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Glasgefasse.
schlossenen Aschenkiste von Stein, welcheauch weibliche Schmucksachen enthielt; ab-gebildet Jahrb. d. Ver. der Alterthumsfr.im Rheinl. XLII, Taf. Y, beschrieben vonDr. Düntzer ebend. S. 168 ff.; ferner imKölner Pastoralbl. 1867, Kr. 4 u. 5. DieSchale wurde leider zerbrochen gefunden;die Fragmente zeigen, dass dieselbe einenDurchmesser von wenigstens 20 cm hatte;wie die Irisirung der Ränder zeigt, ist derBruch schon früh eingetreten. Der äussersteRand war weiss gelassen und abgeschliffen,so dass wir nicht an den Boden eines Ge-fässes denken dürfen, sondern an eine selb-ständige flache Schale. An diesen äussernRand scliliesst sich zunächst ein äusserer,fast vollständig erhaltener Kreis von achtBildern an, welche durch Säulen getrenntsind und die Umrahmung der mittlern,ebenfalls kreisrunden, beinahe gänzlich zer-störten innern Darstellung bildeten. DieAnordnung gleicht also der vieler andererGoldgläser. Von diesen unterscheidet siesich aber wesentlich dadurch, dass der bild-liche Schmuck nicht durch eine zweiteGlasscheibe gedeckt ist. Gleichwol hat die-ser sich sehr gut erhalten, wenn die Far-ben auch zum Theil abgelöst sind. Aufdem Gold sind mehrfach Farben aufgetra-gen, von denen Hellblau das Wasser, dun-kelblau das Grün der Bäume und Pflanzen,ein schwaches Roth Purpurstreifen an Ge-wändern und am Schiffe, sowie auch dasFeuer bezeichnet. Die Zeichnung ist voll-endeter und schöner, als auf der Schaleder Sammlung Disch (oben n. 1) und weistauf das 3. Jahrh. hin; vielleicht ist diePatene ,in die kurze, aber glückliche Zeitdes Postumus zu setzen, welche mancheKünstler nachder ein frischesLeben entwick-elnden Haupt-stadt (Köln ) desneuen römischenReiches amRhein gezogenhaben dürfte,wo Postumus jaauch eine be-deutende Münz-stätte schuf'
(Düntzer a. a.
O. 178). DernebenstehendeHolzschnitt (Fig.
225) ist ange-fertigt nach demvon Tony Ave-narius mit vielerMühe in natür-licher Grössehergestellten
Farbendruck (Jahrb. XLIII, Taf. Y), wel-cher jedoch den charakteristischen undkräftigen Ausdruck des Originals, nament-lich in den Gesichtern, nicht erreicht. DieSchale ist aus der Sammlung Ed. Herstattin das Brit. Museum gelangt.
e) Ein zu Köln gefundenes kleines Fläsch-chen von weissem Glas, jetzt in der Samm-lung des Herrn Franz Merkens zu Köln ,wollen wir wenigstens erwähnen, obgleichich den christlichen Charakter desselbennicht als sicher zu erklären wage. Dasselbezeigt, mit Lasurfarben aufgemalt, auf dereinen Seite übereinander zwei nach ent-gegengesetzten Seiten hin schwimmende Fi-sche in sehr feiner Ausführung, auf derentgegengesetzten Seite einen rothen Krebs,theilweise verwischt, aber noch deutlich zuerkennen. Gerade die Beifügung letztererDarstellung, welche mir auf keinem christ-lichen Denkmal in dieser Weise bekanntist, lässt mich an der christlichen Bedeu-tung auch der Fische hier zweifeln. Prof.Aus’m Weerth wird dies kleine Kunstwerkdemnächst in den Jahrb. d. Ver. d. Alter-thumsfr. im Rheinl. publiciren.
IT. Christliche G. mit eingeschliffenenDarstellungen.
1) Glasschale im Prov.-Museum zu Trier ,1870 in einem christlichen Grabe in derTrierer Vorstadt Pallien auf der Brust derLeiche gefunden (abgebildet und beschrie-ben von v. Wilmowsky Arch. Funde, Trier 1873, und von Aus’m Weerth in den Jahrb.d. Alterthumsfr. im Rheinl. LXIX 52 ff.,Taf. VI). In rohen, wenn auch sicherenUmrissen ist auf derselben das Opfer Isaaksdargestellt: in der Mitte der Altar in Ge-stalt einer römischen Ara, mit drei Flam-men , rechtsIsaak, nur miteinem kurzenMantel beklei-det, die Händeauf den Rückengebunden, linksAbraham in Tu-nica und langemSchultermantel,das Opfermesseraus der Scheideziehend, nebenihm der Widder;oben aus denWolken ragt derArm Gottes her-vor. Der Bergist durch Gras-halme und Bäu-me charakteri-sirt; die archi-tektonische Fa-Qade im Hinter-
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