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Lamm.
granza Sacr. mon. di Milano, Tav. IV;Millin Midi de la France 59, 3 u. a.)Da, wie de Rossi mit Recht annimmt, dasOriginal eine der ersten constantinischenBasiliken geschmückt haben mag, so istMartigny (S. 19) im Unrecht, wenn er diegenannte Darstellung des göttlichen L.sals die früheste bezeichnet (vgl. de RossiBull. 1865, 12 u. 86).
[Weiter kommt hier in Betracht die Dar-stellung des L.s mitdem Kreuz auf demThron (s. den Art.
Etimasia I 432), vonwelcher uns.Fig. 107ein Beispiel giebt.]
Indem wir die ver-einzelt dastehendeDarstellung ver-schiedener Scenen
Stellung mit Unrecht auf die Reinheit undEinfalt des Herzens, mit der wir betensollen. Häufig mag übrigens die Orantemit den beiden Lämmern nur ein doppel-tes Bild für den Verstorbenen sein, oderes wird durch die zwei Lämmer ein Ehe-paar bezeichnet ( Ciampini Vet. mon. II,Tab. III; Ällegr. Mon. di Milano, Tav. II).
Anstatt der Zweizahl findet sich aucheine Menge von Lämmern um den gutenHirten, neben wel-chem sich häufigBäume erheben mitVögeln in ihrenZweigen, als Sinn-
bild derwelchewir fürdie Ver-storbenen
Freuden,
aus dem Leben des jrjg, WI7. Mosaik aus S. Cosma e Damiano (Ciampini IX hll himm-
Herrn auf dem Sar- 58 , Tab. xv). lischen
kophage des IuniusBassus (s. uns. beifolgende Fig. 108), wodas L. den Lazarus erweckt u. s. w., nurkurz erwähnen, und für die Geschichte derweitern Ausbildung des Symbols besondersauf Martigny verweisen (vgl. auch Stock-bauer Geschichte des Kreuzes 133—141;Borgia De Cruce Vat. 29), gehen wir zurBesprechung des L.s als Sinnbild derGläubigen über.
Der gute Hirt, der seine Schäflein wei-det , der das verirrte L. zum Schafstall
Paradieseholfen. — Eine besonders sinnigdurchdachte Darstellung derGottesheerde auf Erden bietetsich uns auf dem Mittelbildeeines Arcosoliums im Coemete-rium Callisti. Dort steht in derMitte der gute Hirt mit demverirrten Schäflein auf der Schul-ter; zu seinen Füssen erblickenwir den treugebliebenen Theilseiner Heerde, und zwar rechtseinen Widder, links ein Schaf,
seiner Kirche, das in der Wüste diesesLebens verschmachtete, zu den seligen; als Repräsentanten der beidenWeiden des himmlischen Paradieses em- j Geschlechter in der Kirche f?A".].porträgt, ist eine Darstellung, welche bis Beide Tliiere wenden den Kopfauf die apostolische Zeit zurückreicht (de \ dem Hirten zu, um ihre unver-Rossi R. S. 1 346; II 352). Zumal in den brüchliche Treue anzudeuten.Deckengemälden, und zwar im Centrum Schafe, die noch nicht zumderselben, bildet der Hirt mit dem L. auf Schafstall gehören, welche aberder Schulter, neben ihm zwei andere Läm- durch die Apostel zu den Gna-mer, eines der beliebtesten Sujets für die denquellen des Heiles berufenjungfräuliche christliche Kunst. Ebenso werden sollen, erscheinen wei-finden wir das Bild graffirt auf dem: terhin zu beiden Seiten. VonSarkophage der Livia Primitiva, und in ihnen hören einige in Reue undMarmor gemeisselt in der vortrefflichen j Vertrauen auf die Predigt derStatuette des lateranensischen Museums, j Busse, andere hingegen achtenalles Monumente, die dem höchsten Alter- 1 ihrer nicht, indem sie sich ent-thum angehören. Wie früh aber das L.auch schon selbständig, ohne den Hirten,als Bild des Christen erscheint, lehrt unsder Grabstein der Faustinianum imCoemeterium Lucinae (vgl. d. Art. Anker),wo die Verstorbene unter dem Symboleines zu dem ankerförmigen Kreuze empor-1 dann das Symbol in den Apsi-blickenden L.s dargestellt ist. : den der alten Basiliken, wo zu
In der Folge finden wir an Stelle des i dem göttlichen L. auf dem Bergeguten Hirten seine Braut, die Kirch e,! aus zwei Städten, Jerusalem undunter dem Bilde der Orante zwischen den | Bethlehem, d. h. aus dem Ju-beiden Lämmern auf Deckengemälden und : denthum und Heidenthum, eineGrabsteinen. Martigny deutet diese Dar- j Reihe von Schafen, gewöhnlich
weder im Ilochmuth des Flei-sches den sinnlichen Genüssenzuwenden, oder aber sich imHochmuth des Geistes stolz ab-keliren.
Völlig ausgebildet finden wir