Lilia — Litanie.
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wird dann im 4. Jahrh. bezeugt durchGregor. Naz. Or. X (I 169). Greg. Ngss.Vit. Macrin. II 201. Theodor et. Hist. eccl.V 36. Hieron. Ep. XXVII ad Eustach.Chrysost. Ilom. IV in Ep. ad Ilebr. T36.Vgl. Iustin. Novell. LIX 5. Der Gedankean den Sieg über den Tod in Christo,dem ewigen Licht, legt sich von selbstnahe, s. d. Art. Licht. Dass neben denCerei ardentes hauptsächlich Packelnbei Umzügen getragen wurden, wird demantiken wie dem heutigen Landesgebrauchentsprochen haben.
KRAUS.
LILIA hiess nach Bingham III 234'wegen seiner Gestalt zuweilen der obereTheil des Ciboriums. Es ist mir nichtmöglich, zu constatiren, ob dieser Sprach-gebrauch bis in das christliche Alterthum
hinaufreicht.
LILIE. Wegen ihrer schönen Kelch-form und ihres schlanken Wuchses sagtPlinius von der L., dass ihr keine Blumegleichkomme (nulli florum maior excelsi-tas). Die morgenländische L., die mehrUnserer Kaiserkrone ähnelt (Botan. beiMign-e p. 551), prangt in so herrlicherFarbenpracht, dass sie schöner ist alsSalomons Kleid (Matth. 6, 28). Sie warauch Sinnbild der Seelenreinheit und Un-schuld. ,Wie eine Lilie unter den Dor-uen, so ist meine Freundin unter denTöchtern“ (Cantic. 2, 2). Da sie im He-bräischen Schuschan heisst, so wurde nach’hr ,die Lilienblüte des A. B.“ (Ilieron.)uie keusche Susanna benannt. Nach demaus Gregors d. Gr. Werken zusammen-gestellten Plagiat super Cantic. cant. (VP^.12) symbolisirt die Lilie wegen ihresWohlgeruches die jungfräuliche Reinheit.■~. er Plagiator bezieht sich besonders auf. e Stelle: ,Mein Geliebter ist mein undMh bin sein; er weidet unter Lilien,(Cantic. 2, 16). Wenn demnach auf zweiRagesnitz in Steiermark gefundenen(und bei Münz Archäol. Bemerk. Taf. I,17 und 18 abgebildeten) Grabornamen-ß n eine, resp. zwei Lilien über, resp.ueben dem Monogramme Christi ange-racht sind, so sollte wol durch die Lilienaut die Jungfräulichkeit der beiden Ver-orbenen hingewiesen sein (vgl. Münz• a. O. S. 92). — Ob Santucd (Dissertaz.Ulla lap. sep. di s. Filumena p. 58) iner auf dem Grabmale der hl. Filumenagebrachten Blume mit Recht eine Liliea'uf i- Un< ^ e ' neT1 genügenden Grund hat,zu ,®.Tungfräulichkoit der Verstorbenenschliessen, lasse ich dahingestellt.tW- • S y m P°sion (IV, 6) des hl. Me-neno^T • s l n " t . G ' ne der Jungfrauen: ,DasLied singend, geleitet dich (Maria)
jetzt der Jungfrauen Chor zum Himmel,Königin, ganz und gar leuchtende, mitschimmernden Lilien bekränzte,die du flammende Fackeln in den Händenträgst.“ So war schon in den ältestenZeiten der Kirche Maria die ,mit Lilienbekränzte“ Himmelskönigin, welchen Ge-danken ein mittelalterlicher Dichter infolgenden Worten ausspricht:
,nix cana liliorum albente vellere
et lac eburque florum te vestit undique.“
Darum war auch die L., das Symbolder jungfräulichen Unversehrtheit, einständiges Attribut der hl. Jungfrau, be-sonders bei Darstellung der Conceptioactiva (Verkündigung des Engels).
Da in südlichen Ländern die Lilienschon im Frühlinge blühen, so war die L.eine Frühlingsbotin. Daher ist auf einemDeckengemälde der Katakomben ( AringhiR. S. I 389), welches in der Mitte denguten Hirten und in den Ecken die vierJahreszeiten (allegorisch) darstellt, derFrühling durch einen Knaben mit dreiLilienstengeln vorstellig gemacht, münz.
LIMINA MARTYRUM heissen bei Hieron.Ep. XV ad Marcell. (ad martyrum liminapaene invisa properabat) die Kirchen, wiein einer von Baluzius (ad Salvian.) u. A.beigebrachten Inschrift: -f- Dö • ET •CHRISTO MISERANTE • LIM • HOC • C •L • K • T ■ E (conlocatum est) ANNO III •CS • VALENTINIANO • AVG • III ■ KL •D • XVIIII • ANNO EPVS • RVSTI ....Im MA. ward der t. L. Sanctorum, L. Apo-stolorum (für Roms Basiliken) üblich (vgl.Ducange). Uebrigens gebrauchten bereitsMartialis und Statins L. für Ternpla.
LINEA, Leinen, s. Kleidung, liturgische.
LITAXIE, Xixaveioc (XixavEiSmv), von XirqBitten, Flehen; lat. letania. und litania,bezeichnet ein Bittgebet, das in gottes-dienstlichen Versammlungen vom Priesteroder einem andern Liturgen und Volkabwechselnd gebetet oder gesungen wird,namentlich um in grossen Anliegen derKirche und der Gläubigen Gottes Hülfeanzurufen oder in schweren Heimsuchun-gen durch Reue und Busse Abbitte zuleisten. Noch bei Euseb. Vit. Const. IV,c. 62 bezeichnen XtxVj und Xtxavsia im All-gemeinen ein Bitten oder Flehen; aberbald nachher wurde letzteres Wort tech-nisch für das kirchliche Bittflehen und fürBittfasten; so bei Chrgsostomus llom. destat. und Hom. 6 de Lazar. (Montfauc.III 481). Mit Rücksicht auf die älterelateinische Form litania hat PapebrochAct. SS. 28 Juni (S. Leo) einen Unter-schied zwischen letania und litania an-