Fasti — Fels.
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Fleisch. "War an Fasttagen der Genuss TonFischen gestattet, so hiess man dies Ich-tyophagie (fyfluc und tpoqeiv), und wennButter, Milch, Eier u. dgl. genossen wurde,Aleimmatophagie (aXsijxp.a = Alles,womit man salbt, und «pay.). Uebrigens wardie Disciplin in Bezug auf die der Absti-nenz unterworfenen Speisen in den erstenJahrhunderten sehr verschieden und rich-tete sich nach den Landesverhältnissen, de-ren Würdigung den Provinzialconcilien über-lassen wurde. Nur wurde die Sitte, sichan allen Fasttagen des Fleisches zu ent-halten, immer allgemeiner, und viele Väterdes 4. und 5. Jahrh. erwähnen derselbenals einer allgemein bekannten Sache ( Basil.Hom. 1 de ieiun.; Cyrill. Hieros. Catech. 4;Augustin. C. Faust.). Höchst schonend wardie Kirche gegen Jene, welche von kränk-licher oder schwächlicher Leibesconstitutionwaren, nur bezüglich der Abstinenz wolltedie orientalische Kirche selbst bei Krankenkeine Ausnahme gestatten. Ueber das zumF. verbindende Lebensalter haben wir ausder Zeit der alten Kirche keine allgemeingültigen Bestimmungen. Nach den arabi-schen Kanones des Concils von Nicaea (can.19 ap. Hardouin) waren selbst die Kinderzum F. verpflichtet, nach Greg. M. Dialog.III 33 jedoch nur ,sabbato sancto 1 . — Be-züglich der fixirten Fastenzeiten undFasttage verweisen wir auf die hierfüreinschlägigen Spezialartikel. Hier wollenwir nur kurz auf die kirchliche Disciplindes Fastens eingehen. Den ersten Rangnahm das F. vor Ostern, die Quadragese,in Anspruch; daran reihen wir die Stations-fasten, die an beliebigen Tagen gehaltenwerden konnten, und von welchen die Fast-tage an den Mittwochen und Freitagenfixirte Stationsfasten waren. Am Mittwochfastete man, weil an diesem Tage das Lei-den Jesu durch den Verrath des Judas sei-nen Anfang nahm (Äug. Ep. ad Casulan.;Vict. Antioch. Comm. ad c. 14 Marc.); derFreitag wurde zum Fasttage wegen des amKreuze vollendeten Leidens des Herrn undwurde desshalb auch strenger als der Mitt-woch gehalten. So war es nach Observanzder orientalischen Kirche; in der römischenKirche fastete man am Freitag und Sams-tag, an welch’ letzterm Tage Manche eindoppeltes, strengeres F. (ieiunii superpositio)hielten, das von drei Uhr Nachmittags biszum darauffolgenden Gallicinium fortgesetztwurde. Vgl. Binterim Denkw. V, 2, 124 ff.Endlich stammen aus der alten Kirche nochdie Quatember - und Vigilfaston. Ueber dasAdventsfasten s. d. A. Advent. Die Roga-tionsfasttage vor Christi Himmelfahrt ausdem 6. Jahrh., in Rom erst seit 801 unterLeo HI eingeführt, wurden in der orien-talisch-griechischen Kirche nie vorgonom-Real-Encyklopiidie.
men. Den Fastenverboten lag die Re-gel zu Grunde, dass Tage der Freude nichtin Tage der Trauer verwandelt werdendürften; daher fastete man nicht an denSonntagen, nicht an hohen Festtagen undnicht in der Zeit zwischen "Weihnachten undEpiphanie, zwischen Ostern und Pfingsten.Dass in der römischen Kirche am Samstaggefastet wurde, hatte nach Innoc. I Ep. 25ad Decent. Eugub. seinen Grund darin, weilnach der Leidensgeschichte Jesu dieser Tagein Zwischentag von Freude (Hoffnung) undTrauer für die Apostel war. Die Griechenfasteten am Samstag nicht, um eine De-monstration gegen den Häretiker Marcionzu machen, der nach Epiphern. Haeres. 42lehrte, man müsse am Samstag fasten ausAbneigung gegen den Schöpfer und Gottder Juden. krüll.
FASTI. ,Fasti sunt libri quibus dierumtotius anni continetur computatio 1 ( Ferrius).,Fastorum libri appellantur 1 , heisst es beiFestus, ,in quibus totius anni fit descriptio.‘Von der Aufzählung der gerichtlichen diesfasti ging der Ausdruck auf die Verzeich-nisse von Magistraten über, ward also hiergebraucht = catalogi, laterculi, nomen-claturae, albi, matriculae, diptycha. DieChristen adoptirten dann den t. t. zur Be-zeichnung der Kalendarien (s. d. A.),in welchen die kirchlichen Festzeiten unddie Martyrertage aufgeführt waren.
FEGFEUER , s. Purgatorium, Refrigerium.
FELS. Die Stelle I Kor. 10, 4 (,sie tran-ken von dem geistlichen Felsen, der mit-folgte, der war Christus 1 ) scheint die sym-bolische Auffassung Christi als des Felsenbei den Vätern veranlasst zu haben. DieseAuffassung begegnet uns bei lustin. M. Dia],c. Tryph. 274, Jebb; Iren. Adv. haer. III28 (est dominus et salvator apud DanielemII lapis sine manibus, id est, absque coituet liumano natus sanguine, de utero virgi-nali) und c. 7 (lapis sub persona filii ho-minis introducitur et assumptio carnis hu-manae significatur in filio Dei), Tertullian .Adv. Marcion. III IG (petra enim Christus),llieron. Comm. in Ps.' 77 und Comm. inIsai. c. 48 (sed et fontem baptismi nobisatque martyrii eodem Petra ostendit. Delatere enim eius, cum percussus est, sanguiset aqua processit, quod baptisma et mar-tyrium figuravit); ferner bei Augustin, bez.in den ihm zugeschriebenen Reden (dieStellen hat Aringhi, ed. Par., 249 gesam-melt), Paulin. Nol. Ep. 32 (Petram super-stat ipsi, Petra ecclesiae, || De qua sonoriquattuor fontes meant, || Evangelistae, vivaChristi flumina), Isidor. Hisp. Prooem.
In der altchristlichen Kunst werden Fel-sen öfters dargestellt; so vor Allem der F.,
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