Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Magier.

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Kunst zur ausschliesslichen Herrschaft; indem Officium des Festes Epiphanie hatsie übrigens keinen Ausdruck gefunden.Ihre erste Grundlage ist wol in der obenerwähnten Psalmstelle zu suchen.

Die Anzahl der M. wird von der syri-schen Ueberlieferung auf zwölf angegeben(Assemani Bibi. Orient. III, P. I 316). unddie nämliche Angabe findet sich auch beidem Verfasser des Op. imperf. in Matth.

c., der sie aus dem apokryphen BucheSeth geschöpft hat. Dagegen hat die Tra-dition des Abendlandes, soweit wir sie ver-folgen können, von jeher an der Dreizahlder Weisen festgehalten. So Leo M. Serm. 1de Epiph. c. 1; Max. Taur. Hom. 17—20;Caesar. Arelat. 1. c.; die dem Euseb. Emis.früher zugeschriebene Hom. 1 de Epiph.(Bibi. max. Lugd. VI 622). Von morgen-ländischen Schriftstellern lässt sich nochC n, J- Hom. 14 in Genes, c. 3 anführen.Weit höher hinaufals diese schrift-lichen ZeugnisseReicht aber dieUeberlieferung deraltestenKunstdenk-ttjäler. Die zahlrei-chen Darstellungenl? den römischenKatakomben zeigenbeinahe sämmtlichDreizahl (vgl.

"^•tav.XXXVIII.

KL. LXXXII); in^en wenigen Aus-n ahinefällen, wo wirz Wei oder vier M.

^gebildet finden,

]f„i ^icht ersieht- Fi g . 194 ,

> dass derKünstler sich durch

u ®ksichten der Symmetrie leiten Hess.Gewöhnlich werden die Weisen in Ste-epler Haltung dargestellt, wie sie ihreaben dem göttlichen Kinde darbringen,i, !j e ^ e8 . sitzt auf dem Schosse seinerd ri b r ‘Ululi c hen Mutter, über deren HauptStern erscheint (Allegranza Mon. di^Uan. tav. IV. LXXXVlj. Zuweilen istch der hl. Joseph neben ihr abgobildet,ij ] 16 er . zum Zeichen des Schutzes die Handy >e r sie ausstreckt (Perret Les catacombesbet ’ 5 doch wird diese Deutung der

0 r ’. Kigur von Marchi bestritten. Dedp °* s * Bul1 - 1862, 73 f. theilt auch eineCoemeterium des hl. Cyriacus ent-dur^T 6 ? 6 Darstellung mit, wo der Sternch das Monogramm Christi ersetzt ist.M at 8 e l tener sind die Fälle, wo dieroda ^ er ^ 0 * 8e befindlich oder vor He-Danu- 1 ( ) rsc bcinend abgebildet sind. EineStellung der erstem Art s. Millin Midi

de la France pl. LXVI, der letztem PerretII, pl. XLVIII. MOSLER.

II. Darstellung der M. Die tradi-tionelle Darstellung der Weisen aus demMorgenlande zeigt sie uns in minder odermehr completer orientalischer Kleidung;die phrygische Mütze fehlt bei ihnen sowenig, wie bei den babylonischen Jüng-lingen im Feuerofen; dazu kommt untereinem weiten Mantel die aufgeschürzteTunica, die auf einzelnen Bildwerken derspätem Zeit, z. B. in den Mosaiken zuRavenna, unten in grosse Zipfel ausge-schnitten ist, wie wir dies auch auf derDarstellung der orientalischen MärtyrerAbdon und Sennen im Coemeterium desPontianus sehen. Zuweilen tragen sieweite Pumphosen (sarabelli), meistens abersind die Beine nackt und nur die Füssemit Halbstiefeln bekleidet. In derselbenWeise haben die heidnischen KünstlerdieMithras-Priesterdargestellt.

Vorwiegend er-scheinen sie in derDreizahl, obschondie hl. Schrift dar-über nichts angiebt.Eine Abweichunghiervon findet sichnur zweimal, imCoemeterium derhhl. Petrus undMarcellinus auf ei-nem Gemälde ausdem Ende des 3.Jahrh., wo ihrerbloss zwei erschei-nen, und auf einemBilde in Domitilla,wo vier M. darge-stellt sind. Uebri-gens zeigt die Besonderheit der Com-position in beiden Fällen, dass die Ueber-lieferung nur darum ausser Acht gelassenist, um die Madonna mit dem Kindemehr zum Centrum der Darstellung zumachen; in Domitilla lassen sich auchdie Spuren nachweisen, dass der Künstlerzuerst nur drei M., zwei auf der einen,den dritten auf der andern Seite der Mut-ter Gottes malen wollte; nur mit Rück-sicht auf die Symmetrie änderte er seinenPlan und fügte noch einen vierten hinzuBei weitem die meisten Bilder haben dieScene im Stalle von Bethlehem zum Gegen-stände; auf einem gallischen Sarkophag(Millin Midi de la Fr. pl. LXVI) und aufeinem von Bartoli mitgetheilten Relief istdas erste Erscheinen des Sterns dargestellt;zwei der M. machen den dritten auf den-selben aufmerksam, indem sie mit demFinger darauf hinweisen. Ebenso selten

Die Magier vor Herodee, Freeco von S. Agnesc(Perret II, pl. XLVIII).