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Erster Band. A - H.
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Collecta — Colosseum.

confabulatio) genannt werden, quod descripturis divinis aliis conferentibus inter-rogationes, conferunt alii congruas respon-siones, et sic quae diu latuerant occulta,conferentibus patefiunt perspicua. AelmlichSonor. Aug. II 63. Die Regula s. Bene-dicti c. 42 verfügt: mox ut surrexerint acoena, sedeant omnes in unum, et legat unuscollationes vel vitas Patrum, aut certe ali-quid quod aedificet audientes. Ygl. Reg.s. Isidori c. 8 und andere Belege bei Du-cange i. v. Das verbreitetste Handbuch fürdiese Lesungen waren die Collationes desAbtes Job. Cassianus. — Yon der Ver-bindung der C. mit der Abendmahlzeit inden Klöstern gewann dann im MA. letztereebenfalls diese Bezeichnung. Vgl. Ducange.

COLLECTA, s. Statio n. 3.

COLLYRIDIANER, eine Secte, welchenach Epiph. Ilaer. LXXVIII. n. 23 undLXXIX sich wesentlich durch einen über-triebenen Cultus der hl. Maria und durchZulassung von Weibern zu priesterliclienFunctionen charakterisirte ('/.cd sic ovop.a xrjcayiac irapdsvoo u~sp xo pixpov xi itsipaaflaizat ßXaasp^pup Lrr/sipsTv Trpa-j'p.axi, zal sic ovop.aaöxvjc ispoup 7 siv öid pvaizuiv. Ygl. BinghamI 351.

COLOBIUM, s. Kleidung.

COLOSSEUM in Rom , das Theatrum Fla-vianum, von Vespasian und Titus gebaut,im J. 80 inaugu-rirt (beistehendeFig. 109giebt eineInaugurationsme-daille; vgl. CohenMonn. imp. I 359;Marangoni An-fitr. Fl., Fronti-spiz). Woher dasflavische Amphi-theater den Na-men C. hat, istcontrovers; zuerst!

tritt diese Bezeichnung im 9. Jahrh. auf(Lib. Pontif. Vit. Stephani IV. I, n. 224,273). Da nach Martials Zeugniss das Am-phitheater sich da erhob, wo ehemals mit-ten in den stagna Neronis die Colossal-statue dieses Kaisers gestanden, so wärenach den Einen der Name dieses Colossusauf das Amphitheater übergegangen (soJordan Topogr. Roms II 510), während An-dere sich darauf berufen, dass in Italien imMA. überhaupt die Amphitheater Colossagenannt wurden, so die von Capua, Florenz ,Verona . Vgl. Friedländer Sittengesch. RomsII 540, 3. Aufl.

Marangoni (Anfiteätro Flaviano) und ihmfolgend Marligny haben ein grosses Ver-zeichniss christlicher Märtyrer entworfen,welche im C. zu Rom den Thieren vor-geworfen worden seien. Es sind von Igna-tius von Antiochien angefangen: der Feld-herr Eustachius mit seiner Familie (20. Sept.)unter Traian , die Jungfrau Martina unterAlexander Sever (sic!), die Jungfrau Ta-tiana in den Zeiten Ulpians, Prisca (271),265 Soldaten unter Claudius II , die hhl.Symphorianus, Olympius, Theodulus, Exu-perius unter Valerian und Gallienus , Abdonund Sennen (s. d. A.), der Senator lulius,der B. Alexander, Marinus, Sohn eines Se-nators (284), Potitus (168), der illyrische B.Eleutherus (unter Hadrian ), die hhl. Vitus,Modestus und Crescentia (unter Diocletian ),Daria, die Braut des Chrysantlius, Alma-chius oder Telemachus. Indessen beruhendiese Angaben sämmtlich auf den Angabender zum Tlieil apokryphen, jum Theil sehrspäten Martyreracten, und sind alle im Ein-zelnen erst kritisch zu prüfen. Soviel stehtfest, dass das C. die Ilinrichtungsstätte ge-wiss zahlreicher, wol der meisten römischenMärtyrer war; sie wurden, da sie meistwehrlos den Bestien vorgeworfen wurden,erst gegen Ende der Spiele vorgeführt, wiedies die Acta s. Ignatii und Polycarpi an-deuten, und zwar wol neben der Ara desIuppiter, die mitten in der Arena stand.

Fig 109. Colosseum zu Rom.

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Fig. 110. Ansicht des römischen Colosseums.