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Gegenstände.
Buonarruoti Osserv. sui medagl. 395; Gar-rucci Ad Macar. Hagioglypta. 7, 236; Bol-detti 298, n. 10, 11; 313, 60, 61; 514).
d) Metallene Gr.: a) von Gold hat sichnichts gefunden, als Reste von Gewebenund Haarnetzen; die von Bosio R. S. 21erwähnten Medaillen waren höchst wahr-scheinlich nur vergoldet (de Bossi R. S. III597).
ß) Von Silber haben sich ein Löffel ( Ma-rangoni Cose gentilesche 455), ein mit Sil-ber verzierter Nagelkopf ( Boldetti 509, n.55) und ein Sehellchen (de Rossi R. S. III586) gefunden. Die nach Gregor. Turm.(De glor. mart. I 38; vgl. Bosio R. S. 481 f.)gefundenen urcei argentei waren nicht vonGräbern, sondern liturgische Gefässe, undebenso gehören die von Bosio R. S. 488erwähnten silbernen Lampen mit dem Mo-nogramm sicher nicht zu den Grablam-pen (de Rossi R. S. III 597).
Y) Von Bronze und Eisen sind sehr vieleG. gefunden; Köpfe von Gorgonen, JuppiterAmmon, Bacchanten, Masken u. s. w., welcheals Nagelköpfe und Verzierungen von Ses-seln und Thüren gedient hatten (Buonar-ruoti 1. c. XX 41, 62, 95, 153, 245, 318,340, 360, 405, 417, 426; Boldetti 504, 509),Kästchen, Spiegel, Zahnstocher, Ohrlöffel,Fingerhüte, Zirkel, Schlösser, Schlüssel,Nägel, Petschaften u. s. w. (Boldetti 14, 60,297, 332, 336, 437, 500—512), ein rundesMedaillon mit zwei Kaiserbüsten und an-dere derartige Medaillons, von denen sichauch mehrfach der Abdruck im Kalke fin-det (de Rossi R. S. III 601 f.). ChristlicheArbeiten von Bronze haben sich nur dreioder vier gefunden, darunter ein Medaillonmit den Büsten der hhl. Petrus und Paulus aus dem 2. oder dem Anfang des 3. Jalirh.(de Rossi Bull. 1864, 85); von einigen an-deren fand sich der Abdruck im Kalk (deRossi R. S. III 600). Von den sonst sozahlreichen kleinen Götzenbildern findet sichkeine Spur.
ö) Von Glas finden sich ausser den Gold-gläsern (s. d. A. Goldgläser) Fragmente vonTafeln, wie sie in den Wohnungen zumSchmuck in die Wände eingelassen wurden(Buonarruoti 1. c. XVI 495), emaillirte Glas-stücke, Schüsselchen mit emaillirten undeingeschliffenen Blumen, Fischen u. s. w.(de Rossi R. S. III, tav. XVII 4 ; Bull. 1873,21, tav. III 1 ; Boldetti 496); emaillirte Ge-jfasse mit engem Halse, guttur ( Boldetti 500).Diese emaillirten Glassachen wurden nur;in den älteren Theilen der Katakomben an-getroffen, da sie schon im 3. Jahrh. durchdie Mode des weissen Glases selten wurden.Vasa diatreta oder pseudo-diatreta, die be-jsonders von der römischen Industrie der
Rheingegenden hergestellt wurden, sind inRom sehr selten. Ein sehr schönes Exem-plar wurde im Coemeterium s. Callisti ge-funden (de Rossi R. S. III 326—330, 603,tav. XVI 1 ).
e) Von Thon wurden Scherben von am-phorae und dolia gefunden, darunter einigemit christlichen Zeichen. Vasa aretina oderähnlicher Technik finden sich sehr selten,da ihre Fabrikation mit dem 2. Jahrh. (Bet-lessen Rev. arch. 1863, Sept., 228; de Rossi
R. S. III 606) entartete und aufhörte. Thon-arbeiten roherer Technik sind häufiger, da-runter Lampen (s. oben); ferner Tafel- undKüchengeschirr, aber sehr selten mit christ-lichen Zeichen (de Rossi Bull. 1871, 77;1873, 125; Chierici Ant. monum. della Pia-nosa), ein Tintenfass (Boldetti 329). Vonden sonst so häufigen Figürchen sind keineFunde verzeichnet; vielleicht wurden siewegen des Idolencharakters vieler derselbennicht angewendet. Sehr selten sind auchdie Figürchen des guten Hirten und derTaube, ein Beweis der Seltenheit ihrer Fa-brikation in jener Zeit. Ferner fand sichein halbes Pferd (Perret XX, pl. VIII 3),Reliefs und Ornamente, welche von Ge-bäuden herstammen. Einige unter den Fun-den erwähnte Oelfläschchen aus ägyptischenSanctuarien sind, wenn sie wirklich ausden Katakomben stammen, von ägyptischenPilgern dorthin gebracht worden (de RossiBull. 1869, 21, 46; 1872, 22—25, 30; R.
S. III 607).
5) Münzen und Medaillen der Kai-serzeit bis zur Hälfte des 4. Jahrh. sind inden Katakomben sehr viele, darunter äusserstseltene, gefunden worden, zuweilen in denGräbern selbst, meistens aber ausserhalbderselben im Kalk, auch wol in der In-schrift selbst,befestigt; eineAnzahl auch indem Schutt, sodass es zwei-felhaft ist, obdieselben vonden Gräbernstammen, odervon aussenhineingefallensind ( Buonar-ruoti Sui me-dagl. 421; Ve-triXI; de RossiR. S. I 235;
III 51, 165,
296, 305, 309,
342, 388, 570ff.; Bull. 1869, 43; 1871, 152; 1875,16, 140; Bosio R. S. 197; Aringhi R. S.I 605; Boldetti 344, 496, 563). Keinefand sich im Munde der Leiche, so dass
Fig. 208. Modaille der Severina, Ge-mahlin Aurelians, von einem Kata-kombengrab (de Iiossi R. 8. I, tav*XVII 4 ).