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Erster Band. A - H.
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Fisch.

wurde von G.

B. Milani auchein F. von weis-sem Glas erwor-ben , welchervon einem ähn-lichen Gefässstammt (de RossiBull. 1. c. 143).

4) Thonlam-

pen finden sichin Gestalt einesFisches (Becker95) oder ver-ziert mit einem 157. oiasgefässe

oder zwei Fi-schen (Aringhi R. S. II 232; Becker a. a. 0.;de Bossi Bull. 1867, 12), einmal mit einemF., welcher eine Ente verschlingt (de RossiBull. 1870, tav. IV 9; 1867, 88). Seltenerfindet sich der F. auf Bronzelampen, soauf der zu Porto gefundenen (de RossiBull. 1868, 77 sq., tav. n. 1), wo der Del-phin mit dem Brode (des Lebens) als Ge-gensatz zu dem Drachen mit dem Apfelerscheint.

5) Fische aus Glas, Bronze, Elfen-bein, Krystall, Schmelz, Perlmut-ter und anderm mehr oder minder kost-barem Material wurden vielfach in den Ka-takomben gefunden (Aringli II 623; Bol-detti 516; Cosiadoni 279 ff.; Lupi 0. T.I 83; Perret IV 12, n. 2, 3, 9; Becker96 f.; de Rossi Bull. 1863, 38).

Die Durchbohrung der Augen oder eineOeffnung in diesen oder dem Rücken, einRing im Munde (Schütze Arch. Stud. 282),woran man ein Häkchen befestigen konnte,zeigen, dass man sich dieser Fische als En-kolpien zum Umhängen bediente. Ein Ex-emplar aus Bronze (Costadoni IV 246) trägtdie Inschrift: CQCAIC (mögest du uns ret-ten!); s. Abb. Fig. 168; drei von Boldetti

Fig. 168. Bronzefisch (nach Costadoni).

516 veröffentlichten die Zahlen X , XX,XXV. Auch am Rheine fanden sich solcheEnkolpien; die Sammlung Disch zu Köln besass einen Delphin und einen F. dieserArt von Glas (jetzt in Paris , wahrschein-lich in der Sammlung BasileAvsky), und,ein F., hechtartig, 9" lang, in der Mitte2” hoch . . . von ganz dünnem Glas fandsich in einem römischen Grabe im Mühl-thal bei Wiesbaden 1 (Prof. Dr. Becker Dieältesten Spuren des Christenth. am Mittel-rhein, in den Annalen des Ver. für Nass.Alterthumsk. Bd. VII, II. 2, Wiesb. 1864,43 f., Taf. II; daselbst wird dieser Fund

als der drittediesseits der Al-pen bezeichnet,und als die bei-den ersten einzu Croix de S.Germain beiAutun und einzu Arles gefun-dener gläsernerF. angeführt).Manchmal sindsie hohl unddienten dann zur

aus Rom und Trier . Aufnahme VOn

Reliquien odervon Sprüchen aus der hl. Schrift (de RossiBull. 1875, 138, 141, tav. X 3, 4).

6) Ein F. findet sich auch auf dem Randeeiner Thonschüssel der drei ersten Jahr-hunderte, von der es allerdings zweifelhaftist, ob sie den christlichen Denkmälern zu-gezählt werden kann, da diese Reliefdar-stellung vielleicht nur den Zweck des Ge-fässes für den häuslichen Gebrauch bezeich-nen sollte (de Rossi Bull. 1867, 15).

7) Auf einem Bronzegefäss im Kircher’-schen Museum, welches P. Marchi für einTaufgefäss erklärte, findet sich ein See mitvielen Fischen und Wasservögeln darge-stellt. Eine ähnliche Darstellung zeigt einMosaik eines Baptisteriums bei der Kathe-drale zu Die (de Rossi Bull. 1867, 87). Aufeinem Marmor zu Parenzo in Istrien ausdem 6. Jahrh., der zu dem dortigen Bapti-sterium gehört haben soll, findet sich zwi-schen zwei Fischen und zwei Tauben einKreuz eingehauen. Einem Baptisterium glaubtman auch ein mit Fischen geschmücktes Ca-pitell aus Te-bessa (s. Fig.

169) in Algerien zuschreiben zukönnen.

8) Der F. indenGemäldenderKatakom-ben. Die älte-ste Darstellung,aus dem Endedes 1. oder demAnfang des 2.

Jahrh findet Fig. 169 - Kapitell aus Tebessa .

sich in dem Coe-

meterium der hl. Domitilla (s. unsere Abb.Fig. 170). Auf einem Ruhebette sitzenzwei Männer, vor ihnen steht ein drei-füssiger Tisch mit einem F. und drei Bro-den. Ein Diener scheint noch etwas zumMahle Gehöriges herbeizuschaffen, ver-mutlich den Wein. Dem Alter nach folgtzunächst das Doppelbild des Fisches in S.Lucina, ebenfalls aus dem 2. Jahrh. (s. un-