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Erster Band. A - H.
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Fischer und Fischfang.

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cher’sehen Museums siehtman Fischer Yon Kähnenaus mit Netzen und vomUfer aus mit Angeln fischen{de Rosst Bull. 1867, 88).

6) Auf einem Elfen-beinrelief ( Mamachi Co-stumi I, prefaz. 1) sitzt ineinem Kahn mit der In-schrift IX0TC der Erlöseram Steuer, während Pe-trus ein Netz mit einem grossen Fische ausdem Wasser zieht.

7) In musivischen Bildern und Gemäldenwurden Meeresscenen und Fischfang aufdem Fussboden und den Wänden der Kir-chen, insbesondere der Baptisterien, darge-stellt. Noch erhalten ist ein solches Mosaikaus dem Baptisterium von Die in Frank-reich , aus dessen Beschreibung bei de RossiBull. 1867, 88 allerdings nicht klar her-vorgeht, ob neben den Fischen auch Fischersich finden. Bezeugt sind aber solche Bil-der des Fischfangs durch Nilus, den Schü-ler des hl. Joh. Chrysostomus . Von Olym-piodor consultirt, tadelt er solche Darstel-lungen der Jagd und des Fischfangs undempfiehlt statt derselben Scenen des A. undN. Test. (Act. IV Gone. Nicaen. II, Labb.VIII 875). In dem von Olympiodor demHeiligen vorgelegten Plane trat freilich derSymbolismus sehr zurück und war der Ta-del desshalb gerechtfertigt.

Die symbolische Bedeutung dieserScenen betreffend, ist, wie de Rossi (Bull.1870, 67) mit Recht hervorhebt, zwischenden eigentlichen Symbolen eines einzelnenFischers im strengen Sinne, und zwischenallgemeinen Scenen von Fischfang und Mee-resleben, mit welchen die Kirchen, die Ba-ptisterien und die Geräthschaften, besondersdie für die Taufe bestimmten, geschmücktwurden, zu unterscheiden. Zu der erstenKlasse gehören vor Allem die Bilder in S.Callisto und S. Domitilla. Der Fischer isthier der aXisut p.epfe<uv, der

,Fischer der Menschen,

Der erlöseten,

In der Sünde MeerDie reinen FischeAus feindlicher FluthMit süssem Leben ködernd'

{Giern. Alex. Lobgesang auf Christus, nachder Uebersetzung Schlossers ); oder auchein Sinnbild derer, die von Christus selbstMenschenfischer genannt wurden: der Fisch,ein Sinnbild des Menschen, welcher durchdie Angel der apostolischen Lehre gefan-gen in der hl. Taufe einer der pisciculisecundum IX0YN nostrum Lesum Christum{Tertull. De bapt. 1) wird. Vielleicht dachteman dabei an den Menschenfischer xar’ s^o-Z 1 i v ' den hl. Petrus (vgl. das oben ange-

führte Elfenbeinrelief), welchen man jaauch vielfach als den neuen Moses, derWasser aus dem Felsen schlägt (s. d. A.Petrus), darstellte. Jedenfalls schwebte dieseAuffassung dem hl. Paulin von Nola vor,welcher (Ep. ad Delphin. XX) an seinengeistlichen Vater Delphinus, der ihn getaufthatte, schreibt: meminerimus nos . . . Del-phini filios esse factos, ut efficeremur illipisces, qui perambulant semitas maris. Me-minerimus te non solum patrem, sed etPetrum nobis factum esse, quia tu misistihamum ad me de profundis et amaris huiussaeculi fluctibus extrahendum, ut capturasalutis efficerer, et cui vivebam naturaemorerer, et cui mortuus eram, viverem Do-mino. Schultze (Archäol. Stud. 50) will inseinem unberechtigten Streben, den Dar-stellungen der Sacramentskapellen eine aus-schliesslich sepulcrale Bedeutung zu geben,in dem Fischfang ,die Errettung der Seeleaus der Gewalt und dem Reiche des Todeszu einem neuen Dasein 1 symbolisirt sehen;auf die Taufe könne das Sinnbild nichtgehen, weil nach der Stelle Tertullians (Debapt. 1): nos pisciculi secundum 1X0YN n.I. Chr. in aqua nascimur nec aliter quamin aqua permanendo salvi sumus. Itaqueilla monstrosissima . . . optime norat pisci-culos necare de aqua auferens; auch er-scheine in der angeführten Stelle des Cle-mens von Alexandrien das Wasser als Sym-bol nicht des Taufwassers, sondern als derSünde Meer und als feindliche Fluth. Die-ser Einwurf wird hinfällig, wenn man be-achtet, dass nichts entgegensteht, das Wasser,aus welchem der Fisch herausgezogen wird,auch hier als den "sXtqot xaxia? des Clem.Alex, und als die amari saeculi fluctus deshl. Paulin von Nola zu betrachten; derFischfang bleibt dann noch immer ein Sym-bol der Bekehrung und Heiligung durchdie Predigt der apostolischen Menschen-fischer und die von ihnen gespendete Taufe.Diese Deutung findet ihre Bestätigung indem oben angeführten Carneol ; Schultze a.a. 0. behauptet zwar, die bei dem Fischestehende Inschrift IX0YC sei unzweifelhaftvon anderer Hand nachträglich beigefügt;da er aber keinerlei Beweis hierfür anführt,so kann man darüber wol hinweggehen.Aber selbst, wenn später hinzugefügt, würdedie Inschrift, weit entfernt, ,die ganze Dar-stellung räthselhaft 1 zu machen, wie Schultzea. a. 0. 47 meint, vielmehr klar zeigen,wie die Christen der ersten Jahrhundertedieselbe verstanden. In dem oben abge-bildeten, mit der Fischhaut bekleideten Fi-scher dürfen wir ebenfalls den ,Fischer derSterblichen 1 {Clem. Alex.), den ,Ichthys vondem Lebensquell, den gar grossen, den rei-nen 1 (Grabschrift des Albercius, s. d. Art.Fisch), symbolisirt erblicken; Christus selbst

Fig. 185. Goldglas(nach Garrucci).