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Zweiter Band. I - Z.
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Kleidung.

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tung zukam. Zwar erzählt der BiographGregors d. Gr., Johannes, in der Vita II,e. 80, dass die Gläubigen den BalteusGregors nach seinem Tode verehrt hätten.Allein hieraus folgt gar nicht, dass sieihn als liturgisches Gewandstück betrach-teten; vielmehr sahen sie den Gürtel, wel-chen Gregor schon als Mönch getragenund als Papst beibehalten hatte, als eineArt Reliquie an. Die Anregung, dem Cin-gulum eine liturgische Bedeutung beizu-legen, wurde durch Verschiedenes geboten.Einmal die Anlehnung an den Balteus deralttestamentlichen Priester , seitdem manangefangen hatte, eine Analogie zwischenden alt- und den neutestamentlichen Cult-kleidern zu suchen; ferner die Erinnerungan den Gürtel Johannis als Täufers,weil er bei der Taufe Christi die ?o)vt]öspixaTivY) trug (Matth. 3, 4). Wenigstenslautet eine Stelle in einem gallischen MS.hei Martine Thesaur. Anecdot. V: prae-cinctio autem vestimenti candidi (== Albe),quod sacerdos baptizaturus praecingitur,in signa S. Johannis agitur, qui prae-cinctus baptizavit Dominum. Und in derThat war das Cingulum hauptsächlich demtaufenden Priester nothwendig, um inder langen Alba nicht gehindert zu sein;die aufgeschürzte Alba sieht man öftersauf bildlichen Darstellungen an taufendenPriestern. Indessen lange ehe das Cin-gulum liturgischen Rang erhielt, scheintes da und dort entweder aus stolzer Ueber-liebung, weil der reich verzierte Gürtelin der spätem Kaiserzeit Auszeichnunghoher Staatsbeamter wurde, oder in fal-scher Deutung von Luc. 12, 35 (sintlumbi vestri praecincti ) von Klerikern usur-pirt worden zu sein. So tadelt Coelestinin dem oben citirten Schreiben an diegallischen Bischöfe die Auslegung des Ge-botes Christi, welches eine geistige Gür-tung, keine leibliche verlange. Vgl. damitden Can. arab. 66 des Conc. Nicaen. beiLabbe II 335, wo das Tragen des Cingu-lum während der Messfeier den Klerikernuntersagt wird. Auch Chrysostomus Ilom.5 in Psalm, eiferte gegen das Tragen reichverzierter Gürtel. Im Westen finden wirvor 800 kein Zeugniss für das liturgischeCingulum; seitdem bemächtigten sich dieLiturgiker desselben und setzten es demalttestamentlichen Ahnet gleich, wobeiihnen Stellen wie Apocal. 1, 13. 15, 6 vor-schweben mochten. Man begann jetzt dasCingulum, welches bisher nur von gewöhn-licher Leinwand oder auch von Byssushergestellt wurde, mit Gold und Edel-steinen zu verzieren. So erwähnt Riculphin seinem Testamente ,zonas quinque,unam cum auro et gemmis pretiosis et aliasquattuor cum auro‘. Jedoch waren solcheReal-Encyklopiulie. II.

Gürtel, welche Bischöfe und höhere Geist-liche trugen, nicht liturgische im eigent-lichen Sinne, sondern nach Dnrandus Ra-tion. III, c. 1 nur ,saecularia ornamenta 1 ,worin die damaligen Grossen des Reichesprunkten, ähnlich den hohen Beamten, na-mentlich den Militärbeamten früherer Jahr-hunderte, bei denen die reich verzierte Zonahauptsächlichstes Abzeichen der Würdewar ( Pseudo - Chrysostomus Hom. de unolegislat., Montfauc. VI 409, c. 3). Solchekostbaren Cingula nannte man Zonae Ro-manae. So Pseudo-Almin: pro balteo nunczonarum, quas zonas Romanas appellant,usus receptus est. Die zwei Endstückepflegte der Träger die ganze Länge derAlbe herabhängen zu lassen; Bischöfe hin-gegen schlugen das linke Endstück sounter den Manipel, dass er doppelt herab-fiel, und dies ist wahrscheinlich das Sub-cinctorium oder Subcingulum der mittel-alterlichen Liturgiker, wenn nicht etwa,wie Andere vermuthon, jene Benennungenfür das griechische inrj'ovot-iov stehen, wo-rüber unten.

An Stellen, wo von zwei Gürteln dieRede ist, dem Cingulum und dem Balteusoder Subcingulum, dürfte die Sache dahinzu deuten sein, dass ersteres der schmale,unter dem Bausch der Albe verborgeneGürtel, letzeres das darüber liegende breiteZierstück ist. Der Ordo Romanus XIVsagt von jenem doppelt geschlungenenbischöflichen Gürtel: habet similitudinemmanipuli et dependere debet a cingulo insinistra parte. Vgl. Menard Sacram. Greg,col. 249, und über das SubcinctoriumHonorius I, c. 206: exhinc subcingulum,quod perizoma vel subcinctorium dicitur,circa pudenda duplex suspenditur. Vgl.Hugo von S. Victor I, c. 49 und DurandIII, c. 4. Jetzt trägt nur noch der Papstdas Subcingulum. Bei den Griechenhatte die tum] früher als im Abendlandeliturgische Bedeutung. Schon HieronymusPracfat. in regul. Pacliom. II, c. 49 undPalladius Histor. Laus. c. 38 (Migne 73,1157) erwähnen dieselbe; doch steht hierdie liturgische Bedeutung nicht ganz fest,dagegen wol bei Germanus: ~b 6 e lyyxi'puiv(mappula) "o T?jc r tu •/ r t c (rtüv otazovtuv)£XU TO airopzdiav -rot; ysipai aoT3Ü (ypta-oü)Xevtojv zal "e^uze tci E-'ye(pcov sysw srl tt;c£ u>vr ( i dv-nvuirov . . Hier scheint nicht nurdas Handtuch (Manipel), sondern auch derGürtel, an dem es getragen wird, in denKreis der Symbolik gezogen zu sein. —Im A. T. ist das Cingulum Symbol derStärke, in der kirchlichen Symboliktlieils Bild der Thätigkeit, so bei demCommentator Andreas Caesareensis im5. Jahrli. zu Apocal. 15, 6, theils undvorherrschend der Keuschheit nach

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