Mahle.
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Fig. 197. Wandgemälde aus S. Pietro e HarceUino (nach Garrucci).
■ditam manum et in frusta exeutit) unddes Schmeckens der Speisen und Getränke(praegustatrices), welch letztere ein inpurpurgestreifter Tunica vor dem Tischestehender Knabe oder Jüngling bereitet.Geber den an der Tafel Sitzenden liest»ian die Inschriften: IRENE DA CALDA
AGAPE MISCE • Ml, deren Beziehung®-uf die übliche Mischung von Wasser undWein (thermopolare) klar ist.
III. Darstellungen von Mahlen auf^christlichen Werken sind nicht selten.Hie schon in älterer Zeit bekannten Sce-hen auf Sarkophagen ( Arinyhi II 77. 83.119. 123. 185 . 199 . 267) und Wandgemäl-den, wie in S. Pietro e Marcellino, wurden
8. Callisto (de Rossi R. S. II, tav. XIV).
^on den früheren Forschern (Bosio 391}Aringhi II 600} Botlari III 107} Boldettl46 u. A.) als Agapen angesehen, bis derAbbate Polidori 1844 eine neue Erklärung■vorschlug (L. Polidori Dei conviti effigiatisimboli nei monum. crist., Milano 1844,*str. dell’ Amico cattolico VII 390 •, VIII174. 262), welche im Wesentlichen vonde Rossi (R. S. II 341 f.; Bull. 1882, 122)^nd Martigny 2 700 angenommen wurde.Man Sa g t ' m Begründung dieser neuenErklärung, dass zu einer Darstellung derAgapen, eines alltäglichen und realen Vor-
ganges, gar keine Veranlassung Vorgelegenan einer Stelle, wo alle Darstellungeneinen höhern symbolischen Bezug hatten,wie es ja auch Paulin. Nol. (Natal. IXde s. Fel.) nicht eingefallen sei, an demOrte, wo er die Agapen veranstaltete, sieabzubilden. Weiter: bei den wirklichenAgapen wurden allerlei Speisen, ausserBrod und Wein auch Fleisch, aufgetragen(Ghrys. Hom. XXII; Aug. Contra Faust.XX 20), während mit fast alleiniger Aus-nahme des oben Fig. 197 reproducirtenBildes unsere Darstellungen nur Brod undWein bieten; zuweilen fehlen sogar diesenothwendigsten Bestandtheile des Tischesund die zum Essen erforderlichen Utensilien(s. Fig. 198), während offenbar ein Nach-druck darauf liegt, dass die Ausrüstungder Tafel: Sitze, Kissen u. s. f., den Luxusder reichsten Klassen repräsentirt, an denbei den wirklichen Liebesmahlen der vor-constantinischen Zeit gewiss nicht zu den-ken war.
Dass schon auf vorchristlichen Denk-mälern die Darstellung des Mahles (vgl.darüber Stephani Der ausruhende Heracles15 f.; Friedländer De opp. anaglyphis inmonum. sepulcr. gr., Regiom. 1846; Hol-länder De anagl. sepulcr. gr., quae coenamrepraesentare dicuntur, Berol. 1865; Du-nionl Rov. arch. 1869, art. 233 f.; Arcliivesdes miss, scientif. VI 478; Garmcci Mus.Lat. 48 f.; Reinach Catal. du musee deConstantinople 92 f.) eine Bezugnahme aufdie im Hades genossene Seligkeit in sichschliesse, ist gewiss und wird namentlichin Hinsicht etruskischer Grabgemälde zu-gegeben ( Heilig Annali dell’ Istit. arch.1870, 9, 18—21). Christlichen Scenengleichzeitig ist das berühmte Gastmahl in; der Grabanlage des Vincentius und der
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