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Monasterium — Monogramm Christi.
Was endlich die kirchliche Stellung derKlöster anlangt, so verstand es sich vonselbst, dass sie unter der Aufsicht desBischofs standen, in dessen Sprengel siesich befanden. In Folge der Wirren, diedurch die grossen dogmatischen Streitig-keiten des 4. und 5. Jahrh. hervorgerufenwurden und in denen die Mönche nichtselten eine andere Partei ergriffen als dieBischöfe, beschäftigte sich die kirchlicheGesetzgebung noch besonders mit dieserAngelegenheit. Die Synode von Chalcedonc. 4 unterwarf die Mönche ausdrücklichdem Bischof der bezüglichen Stadt oderGegend und beauftragte die Bischöfe, sorg-fältige Aufsicht über die Klöster zu füh-ren. Auch verordnete sie, dass ohne Zu-stimmung des Bischofs kein Kloster ineiner Stadt gegründet werden dürfe, unddiese Bestimmung wurde durch die Syno-den von Agde (506, c. 27. 58) und Epaon(517, c. 10) erneuert. Die Synode vonOrleans (533, c. 21) bestraft Verachtungder bischöflichen Anordnungen seitens derAebte mit Excommunication. Insbesonderewurden die Bischöfe durch die Synodenvon Agde (506. c. 56) und Orleans (538,■c. 23; 541, c. 11) angewiesen, über dasKlostergut zu wachen und ohne ihre Zu-stimmung sollte nichts von demselben ver-äussert werden dürfen.
Ueber die ältere Litteratur vgl. HelyotHist, des ordres monast., Paris 1714 sqq.,■deutsche Uebers. Bd. I. (1753) S. XXXIII ff.Dazu: Rosiveyd Vitae patrum, Antv. 1628;Hospinianus De monachatu, Tigur. 1609;Middendorp Origg. Anachoret., Col. Agr.1615; Dadin Alteserrae Asceticon, Par.1674; Bingham lib. VII. Neuere Unter-suchungen ausser den bereits angeführtensind: E. Münch Gesch. d. Mönehth., 1828.Möhler Gesch. d. Mönehth. in der Zeitseiner Entstehung u. ersten Ausbildung,Ges. Schriften II 165—225. Ilenrion-FehrGesch. der Mönchsorden, 1845. MangoldDe monaehatus orig, et caus., 1852. Mon-talenibert Les moines d’Occident, 1860 sqq.; jdeutsch durch Brandes. J. Evelt Das M.jin seiner innern Entw. u. seiner kirclil.Wirksamk. bis auf den hl. Benedict vonNursia, 1863. J. Gropp Das katli. Mönchs-leben, 1865. A. Harnack Das M., seineIdeale u. seine Gesch. (Vorlesung), 1881;2. Aufl. 1882. Bornemann In investigandamonaehatus origine quibus de causis ratiohabenda sit Origenis, 1885. Dazu kom-men die betr. Abschnitte in den grösserenkirchenhistorischen und archäologischenWerken. fuxk.
Antonii c. 9; Nilus Narrat. V 77; Isidor.De offic. II 15.
2) Dann das Kloster im weitern Sinn,Syn. Rom. a. 826, c. 27.
3) Die kleinen Iieiligthüiner undKapellen, welche um die Basilika ge-baut sind. Agnell. Vita s. Maximin. c. 2(Muratori II 106).
4) Monasteria canonicorum, die Stifts-herrenwohnungen seit dem MA. (s. Du-cange IV 478).
5) M. duplex, SmXoüv [Aovadxirjpiov, ver-einigtes Männer- und Frauenkloster ( Bai-samon. Ad Synod. VIII 7). Schon Greg.M. Ep. XI 25 spricht sich gegen sie aus.
6) = Ecclesia, bes. Ecclesia cathedralis,mittelalterlich. Die Belege bei DucangeIV 481. Daraus ist unser deutsches Mün-ster 1 entstanden.
7) Alt ist noch die Bedeutung für jeden
zurückgezogenen Zufluchtsort. Act. s. Firmiet Rustici, Act. SS. II. Aug. 420, col. 1:qui . . . non longe a muris civitatis inmonasterio suo habitabat. kraus.
M0NAX0I, s. Mönchthum.
MOND, s. Sonne und Mond.
MONII, M0NAX11, s. Mönchthum.
MONOGRAMM CHRISTI. Nachdem derArt. Kreuz (II 224 f.) bereits die Entwick-lungsgeschichte des Monogramms Christivorgelegt hat, gebe ich hier zunächst nureine Statistik der in Betracht kommendenDarstellungen auf Bildwerken (nicht In-schriften) :
X (^auf C o emeterialgemälden:Garrucci XVII 2 . CVB.
Auf Goldgläsern: CLXXVI 6 .CLXXX 1 - 2 - 5 - 9 . CLXXXI 2 . CLXXXIII 6 - 9 .CLXXXIV 2 - 4 - ’. CLXXXIX 6 . CLXXXXI 8 .CLXXXXII 1 - 2 . CLXXXXVIII 5 . CCII ’(mit A CO).
Auf Mosaiken: CCXXIII (
)-
CCXXV (/()■ CCXXXII'- 2 (A^co).CCXXXIV 1 (A CO im Nimbus).
CCLVIII ( S y<^). CCLX1V (Schild mit
v|> X XY). CCLXXVI.
Auf Sarkophagen: CCCIII 2 (im
MONASTERIUM. 1) Die Zelle desMönches, so bei Cassian. Coli. XVIII 6;Hieran. Vita s. Paul.; Athanas. Vita s.
Kranz). CCCIV 1 (A X ^C0). CCCXV 5 (imKreis). CCCXXVIII (in der Krone).