Fisch.
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Fig. 171. Ring (nach deRossi Bull. 1873. pl.IV—V).
sfcus Dei Filius Salvator), si primas litterasiungas, erit iyfiuc, id est piscis, in quo no-mine mystice intelligitur Christus. So warder Name oder das Bild des Fisches einBekenntniss des Glaubens an den göttlichenErlöser und ein Ausdruck der Hoffnung aufdie Errettung durch ihn: so auf Ringen(s. unsere Fig. 171),in den Enkolpien, aufden Grabsteinen.
Wenn der F. mitanderen Symbolen ver-bunden erscheint, wasin der Regel der Fallist, so ist meistensdiese Verbindung bedeutungsvoll.
1) Am häufigsten und auf den Ringen undgeschnittenen Steinen fast ausnahmslos istder F. mit dem Anker verbunden; so aufeinem beiderseits geschnittenen Opal (Vet-tori Nummus aer. 92; s. oben Fig. 165 S.517) und auf einem rothen Jaspis in der Gem-mensammlung des k. Antiquariums zu Berlin (Kl. IX 129; vgl. Becker 82,n. 14; s. unsere Fig. 172). Dader Anker (s. d. A.) nach demVorgänge des Apostels Paulus(Hebr . 6, 19) von den altenVätern vor Allem als Sinnbildder Hoffnung gedeutet wird,so drückt diese VerbindungFig. na. Jaspis dasselbe aus, wie die häufig
des Berliner i i t i_ u
Antiquariums, vorkommende Inschrift: spesin Christo, spes in Deo, spesin Deo Christo. Woder Anker an seinemobern Ende kreuzför-mig gebildet ist, wirddadurch in noch aus-drucksvollerer Weiseder Kreuzestod des Er-lösers als Grund derchristlichen Hoffnungbezeichnet. Als Sinn-bild des Kreuzestodes unseres göttlichenIchthys ist auch der der heidnischen Kunstentlehnte, um den Dreizack geschlungeneDelphin zu betrachten, wo er nicht alsblosses Ornament, sondern, wie auf demGrabstein der Lollia in S. Lucina (de RossiR. S. I 344; II 317) in der Weise derchristlichen Symbole angebracht ist. Warja doch, wie • die Stelle aus den sibyllini-schen Büchern zeigt, den alten Christen dasFischsymbol ohnehin eine Erinnerung andas Kreuz, wie auch die Väter den gebra-tenen F., welchen die Jünger dem Herrnnach der Auferstehung reichten, und dessenReste er ihnen zur Speise gab (Luc. 24,42 f.) als ein Bild des leidenden Erlösersauffasson: piscis assus Christus passus (Aug.Tract. 123 in Ioan.), welcher quasi tribula-tione assatur tempore passionis suae (Greg.
Fig. 178. Von einer Grab-schrift (bei MarangoniActa s. Vietorini 111).
M. Hom. in Ev. lib. II 24). Häufig er-scheinen, namentlich auf geschnittenen Stei-nen, zwei gleich grosse Fische neben demAnker. So auf dem oben erwähnten Cameoldes 2. Jahrh. im Kircher’schen Museum zuRom , dessen sechsmal vergrösserte Abbildungwir hier (nach Garrucci Civ. catt. 1857, inbesonderm Abdruck) in Fig. 174 geben (vgl.
Becker 91, n. 57). Lupi (Epit. Sev. M. 64)hält solche Steine für Hochzeitsandenkenund deutet die Fische auf die beiden Ehe-leute, das Ankerkreuz auf ihr sacramentummagnum in Christo (Ephes. 5, 32); Pitra(Spie. Solesm. I 559) erblickt darin eineHinweisung auf die doppelte Natur Christioder seine Verkündigung im A. und N.Test.: wahrscheinlich ist aber diese Ver-doppelung mit de Rossi (Spie. Solesm. III562) nur aus dem Streben des Künstlersnach symmetrischer Anordnung zu erklären,wenigstens wo eine Deutung der Fische aufdie Gläubigen ausgeschlossen und nicht viel-mehr durch andere Anzeichen gerechtfertigtist. Vielleicht war auch diese Verdoppelung,wie sie sich aus Gründen der Symmetrieauch sonst in der altchristlichen Kunst fin-det, hier dadurch besonders nahegelegt, weildie beiden Fische bei der Brodvermehrung(Matth . 14, 19) von den Vätern ebenfallsals Sinnbild Christi aufgefasst werden (Aug.De div. quaest. XXI 1, 2).
2) F. und Taube. Die Taube ist einSinnbild der dahingeschiedenen Seele; trägtsie den Oelzweig, so ist dies Symbol gleich-bedeutend mit der Acclamation: Spiritustuus in pace; wo der F. hinzutritt, ergänztsich dieselbe durch den Zusatz: et in Chri-sto. Fehlt der Oelzweig, so ist die Deu-tung: Spiritus tuus in Christo (s. Fig. 175).
3) F. (oder Delphin), ein Schiff tra-gend, findet sich auf einem Grabstein ausden römischen Katakomben, jetzt zu Anagni (de Rossi Index n. 32), auf einem Ame-thyste des Museums Escalopier (Perret IV,pl. 16, 89), auf einer von Ficoroni (Gem-mae litt. tab. XI 8) und auf der von Ale-ander (Nov. eccl. ref. symb., Romae 1626)veröffentlichten und commentirten Gemme(s. oben). Der Sinn ist klar: es ist der