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Katakomben.
Nahe an der bisher besprochenen Stättebefindet sich zwischen der Via Nomentanaund der Via Salaria ein Praedium, wo inden ersten Decennien dieses Jahrhundertszwei christliche Sarkophage entdeckt wur-den , welche von den Eltern ihren zweiKindern Sentus Acerra Lupus undSen tu s Acerra Ursus bestimmt wurden.Die Grabschrift des Letztem endet mit demAusruf: SANCTO IlISPIRITV VRSO INPACE; der Sarkophag war mit zwei Dar-stellungen des guten Hirten geschmückt;der andere Sarg hatte Scenen aus demalten und neuen Testamente (s. Amati G.Are. XXXII 9C —98). Die Acten derhhl. Primus und Felicianus melden, dassdieselben wegen des Glaubens zu Nomen-tum getüdtet und hierauf ad arcus nomen-tanos in arenario beigesetzt wurden, woihnen nach erlangtem Frieden eine Basi-lika erbaut wurde. Im Cod. Bern, ist dieAngabe in folgender Weise: ROMAEVIA NO mentana ■ ad arcus • miliario • XV.ab urbe. Ungefähr in dieser Entfernung isuchte und fand Bosio die Basilika des Pri-mus und Felicianus (R. S. 41(5). Jetzt befin-det sich an dieser Stelle ein Kirchlein ausneuerer Zeit zu Ehren der nomcntanischon IMärtyrer, aber wir können nun das, was iBosio nicht finden konnte, nämlich dasunterirdische Coemetcrium, sehen, das je-doch in sehr zerfallenem Zustande ist undohne regelmässige Ausgrabung geringeoder gar keine Ausbeute verspricht. Aneinigen Wänden aus neuerer Zeit sindFragmente von Inschriften angebracht ausder nachconstantinischen Zeit.
Die Urkunden zeigen uns die Existenzeines andern Märtyrers nahe bei Nomen-tum an. Der Cod._Bcrn. meldet auf den11. Juni: VIA NOM TANA milliario VIIab urbe Natal sei crispoli. liestituti. Derangeführte Laterculus muss corrigirt wer-den, es fehlt bei der Entfernungsangabedas X vor dem VII und sollte heissenXVI oder XVII. Von Restitutus meldendie Acten, dass er zu Rom gemartert undnachher von der Matrone Justa auf ihrGrundstück beim lß. Meilenstein von Romübertragen und in crypta begraben wurde(Act. »St. t. VII. Maii, 12). Bosio bezeugt,dass noch zu seiner Zeit eine alte, diesemHeiligen geweihte Kirche bestand unddass unter derselben ,die Grotte, in der-er begraben wurde, sich befand 1 (R.S. 41ßj. Ich fand dort eine moderne Ka-pelle, nicht aber den unterirdischen Bau(il Sotterraneo), der, wie mir versichert 1wurde, an dieser Stelle existirt und erstvor wenigen Jahren wieder verschlossenwurde.
Ein anderes Ooemeterium finde ich anderselben Strasse, aber in grösserer Ent-
I fernung von Rom angegeben. Der CodexI Ilieron. der Königin von Schweden hat[auf den 25. August: in cimiterio eiusdemj Via Nomena (sic) miliario • XIII. Dergrössere Theil der Codices hat jedoch mil.XVIII. Der Name des Festheiligen fehlt| bei allen, aber er scheint mir durch fol-j gende Bemerkung geboten zu werden. In| den Acten der hld. Nereus und Achil-; leus wird das Martyrium des Eutyches,eines Gefährten des berühmten hl. Victo-rinus von Amiternum, an der Via Nomen-tana, ungefähr beim 16. Meilenstein, unddie Errichtung der Grabstätte dos Märty-rers an jener Stelle berichtet. In derhieronymianischen Handschrift kommenam 25. August die campanischen MärtyrerRufina und Eutyches vor, aber der Codexvon Echternach fügt, nachdem er dieselbenangeführt, noch ausdrücklich bei: Rom.Euticeiis, und es ist wahrscheinlich, dassdieses der Heilige der Acten ist, und dassauf ihn sich die isolirte topographischeAngabe der andern Codices bezieht. Derkleine Unterschied in der Angabe derMeilen kann von einem blossen Zufallherrühren. Ich bemerke jedoch, dass beidem 18. Meilenstein die via Nomentanamit der Salaria verwechselt werden konnte,mit deren Ilauptnbzweigung sie sich bei' Eretum verband. Es wäre daher nicht zuverwundern, wenn die erwähnte Grabstättei an der nun folgenden Strasse gesuchtwerden müsste.
IX. Via Salaria.
In den Acten des hl. Antimus wird dasl Martyrium und die Depositum seines Ge-fährten Maxinus erzählt, welch letztere inVia Salaria miliario ab Urbe. XV1I1, inoodem loco ubi oraro consueverat, statt-fnnd. Auch Antimus ward des Glaubenswogen getüdtet, aber seine Grabstätte istweiter entfernt, nach dem hieronym. Mar-tvr. Via Salaria mil. XXII, nach denActen beim 28. Meilenstein, am 11. Mai.Wie es sich immer mit diesen Variantenverhalten mag, die Kirche und das Coe-meterium des genanntem Märtyrers wur-den von Boldetti ganz richtig zwischenPasso di Correse und Moutclihrctti, ineiner Entfernung von etwa 24 Miglienvon Rom entdeckt. Es wurde ihm erzählt(Oss. 575), dass sich unter den Ruinender Kirche ein ausgegrabener Begriibniss-platz, ähnlich den römischen Todtenstiulton,befinde; aber er gelangte nicht zu dem-selben. Unglücklicherweise existirt jetztkeine Spur mehr weder von der Begriib-nissstiitte, noch von dem darüber liegen-den Gebäude, das im Jahr 1870 gänzlichzerstört wurde.
Die Murtyrologien stimmen überein in