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Erster Band. A - H.
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Glasgefässe.

klärt, alle Nachfolger Buonarruoti’s hättendessen Meinung adoptirt. Dass Garrucci diegegentheilige Meinung aussprechen soll, wiedies Kraus R.

S. 331 behaup-tet, ist mir un-bekannt, auchim Wider-spruch mit des-sen Aeusse-rungen a. a.O.

44. Mit Aus-nahme einigeraus denRuineneines Hauseszu Ostia (deRossi a. a. 0.)fanden sie sich,soweit die Auf-findungsstellebekannt ist,freilich zuRomnur an christ-lichen Grä-bern , aberauch bei die-sen nur in denKatakomben,nicht in denunter freiemHimmel ange-

317 ff.; über die Inschriftenmationen.

Als Entstehungszeit

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Fig. 219. Goldglas in der vaticanischen Bibliothek, stellt in der obern Ab«theilung Christus und die Apostel Petrus und Paulus dar; in der unternerscheint Christus als das Lamm Gottes , inmitten kleiner Lämmer, derGläubigen. Juden und Heiden kommen von Jerusalem und Bethlehem (Betle)zum Berge Sion , aus welchem die vier evangelischen Ströme entspringen,um sich einträchtig in den Jordan zu ergicssen.

brachten, undauch dort nichtin denselben,

sondern gleich anderen Gegenständen, auchsolche heidnischen Ursprungs, als Erinne-rungszeichen oder als Verzierung in den nochfrischen Kalkbewurf eingedrückt (s. d. A.Gegenstände, diverse, aus den Katakomben).Ein weiterer Grund, wesshalb nicht nur vonden heidnischen und jüdischen, sondern auchvon den christlichen Gefässen dieser Art nurverhältnissmässig so wenige auf uns ge-kommen sind, liegt einestheils in der Zer-brechlichkeit des Materials, welches bewirkte,dass ja fast alle antiken G. nur durch Grab-funde auf uns gekommen, sodann auch inder Verzierung, welche ihre Zerstörungzum Verkaufe des Goldes zu einem loh-nenden Geschäfte machte; ein von de RossiBull. 1864 abgebildetes Glas mit den Brust-bildern der hl. Apostel Petrus und Paulus zeigt von letzterm nur noch Spuren, derRest des Goldes ist abgekratzt. Die jüdi-schen Glasscherbenhändler, welche schonMariial (Epigr. I 42) zu Rom kennt, mö-gen an dem seltenen Vorkommen der Gold-gläser ausserhalb der Katakomben zumguten Theile schuld sein ( Kraus R. S. 332).Ueber die Darstellungen auf den Goldglä-sern im Einzelnen s. die Art. Jesus Chri-sus, Maria, Adam und Eva u. s. w., sowieKraus R. S. 2 328 ff.; Wiseman a. a. 0.

s. d. A. Accla-

der Goldgläserwar Buonar-ruoti (Osserv.XII, XV) ge-neigt , das 3.Jahrh. anzu-nehmen , undauch Bianchini(Demonstr. hi-stor. eccl. t. I,p. II 308) hieltihre Entste-hung vor Con-stantin für un-zweifelhaft.Diese Ansichtmuss als un-richtig be-zeichnet wer-den. Die Or-thographie derInschriften (Fstatt PH, dasAuslassen desH nach C undT und vor denConsonanten,ZESVS statt[ES VS), dieKleidung (re-gelmässig dielaena oder pe-

nula), das Fehlen der Ohrringe auch bei son-stigem reichem weiblichem Schmuck der dar-gestellten Christinnen (cfr. Hieron. Epitaph.Marcellae; Ale.' Avit. De laude virg. V 41sqq.) beweisen, dass die meisten aus dem4. Jahrli. stammen (Garrucci Vetri IX—XI;Cavedoni Observ. 4, 5). Bei den wenigen,bei welchen man den genauen Fundortkennt, stimmt auch dieser mit jener Zeitüberein; die ebendaselbst gefundenen Grab-inschriften sind aus der zweiten Hälfte des3. und dem 4. Jahrh. (de Rossi Bull. 1864,82; R. S. III 602). Das älteste Exemplarist das bei Garrucci Vetri tav. XXXIII 5abgebildete, wol heidnische; dasselbe zeigteinen Haufen Münzen, zu oberst eine vonCaracalla (211—217), welche man nach derdamaligen Sitte schwerlich nach seiner Er-mordung unter der Herrschaft einer andernFamilie würde abgebildet haben.

Zweck der Gefässe mit Fondi d’oro.Boldetti 189 glaubt, die grösseren hättendazu gedient, um das hl. Blut behufs derhl. Communion aus dem Kelche hineinzu-giessen, damit der Diakon es den Gläubi-gen desto leichter reichen könnte. Alleindiese Conjectur ermangelt jedes Beweises;wir haben kein Zeugniss, dass das hl. Blutden Gläubigen anders als aus den Calices