für diechristlichen Begräbnissstätten (wofür in demEpitaph des Märtyrers Ilippolytus Cubile(de Rossi R. S. in 194, 427), während die-ses Wort in. dem heidnischen Sprachge-
brauch ein Schlafzimmer bedeutete. ZuRom und überhaupt im lateinischen Sprach-gebrauch der Christen heisst C. der ganzeBegräbnissplatz, mochte derselbe, wie dierömischen Katakomben, ein unterirdischeroder ein zu Tage liegender sein; die Sy-nonyma crypta, arenarium, crypta arena-ria, area, horius, a ic V) X a i o v bezeichnen dieverschiedenen Arten der Coemeterien. Cry-pta bezeichnet zunächst den einzelnen Gangin dem unterirdischen C., nicht die einzelneGrabkammer (M. St. de Rossi Anal. geol.23 lf.; R. S. I gegen die Ansicht von MarchiMonum. primit. 107), als synonym mit C.— wahrscheinlich im Plural — erscheintes in der Inschrift Paschalis’ I in S. Pras-sede: IN COEMETERIIS SEY CRYPTIS.Während die römische Bezeichnung des C.als Cryptae zeigt, dass dort die christlichenBegräbnissplätze von Anfang an vorzugs-weise unterirdische waren, weist der NameArea (s. Area), der besonders in Africa häufigwar (de Rossi Bull. 1864, 27, 28, 60—62;Ser. sec. 1871, 84, 111; 1873, 80—82), dassdort die Begräbnissplätze meist offen zuTage lagen. Aus Tertullian (Ad Scapulamc. 3) ersieht man, dass dieser Name auchvon den Heiden zur Bezeichnung der christ-lichen Friedhöfe gebraucht wurde: sicutsub Ililarione praeside, cum de arcis sepul-turarum nostrarum acclamassent: areae nonsint; areae ipsorum non fuerunt. Messesenim suas non egerunt. Auch in Mailand war seit dem Entstehen der dortigen Kircheder christliche Friedhof unter offenem Him-mel in horto Philippi (de Rossi Bull. 1864,29—30). — In Griechenland und inden griechischen Inschriften bezeichnet *oi-p.r)xV)piov das einzelne Grab (Corp. inscr.Graec. 9228, 9304—6, 9310—16, 9439—40,9450; Bull, dell’ Ist. di corr. arch. 1860, 95,n. 6, 7; R. S. IH 428; so auch auf zweijüdischen Steinen Attica’s, ebend.). So wirdauch in einer zweisprachigen, griechischenund lateinischen, Inschrift in dem griechi-schen Texte das Grab IvTMUTllPlONgenannt(de Rossi R. S. I 83). In einer griechischenInschrift, die aber von einem Einwohnereines der vielen Laodicea seiner Frau zu Rom gewidmet wurde, erhielt darum auch derSarkophag selbst den Namen C.: K01M1I-TI1PI0N T0YT0 QKTABIAAI1 TU IAIAFYNAIKI AAYK1C (Aringhi R. S. I 5). EineInschrift aus Africa: COEMETER1A GEN-TIS LEPIDORVM (Regnier Inscr. de l’Al-gerie n. 2031; de Rossi R. S. 1 85), dieüber der Thüre eines Familienbegräbnissesgestanden hatte, ist vielleicht nicht christ-lich und bildet in diesem Falle einen Be-weis — bisher den einzigen —, dass mFolge des allgemeinen Sprachgebrauches derChristen das Wort C. im Sinne von Be-gräbnissplatz auch von Heiden adoptirt wor-