Lampen.
267'
je sechs, hinzueilen (siehe uns. beifolg.Eig. 109). Zuweilen begegnet uns dabei dieBesonderheit, dass diese Schafe Sieges-
Fig. 109. Goldglas (Garrucci X 8 ).
kränze oder einen Pahnzweig im Mundekalten, die sie dem göttlichen L. darbrin-§ ei i, und dann bedeutet das Bild nichtsowol mehr die streitende Kirche auf Er-^en, als vielmehr die im Triumph in denBimmel einziehende Schaar der Verklär-en. Das wird uns besonders klar durche üie Darstellung auf einem lateranensi-scken Sarkophage, wo die Kränze tragen-uen Lämmer durch zwei Männer freund-hch eingeladen werden, in die Thore deshimmlischen Paradieses (dessen Stelle hierfreilich die tabula inscriptionis einnimmt)einzutreten (vgl. ähnliche Darstellungen111 den Katakomben von Priscilla, Cyriacaun d andern).
Endlich verdienen noch Erwähnung jeneDarstellungen, wo das L. als Bild derfugenden erscheint, die den Verstor-benen geschmückt haben, seiner Unschuld,seiner Liebenswürdigkeit, seiner Reinheitw.; bekannt ist das Bild der keu-schen Susanna als L. zwischen den ruch-losen Richtern, die als Wolf und Puchsneben ihr stehen. Ein über dieser Dar-stellung auf demselben Monumente ange-brachtes Bild zeigt uns ein L. zwischenzwei andern Lämmern, darüber das Mono-gramm Christi, zu welchem zwei Taubenhinfliegen {Garr. Stör., Tav. XXXIX). Deroinn- der ganzen Composition ist wol un-zweifelhaft der: weil Celerina, die Ver-storbene, hienieden die Versuchungen sieg-reich überwunden hat, wird sie droben inhie Gemeinschaft der Heiligen und zurnschauung Jesu Christi, ihres göttlichenirten, aufgenommen, eine Erklärung, dieS S> sicherer ist, als im obern Theilees Gemäldes Guirlanden gemalt, rechtsnnd links aber zwei Heilige dargestellt
• na, mit der Ueberschrift: Celerina . . . .m pace.
Zur Vervollständigung des Gesammt-bildes und zugleich zur weitern Erklärungder Monumente mögen noch einige be-sondere Züge nach den Aussprüchen derVäter folgen. Geboren aus dem EinenWasser (una est aqua in ecclesia sancta,quae oves facit; Cypr. cp. 71) als geistigeLämmer (Aoyixa itpoßara, Cyrill. A. Glaph.I 99), angethan mit dem weissen Gewändedes göttlichen L.s als die Jungen der HeerdeChristi (vos filioli dominici gregis portiocopiosa niveo et divino vestita iam vellere;Petrus Chrysol. Serm. 173) und von ihmhinausgeführt aus der Knechtschaft deshöllischen Pharao (atque tuos educ Ae-gypti de carcere servos; Ale. Avit. p. 97),sollen sie fortan von den Hirten nach derAufforderung des Apostelfürsten (I Petr.5, 1) auf die gute, fette, blumenreicheWeide des göttlichen Wortes geführt (xaxa-ßoaxEiv (oemsp Iv vojx'i) dyaH?) y.al ev tot:u>itiovt, xal sic udav too-sp axtoxopiCsiv Eoav-fkxxaTYjv , TTjv flsoTTVEUdtov -'pa®r(v. Cyrill. A.j Glaph. 1. c.), soll ihnen der durch denStein menschlichen Irrwahns erschlossene; Brunnen der Gotteserkenntniss eröffnetwerden (drsy.dcXo'pE xo cpsxp, ärexuXtae xovAiflov, xrjv Juoroiov ocutqTc 7rapE0Et$E yvöisiv.Cyrill. 1. c.). Weniger mit dem Stabe derStrenge, als mit der Flöte lockender Mildegeleitet (dAr/ov piv yptopsvoi xotXaüpom, rotpai'-j vovtec oe xa flpsppaxa xf ( adpiyp. Die Stelle istcit. bei Garr. Vet., p. 61), nährt sie Christus,Hirt zugleich und L. (sacerdos et hostia,j agnus et pastor est, qui pro ovibus suis pa-stor, et pro pastoribus suis agnus occisusest; Paulin. Ep. XI ad Sever.), mit der mv-; stischen Milch seines Blutes (quas prius' Eva nocens infecerat, lios modo reddit Ec-i clesiae pastor ubere, lacte, sinu; Venant.
! Fortun. Carm. Pasch.) und führt sie an| der Hand zu den himmlischen Weiden(zpöi tou£ oopavfoo; ystpayuv/oöx AsipSivaj,| Basil. Seleuc. Ilom. 26), wo sie, obgleich! erschlagen, leben, zerrissen wieder aufer-I stehen, mit ihrem Blute benetzt in könig-lichem Purpur glänzen und in weissem| Fliesse leuchten (ut occisae viverent, la-i niatae resurgerent, sanguine suo tinctaej fulgerent regali purpura, nives vellereperlucerent; Petrus Chrysol. Sermo 4).j Vgl. manche Details bei Martigny EtüdeI archeol. sur l’agneau et le bon Pasteur.I Mäcon 1860. de waal.
i LAMPEN. Wenn wir uns den Comfortmancher Häuser im alten Rom auf der! höchsten Stufe der Entwickelung denken| dürfen und Weichlichkeit und orientali-scher Luxus bei unermesslichen Reich-thümern Alles, was unsere Grossstädte indieser Hinsicht bieten mögen, weit über-ragte, in Einer Beziehung, in den Mitteln