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Erster Band. A - H.
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Fischer und Fischfang.

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der Gläubigen ist auch wol der kleinereFisch auf dem in Fig. 174 abgebildetenCarneol des Kircher’schen Museums. Bei-zufügen ist, dass in dem Kalk eines Loeu-lus sich ein Delphin dargestellt findet, wel-cher eine kleine Schlange verschlingt; viel-leicht die einzige Darstellung dieser Art inden Katakomben des Ichthys-Christus alsSiegers über den durch die Schlange sym-bolisirten Satan. Eine Zeichnung diesersymbolischen Gruppe wurde in der Sitzungvom 2. März 1879 der Soc. dei cultori dellacrist. archeol. in Roma vorgelegt (de EossiBull. 1880, 95). In gleicher Weise deutetEitra Spie. Sol. III 578 die Fische auf demRinge des Bischofs Ar-nulf von Metz (s. Fig.180); ebenso Martigny s. v. Anneau episeopal,welcher darin den Bischofals Menschenfischer cha-Fl Arnulf fun M d etz. B ' rakterisirt findet. DieseErklärung scheint unswahrscheinlicher als diejenige Beckers a.

а. 0. 92, welcher darin eine Erinnerungan das Gleichniss Matth . 13, 47 sieht.Noch unzweifelhafter sind die Gläubigendurch die Fische symbolisirt auf den obenerwähnten Glasgefässen, welche mit ver-schiedenen Reihen von Fischen in Re-liefdarstellungen umgeben sind. Das Meerist bekanntlich eine Allegorie der Weit unddes Taufwassers, der aqua, in welcher nachTertullian nos pisciculi . . . nascimur nequealiter quam in aqua permanendo salvi su-mus (de Eossi Bull. 1873, 143; WilmowskyArchäol. Funde 38). Als Sinnbild der Gläu-bigen müssen wir auch die Fische in demoben erwähnten Taufgefäss aus Bronze undin dem Schmuck der Baptisterien, derenBrunnen von demselben Symbolismus denNamen Piscina führte, betrachten, undfinden hier wol das letzte Ausklingen die-ses Symbols. In anderen Denkmälern des

б. Jahrh., wie auf den Ambonen der Ka-thedrale und der Kirche S. Giovanni e Paolozu Ravenna , sind die Fische wol nur mehrzu decorativen Zwecken angebracht. —Geber die hierher gehörigen Denkmälermit der Darstellung des Fischfangs s. diesenArtikel.

III. Der F. erscheint auf Grund biblischerAnknüpfungspunkte auch schon in den er-sten christlichen Jahrhunderten als Sym-bol des Teufels (als Gegensatz zu demIchthys-Christus) und der Sünder (alsGegensatz zu des iyjluoc oupavi'oo fieiov ysvof,den pisciculi secundum lyjtw nostrum I. C.),und dies ist ein fernerer Beweis, dass manm der Symbolisirung der Gläubigen durchden F. keine Degradation des Ichthys-Symbols fand, sondern nur eine auf bib-lischer Grundlage beruhende vollständigere

Erkenntniss desselben. So lesen wir in demBrief des hl. Barnabas (10): pisces sinesquamis, sine poenitentia peccatores; beiMelito Pisces 3 Mali mit Bezugnahme aufMatth . 13, 47; Ps. 8, 9; Os. 4, 3 (Spicil.Sol. II 173). Weitere Belegstellen s. ebend.III 530. Mit vielem Grund vermuthet deEossi (Bull. 1870, 66 ff.), dass wir in denvorerwähnten Ringen, in welchen aus demMunde des grossem Fisches Fühler einesPolypen hervorzugehen scheinen, den durchden Ichthys verschlungenen Polypen, alsauf den von Christus besiegten Satan zudeuten haben.

Litteratur: Eitra IX0Y2 sive de pisceallegorico et symbolico im Spicil. Sol. III499 sqq.; de Eossi De christianis monu-mentis IX0YN exhibentibus, ib. 545 sqq.;Ferd. Becker Die Darstellung Jesu Christi unter dem Bilde des Fisches, Breslau 1866(die 2. Auf!, stand mir leider nicht zu Ge-bote) ; loh. Cypriani De nomine Christiacrostichio fyfius, Lips. 1699; Costadoni Dis-sert. sopra il pesce come simbolo di G. C.presso gli antichi cristiani (in Calogera Rac-colta d’opuscoli scientif. e filol. t. XLI 247bis 329); Folidori Del pesce come simbolo di Cristo e dei cristiani (im Mailänder Amicocattolico 1843); V. Schultee Arch. Stud. überaltchristl. Monum., Wien 1880. heuser.

FISCHER und FISCHFANG finden sichin der altchristlichen Kunst mehrfach dar-gestellt.

1) Zweimal in den Wandgemäldender Sacramentskapellen in S. Callisto (ersteHälfte des 3. Jahrh.): ein Fischer, einmalmit einem Hute und einem Tuche um dieOberschenkel, das anderemal noch wenigerbekleidet, sitzt auf einem Felsen und ziehtan einer Angelschnur einen Fisch aus demWasser (die nachstehende Abbildung Fig.181 des erstem Bildes ist in der Kleidung

Fig. 181. Wandgemälde aus S. Callisto.

nicht genau; vgl. de Eossi R. S. II, tav.XY). Zur Linken ist beidemal Moses, wieer das Wasser aus dem Felsen schlägt, zurRechten das einemal als eucharistischesSinnbild das Mahl der sieben Jünger amSee Tiberias (Joh. 21), das anderemal dieTaufe eines Knaben dargestellt. Ganz ähn-lich, aber mit weit grösserer Kunst findetsich die Scene in dem Coemeterium S. Do-