Ehe und eheliche Verhältnisse.
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STR« • P • Z,ob christlich ?);S2 6 (Bruchstück,Frau). Dazukommen einigeGläser, auf de-nen nur einerder Gatten dar-gestellt ist: 31 1(Mutter mitKind auf demSchooss, einehält das Fla-bellum [s. d. A.]über den Kopfdes Kindes:QVIRACe [?]CVM TYIS, s.untenstehendeAbbildung Fig.132); 31 6 (Mut-ter mit Kind,ohneBeisehrift);32 1 (auf einer
Fig. 131. Goldglas (nach Garrucci)
Bank sitzende Mutter mit einem spielendenKnaben, Umschrift: COCA VIVAS PA-RENTIBVS TVIS; nur der Sohn oder der
Fig. 132. Goldglas (nach Garrucci).
Gatte ist dargestellt: 32 6 (Umschrift: AL-MACHI DVLCIS VIVAS CVM CARISTV IS; die Person hält einen gekrümmtenStab in der Rechten; ob christlich?).
c) Ebenfalls jJ.vrp.Tjc ydptv mögen jenegeschnittenen Steine gewesen sein,Welche zwei Fische neben dem Ankerschwimmend vorstellten. Einen Onyx die-ser Gattung publicirte Lupi Sever. Epit. 64.Vielleicht waren dies Steine, welche inTrauringe gefügt waren, deren Inschrif-ten auch zuweilen Bezug auf die Verhei-ratung hatten ( Spon . Mise. Sect. IX 297).Tgl. d. Art. Ringe.
. d) Sarkophagdarstellungen. Siesind denjenigen der Fondi d’oro gänzlichverwandt und zeigen entweder die Brust-Bilder der verstorbenen Gatten in einemMedaillon (Boltari Tav. 20, 84, 137 u. s. f.)oder einer Muschel (ebend. Tav. 94; vgl.Real-Encyklopädie.
Maffei Veron.ill. III 54; deRossi Inscr. I,n. 118, p. 72;s. auch Imagi-nes elypeatae).Selten nur istder Verlobungs-act dargestellt;in der Regel istnicht, wie aufden heidnischenDenkmälern,dieeheliche Liebeund Gemein-schaft, sondernder letzte Ab-schied, die Tren-nung durch denTod, vorgestellt.So der Sarg desProbus und derProba Faltonia(Bottari Tav. 17u. 18), wo die Frau jenes Obergewandträgt, das als Schleier das Haupt halb ver-hüllt (daher nubere) und das bis auf dieKniee herabgeht. Auch das Medaillon Tav.20 scheint den Abschied der Ehegatten vor-zustellen. Also eine rein menschlich em-pfundene, auf den nichtchristlichen Sarko-phagen so geläufige, bekanntlich von Goetheso schön empfundene Darstellung. Der Mannpflegt die zu seiner Rechten stehende Gat-tin an der Hand zu halten, beide blickensich mit einem Ausdruck der Trauer an.In des Gatten Linken sieht man eine Rolle,die entweder den Ehecontract (tabulae nu-ptiales, s. d. A.) oder die mappa als Anzei-chen hohem Standes bedeutet. Beigeord-nete Symbole, welche ebenfalls auf die ehe-liche Liebe und Treue gedeutet werden,sind z. B. auf Boltari’s Sarkophag Tav. 17und 18 Tauben, welche an Fruchtkörbenpicken, auf Tav. 20 zwei Delphine; ichlasse die Deutung dieser auch unter anderenUmständen vorkommenden Sinnbilder dahin-gestellt (s. die Art.). Sehr bezeichnend istdas Vorkommen von Eros und Psychezu Füssen des Ehepaares auf einem vonV. Schultze (Arch. Stud., Wien 1880, 99 ff.)publicirten Sarkophag der Villa Ludovisi .Von anderen hierhergehörigen Sarkophagenseien noch folgende erwähnt: der Sarkophagdes Catervius und der Severina zu Tolen-tino zeigt das Ehepaar zwischen Petrus undPaulus ; in den Inschriften heisst es: QVOSPARIBVS MERITIS IVNXIT MATRIMO-X IO DVLCI || OMNI LÖTENS DOMIN VSTVMVLVS CVSTODIT IN AE WM || CA-TERVI SEVERINA TIBI CONIVNCTALAETATVR || SVRGATIS PARITERCRISTO PRAESTANTE BEATI (Mabillon
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