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Kleidung.
leinene Sticharia (axtyapia Xiva; Sozom. IIc. 22 setzt dafür yixtuvioc Xivä und Socrat.
I e. 27 Xivfj zu liefern befohlen
habe, so sind das wol nicht ausschliess-lich liturgische, sondern weltliche Sti-charien. Ebenso wenn Athanasius vorseiner Flucht eiligst ein a t i y d p t o v xcdßtpptov ergreift ( Pallad . Hist. Lausiac.c. 136, Migne 34, 1235), so waren dieskeine Kirchenkleider. Und Gregor vonNazianz vermacht in seinem Testamentedem Diakon Evagrius xdp.aaov ?v, axiyapiov£v xal ixaXXta duo, aber das Gleiche auchdem Notarius Elaphius, dem Laien! Imkirchlichen Sprachgebrauche bezeichnetdas Wort die Tunica (Albe) ebenso woldes Bischofs, Priesters und Diakons, alsdes Subdiakons und Mönches, nur ist dasbischöfliche Sticharion weiter und ver-schieden verziert. Der Name steht zwarschon in den alten Liturgieen, es bleibtaber fraglich, ob es dort nicht später ein-gefügt ist. Zum erstenmale beschreibt esGermanus (Migne 98, 394) in symbolischerWeise als ein Gewand, das in seiner weis-sen Farbe (Xsux&v dv) den Glanz der Gott-heit darstellt und den hellglänzendenWandel (Xap.-piv ixoXtxetav) des Priesters;von den Purpurstreifen (Xiopfa, clavi) desSticharion bedeuten die an den Aermelndie Bande Christi, die Seitenstreifen (~bXiupt ol xd sic xd -Xdyia) das aus der SeiteChristi fliessende Blut. Es sind also dieStreifen das Charakteristische des Sticha-rion , das im Uebrigen aus weisser Lein-wand besteht, und seit dem MA. wurdenwie bei der Albe kostbare Stoffe eingewebt.In der Fastenzeit, ausgenommen FestMariae Verkündigung, Palmsonntag undCharsamstag, trug (und trägt) der Priesterein purpurrothes Sticharion, weil RothFarbe der Trauer und Busse (Codinus Deoffic. c. 9). Man sieht das Sticharion ziem-lich gut auf den Mosaiken von S. Vitaleund in der interessanten Missa picta Grae-corum (Nova bibliotheca Palrum VI Taf.I—VII) trägt Gregor, der Theologe“ einbesonders schönes, langes, faltenreichesSticharion mit Gammadia. Die X<opi'a schei-nen frühe Bischof und Priester (und Dia-kon?) gemeinsam gewesen zu sein; esmüsste nur Germanus 1. c. mit tepsoc blossden Bischof und nicht auch den Priester,was wahrscheinlicher ist, gemeint haben;später trug jedenfalls, wie jetzt, nur nochder Bischof die Streifen, und die Gamma-dia wurden Auszeichnung des Patriarchen.Sxiyapta ixoXuaxaopta werden oft imPapstbuehe erwähnt. — Martigng bezwei-felt, dass das Sticharion dasselbe Kleidvon Anfang an gewesen wio die Albe,ein Zweifel, den schon Durandus Bationale
II c. 9 hegte, und er mag insofern Recht
haben, als das Sticharion ursprünglichmehr der Dalmatik glich, die aber auchzur Gattung Tunica gehört. Hefele Bei-träge II 208 nimmt ein Diakonensticliarion= Dalmatik und ein Priestersticharion= Albe an. Wir werden das Richtigetreffen, wenn wir annehmen, dass Anfangsalle Klerikalstufen dieselbe Tunica trugen,welche sich im Laufe der Zeit in eineAlbe des Priesters (Sticharion) und in eineAlbe des Diakons (Dalmatik) entwickelte.Die griechischen Liturgieen haben auchein Gebetsformular beim Anlegendes Sticharion, es ist Luc. 18, 13: 6 fk6c,IXaufhjxi |aoi xui ap.cipx(oX(i), Deus, propitiusesto mihi peccatori (Migne 63, 901). DemSubdiakon wurde am Ordinationstage einSticharion angelegt (Goar 244 und 246).Ueber das Sticharion der Mönche sieheib. 484. In der syrischen Kirche heisstdas der Albe oder dem Sticharion ent-sprechende Gewand koutino — yixtuvtov(Renaudot Lit. Orient. Coli. II 54); beiden Kopten touniat (tunica) oder jabat;bei den Armeniern schäbig , eine lange,weisse Tunica, und bei den Abessyniernkamis, offenbar das lateinische Camisia{Ziegler De diaconis et diaconissis vet.Eccl., Wittenberg 1688, 27).
3. Das Cingulum.
Während bei den Griechen und Römernder alten Zeit der Gürtel (i<bvrj, Cingulum,Zona, Balteus) nur aus praktischen Grün-den zum Schürzen der Tunica bei derArbeit getragen wurde, war der levitischeGürtel (ahnet) ein reich verziertes Orna-mentstück, 3—4 Finger breit, 30 Ellenlang, aus Byssus und zählte als wichtigesliturgisches Kleid. Die Römer trugenziemlich regelmässig das Cingulum, denndie orientalische Sitte, die Tunica ohneGürtel (discinctus, tunicis solutis) zu tragen,galt bis in das 2. Jahrh., wo die Sittedes Ostens auch in Rom allgemein wurde,für weichlich. Nicht nur bei den jüdischenPriestern, sondern überhaupt im ganzenOrient war der Gürtel ein Zicrstück undAuszeichnung fürstlicher Personen. Da-gegen bedienten sich die Liturgen in denersten christlichen Jahrhunderten seinernur, um die lange Tunica nicht nachzu-schleppen ; sie pflegten, wie auf Abbil-dungen zu sehen, z. B. die Darstellungdes guten Hirten in der Katakombe vonSS. Marcellinus und Petrus bei MarriottTaf. XIII und Kraus R. S. 2 271, dieTunica so hinter dem Gürtel heraufzu-ziehen und über denselben herabzuschla-gen, dass er in der Regel gar nicht sicht-bar war; jedenfalls findet sich kein Belogdafür, dass ihm in den acht ersten Jahr-hunderten irgend eine liturgische Bcdeu-