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Fisch.
Kal xoöxov I-sout/e cptXotf l'afletv öta iravxöc,Olvov ypyjaxov eyooaa x£paap.a StSoüaa psx’apxoo
Tauf}’ 6 vouiv euijaixo üxsp p .00 uac 6 auvtpooc.(Alle aus dem Orient hatte ich gleichge-sinnt im Gottesdienst. Denn der Glaubebrachte hervor und setzte jedem EinzelnenSpeise dar, den F. aus einer Quelle, denübergrossen, makellosen, den die unbefleckteJungfrau ergriffen und ihren Freunden ganzzum Essen hingegeben; sie hat auch gutengemischten Wein und reicht ihn mit demBrode dar . . . Dies verstehend möge Jeder,der mit mir übereinstimmt, für mich beten.)Die ganze Grabschrift findet sich abgedrucktin Spicil. Solesm. III 533.
Noch ausdrücklicher als dies Zeugnissaus dem Orient redet die Grabschrift desPectorius, welche am 24. Juni 1839 auf demKirchhofe S. Pierre d’Estrier bei Autun auf-gefunden wurde und bald die Aufmerksam-keit der Gelehrten aller Länder auf sichzog (herausgegeben mit Angabe der Litte-ratur in Spie. Solesm. I 554 ff.; Kraus ß.S. 249; Becker 1. c. 33; Lenormant beiCahier Mel. d’Arch. III 156, IV 118; LeBlant Inscr. ehret, de la Gaule I 9 f.; Wise-man Essays III 281, deutsche Ausg., Rgsb.III 250; Franz Christi. Denkm. v. Autun ,Berl. 1841; Nolte et Rossignol ßev. arch.XIII 505; Kirchhoff Corp. Inscr. gr. n.9890). Ohne uns auf die verschiedenenHypothesen zur Ergänzung der (nachstehendeingeklammerten) fehlenden Worte einzu-lassen, geben wir den Text mit der Inter-linearübersetzung. Der Leser wird leichtbemerken, dass der 1X0Y2 sich akrostichischin den fünf ersten Versen findet:
’lyfloo; o[üpavtou de]iov yhat, tjxopt oe,u.vu>Ichthys des himmlischen göttlich Geschlecht,das Herz rein
XpfjBs Xaßd)[v C<nrj]v äpppoxov h ßpox^oi?Bewahr, nachdem du empfangen unter Sterb-lichen das unsterbliche Leben0e3t:33(<uv Ü8äx[iu]v xrjv 37)v, cpfXs, DctXnco '["Jyftjv]Von Gott herströmender Wasser. So labe,o Freund, deine Seele"Yoxbiv dzvdoiz nXo’jxoooxoo Bocpt'Tj; -An dem stets Messenden Wasser der Reicli-thum schenkenden Weisheit.
Xioxijpo; 8’ dyfcov prjXir^a Xdp.ßav[e ßpüistv]
Des Heilands der Heiligen süsse Speise em-pfange.
’Etffhe T:tv[dcn]v (oder: 7 Üv[e, XctSiuv]) iy_[S]uvsytuv naXdirai;.
Geniesse hungernd [oder: iss, trinke, nachdemdu ihn genommen] den Ichthys, den duhältst in den Händen.
■IyI-%] y[dptBov] p d'pot XiXaüu S^airoxa 3iüx[£p]
O ichthys, begnadige mich, ich sehne mich,mein Herr und Erlöser.
Eu eBo[i pfjjxTjp, se XixdJop[e], xui; xo üavdvxmv,Dass wol ich erblicke, fleh’, o Mutter, ichdich an, das Licht der Todten.
’A3yav8[ete Tra'jxEp, xibpup xe[ya]pKJpive üup.(p,Aschandios, o Vater, du Theuerster meinemGemüte,
2!>v pt[rjxpt yXoxEpjj ouv x’ o!xe{o]i3iv iiiolm,Sammt der besten Mutter und meinen Brüdern’l[yü6o; Eipfjvrj beo] pvij3Eo llexxopfoto.
Bei des Ichthys Mahle gedenke des Pectorius.
II. Der F. ist ferner Symbol derGläubigen. Melito schreibt Pisces 2.Sancti mit Bezugnahme auf Joh. 21, 11;Tertullian (De bapt. 1): nos pisciculi secun-dum IX0YN nostrum Iesum Christum inaqua nascimur, nec aliter quam in aquapermanendo salvi sumus. Für den Orientbezeugt Clemens Alex, in dem Hymnus aufChristus (am Ende des Paedag.) dieselbeAuffassung:
AXtEÜ pEpdntovTüjv OtoCopiviovllsXctyoin xaxla;ayvoi;
Kupaxo; iyjlpvjrX'jxspä £uqj 8sXEdC(uv.
(Fischer der Menschen, der geretteten, derdu aus dem Meere der Bosheit, aus denfeindlichen Fluthen die heiligen Fische zusüssem Leben fängst.) Als Sinnbild derGläubigen erscheint der F. auch dem Ver-fasser der Grabschrift von Autun , wenn erfast mit Uebersetzung der Worte Tertullians die pisciculi secundum 1X0YN n. I. C. deshimmlischen Ichthys göttliches Geschlechtnennt. Diesen Zeugnissen gegenüber istdie ganz alleinstehende Ansicht von Schnitze(Archäol. Stud. 41 ff'.), in den drei erstenJahrhunderten habe man den F. nur aufChristus gedeutet, durchaus zu verwerfen,und seine Meinung, die Deutung auf dieGläubigen sei eine spätere Degradation die-ses Symbols, ist um so unbegreiflicher, daja schon in den Worten Christi , der dieApostel als Menschenfischer bezeichnet, die-ser Symbolismus ausgesprochen war.
Was die Denkmäler betrifft, so habenwir bereits oben bemerkt, dass eine blosseVerdoppelung der Fische kein hinreichen-der Grund ist, diese als Sinnbild der Gläu-bigen zu fassen, während es anderseits auchzu weit gehen würde, wollte man diese Er-klärung bei denselben stets ausschliessen(Becker a. a. 0. 68 u. 87). Dagegen er-scheint diese Deutung jedenfalls begründet,wo der eine Fisch viel kleiner als der an-dere erscheint, wie auf dem Ringe des Bi-schofs Ademav von Angouleme (de BossiBull. 1870, tav. IV 6) und auf einer ebend.n. 10 nach Costadoni reproducirten Gemme.Ueber den christlichen Ursprung, welchenSchlitze (a. a. O. 42) bezweifelt, s. de BossiBull. 1870, 62 ff.; ebendaselbst ist bereitsder Einwurf Schultze’s, der grössere F. seistachelig und könne darum nicht auf Chri-stus gedeutet werden, widerlegt. Sinnbild