Band 
Erster Band. A - H.
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Gegenstände.

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Armband ( Boldetti 500; s. d. A. Thierkreis)zu einem Schlüsse, als oh die christlicheEigenthümerin abergläubische Anschauun-gen damit verbunden habe, während ander-seits die Ansicht, als ob das Auffinden die-ses Armbandes bei einem christlichen Grabenicht auf einen christlichen Eigenthümerliinweise ( Piper Mythol. u. Symbol. II 286),olfenbar auch zu weit geht.

2) Spiele und Kinderspielsachen.Zu ersteren gehören namentlich die Würfelin der antiken Form, die Augen von Krei-sen umgeben. Sie mögen, wo sie sich imGrabe oder auf den Grabstein gemeisseltfinden, auf das Handwerk des Verstorbenen(ARTIFEX ART IS TESSELARIAE LV-SORIAE findet sich auf einer Inschrift vonS. Domitilla) hinweisen, haben aber wederdort noch in den viel häufigeren Fällen,wo sie aussen in den Mörtel eingedrücktsind, die symbolische Bedeutung {de IiossiR. S. II 309 f.), welche ihnen in den heid-nischen Gräbern zugetheilt wurde {Bach-ofen Annali dell’ Ist. di corresp. arch. 1858,141 —163). Zu den gefundenen Kinder-spielsachen gehören Puppen von Knochenund Elfenbein, theilweise nach Art unsererbeweglichen Hampelmänner eingerichtet{Buonarriwti Vetri XI), die sich theils in,theils aussen an Kindergräbern fanden, Spar-büchsen von Thon in Form von Menschen-köpfen {Buonarruoti 1. c.; Boldetti 496 f.;Lupi Dissert. I 77; II 17, 21; Raoul Rö-chelte Mem. sur les antiq. ehret, des Catac.,Mem. de l’Acad. des Inscript. XIII 198 bis201). Ferner Schellchen, meist von Bronze,mit Ringen von Bronze oder Eisen, welcheauch bei den Heiden nicht nur als Amuletgegen Zauberei, sondern auch als Kinder-spielzeug dienten, auch zum Spott den Kar-ren, den Scharfrichtern und den Verbre-chern, so auch den Märtyrern {Boldetti 496;Ruinart Act. Mart. ed. Veron. 538) umge-hängt wurden {Bruzza Annal. dell’ Ist. dicorresp. arch. 1875, 50—08). In den für dieStadtbewohner bestimmten Katakomben fin-den sich nur kleine Schellen, in dem für dieländliche Bevölkerung bestimmten Coeme-terium s. Alexandri am siebenten Meilen-stein der nomcntanischen Strasse auch grös-sere, wie die Thierc sie trugen {de llossiR. S. III 586). Zu den Kinderspielzeugengehören auch die vielen Figuren wirklicherund phantastischer Thioro (so der Leopardvon Knochen, de Rossi R. S. III, tav. XVII 6,die Ente von blauem Glas ib. 8, der Hirschvon Bronze ib. p. 374), kleine Masken vonElfenbein und Thon, ferner Buchstaben vonElfenbein {Boldetti 514), wie sie Quintilian erwähnt und die der lil. Hieronymus (Ep.ad Lact.) lusus et cruditio infantiao nennt.

3) Tesserae (Marken) aus Elfenbein, Bronzeoder Knochen kommen ebenfalls in ver-

schiedenen Arten vor; es finden sich tes-serae gladiatoriae, theatrales, missiles undandere, deren Bestimmung ungewiss ist {deRossi R. S. III 587—591; Boldetti 506, 509.S. d. A. Tesserae).

4) Hausgeräthe. a) Von edlen Stein-arten fanden sich Scliüsselchen, Deckel oderBoden von Kästchen aus Sardonyx undAchat mit Figuren, aus Bergkrystall miteingeschliffenen Genien, Thieren, ländlichenScenen, Musikinstrumenten, Kindern {Buo-narruoti Osserv. sui medagl. XXII 298,345, 368, 385; Boldetti 500; de Rossi R. S.III 305), Bruchstücke von krystallenenSiiulchen und Figürehen von Bergkrystall,welche den Fuss von kostbaren Schalen ge-bildet hatten Buonarruoti 1. c. XXI). Allediese G. sind, vielleicht mit Ausnahme einerTafel mit eingravirten Fischen, Werke heid-nischer Kunst.

b) Von anderen Steinarten fanden sichBruchstücke alter Sculpturen in Marmorvon verschiedenen Farben, Stücke einge-legter Marmortafeln, das Monogramm Christimit Email ausgefüllt {de Rossi Bull. 1875,80, 81), feine Mosaikbilder in Marmor- undThontafeln, letztere aus Wandverzierungenentnommen; ferner sehr viele Spieltische,die man zum Verschluss der loculi verwen-dete {de Rossi R. S. III 570; Musaici,tav. I; Raoul Röchelte 1. c. 221).

c) Die G. aus Elfenbein und Knochenbilden die zahlreichste Klasse aller derarti-gen Funde. Es finden sich grössere Plat-ten von Diptychen, kleinere Stücke auch vonSchildpatt, Perlmutter, Bernstein , welchevon Verzierungen der Thüren und Käst-chen herrühren. Die runden Stücke sindBöden oder Deckel von Büchsen (pyxides)für Balsam, Arzneimittel oder andere werth-volle Sachen. Es finden sich auch inwendighohle, mit Weinlaub gekrönte Köpfe. Einin einem Frauengabe gefundenes, rundesMedaillon mit einem Frauenbilde war viel-leicht das Porträt der Verstorbenen (Ma-rangoni Act. s. Victor. 83). Ferner findensich Gorgonenköpfe und Masken mit flacherRückseite, welche als Beschläge von Tliü-ren oder anderen Möbeln gedient hatten,Messerstiele und Knöpfe von Stöcken undanderen Instrumenten in Form von geflü-gelten Victorien, von Aepfeln , Herkules-schlüsseln ; Nadelbüchsen, Elfenbeinfigür-chen, von Füssen kostbarer Gefässe odervon Schränkchen, Fragmente von Elfenbein-tafeln, die sehr fein durchbrochen, mit In-schriften oder Verzierungen gearbeitet sind.Auch finden sich Bernsteinarbeiten ( Bol-detti 297, 298). Fast alle diese G. vonElfenbein, Bernstein und Knochen sind heid-nische Arbeit; christliche Werke dieser Artaus den Katakomben sind nur fünf bekannt{de Rossi II. S. I, tav. XVII 3 , 355; III 595;